Schlagwort: EIsenbahn

Norwegisches Weltkulturerbe wieder betriebsfähig

Der Eröffnungszug auf der Tinnosbanen wurde von der Bevölkerung und von Vertretern aus Gesellschaft und Politik mit großer Begeisterung begrüßt. Die Tinnosbanen war bis 1991 ein Abschnitt der Gesamt-Transportstrecke von Rjukan bis nach Skien.©Bane NOR

Notodden, 21. Mai 2026. Der erste Abschnitt der Tinnosbanen von Notodden nach Lisleherad wurde am 21. Mai 2026 mit einem Festakt wieder in Betrieb genommen. Damit fuhr auf dieser Strecke erstmals seit 2009 wieder ein Zug. Der Eröffnungszug bestand aus der Diesellok Di 3 616 des norwegischen Eisenbahnmuseums Norsk Jernbanemuseum, einem Personen- und einem Buffetwagen. Die 1991 stillgelegte Tinnosbanen gehört zum UNESCO-Welterbe und zum norwegischen Industriekulturerbe. Das wieder Züge fahren können, ist den umfangreichen Arbeiten von Bane NOR zu verdanken. Auf einem sieben Kilometer langen Streckenabschnitt von Notodden nach Lisleherad wurden rund 11.200 neue Schwellen verlegt. Die Arbeiten werden durch staatliche Zuschüsse in Höhe von 45 Millionen Kronen finanziert.

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Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens

Fünf Jahre Verspätung für Eisenbahn-Neubaustrecke nach Hamar in Norwegen

Über die in Bau befindliche Tangenvika-Eisenbahnbrücke werden noch mehrere Jahre keine Züge fahren. Die Modernisierung der Strecke nach Hamar wurde auf diesem Abschnitt gestoppt. Unter der Brücke die heutige gewundene einspurige Straße.©Implenia

Oslo, 20. Januar 2026. Eisenbahnprojekte haben es schwer in Norwegen. Während beim Erdrutsch bei Levanger in Trøndelag nach wenigen Wochen eine vierspurige Umgehungsstraße eröffnet wurde, bleibt die parallel verlaufende Nordlandsbanen bis Sommer 2027 unterbrochen. Noch in naher Erinnerung sind die schwerwiegenden Qualitätsmängel des Follo-Tunnels von Oslo nach Ski. Am 15. Januar hat Bane Nor eine neue Hiobsbotschaft verkündet: Der Ausbau der Dovrebanen auf Doppelspur von Kleverud nördlich von Minnesund über 30 Kilometer nach Hamar wird um nicht weniger als fünf Jahre auf 2032 verspätet – obwohl die Bauarbeiten schon längst im Gange sind.

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Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens

Eisenbahnrede 2026: Neuer Rekord im Zugverkehr in Norwegen – Probleme bei Großprojekten

Im vergangenen Jahr lag die Pünktlichkeitsquote bei 87,6 Prozent, verglichen mit 86,1 Prozent vor zwei Jahren. Ziel ist es, dass neun von zehn Zügen planmäßig verkehren.©Tor Livius Midtbø, Ministerium für Verkehr und Kommunikation

Oslo, 14. Januar 2026. Ausgerechnet an dem Tag, an dem Jon-Ivar Nygård, Norwegens Minister für Verkehr und Kommunikation, seine Eisenbahnrede hält, wurde bekannt, dass die Eröffnung des zweigleisigen Streckenabschnitts nach Hamar bis 2032 verschoben wird. Nygård hatte nämlich mehrheitlich Positives über die norwegische Eisenbahn zu berichten. Prognosen zufolge gab es in Norwegen 2025 rund 85 Millionen Zugfahrten, fast drei Millionen Fahrten mehr als im Jahr 2024. Auch berichtete der Verkehrsminister über die Einführung eines neuen Managementsystems. 2026 soll es ein noch besseres Bahnangebot für Fahrgäste und Unternehmen geben, verspricht Nygård.

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Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens

Eisenbahnrede des Verkehrsministers: Pünktlichkeit der Züge lässt in Norwegen weiter nach – Priorität für Wartung und Erneuerung

Das Eisenbahnnetz in Norwegen©Bane NOR

Oslo, 13. Januar 2024. Noch nie sind in Norwegen mehr Menschen mit der Bahn gefahren als im Jahr 2024. Statistiken der Eisenbahndirektion gehen im vergangenen Jahr von 83 Millionen Zugfahrten aus. Das sind fünf Millionen mehr als im Jahr 2023. In etwas mehr als zehn Jahren ist die Zahl um 30 Prozent gestiegen. Gleichzeitig lässt die Pünktlichkeit immer weiter nach. In seiner Eisenbahnrede am 13. Januar versprach Verkehrsminister Jon-Ivar Nygård, Wartung und Erneuerung zu priorisieren.

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Trønder- und Meråkerbanen erst Ende 2025 elektrisch – lange Streckenunterbrechung

Bis Ende 2025 wird es am Bahnhof Hell keinen elektrischen Zugbetrieb geben. Der Bahnhof hat allerdings bereits Masten und andere für den elektrischen Zugbetrieb erforderliche Ausrüstung erhalten.©Ole Martin Wold, Bane NOR

Oslo, 9. Juli 2024. Wie der Infrastrukturbetreiber Bane Nor mitgeteilt hat, werden die Trønder- und Meråkerbanen statt in diesem Jahr nicht vor Ende 2025 elektrisch nutzbar sein. So habe es nach starken Regenfällen lokale Erdrutsche gegeben und zusätzlich fehle es an Fachkräften. Um die Arbeiten nicht noch weiter zu verspäten, wird die Meråkerbanen, eine 102 Kilometer lange eingleisige Eisenbahnstrecke zwischen Trondheim in Norwegen und Storlien in Schweden, auf dem Abschnitt zwischen Hell und Storlien, dem norwegisch-schwedischen Grenzbahnhof, vom 15. August 2024 bis zum 1. Februar 2025 komplett gesperrt. Die Norweger sind sich an „Buss for tog“ leidvoll gewöhnt. Allerdings betrifft dies lediglich den Ausfall von zwei Reisezugs-Paaren zwischen Trondheim und Storlien mit dortigem Umsteigen auf Anschlusszüge von und nach dem schwedischen Östersund. Auch fahren keine Güterzüge mehr über die Meråkerbanen. Die Elektrifizierung ist deshalb nicht dringlich, die totale und lange dauernde Streckenunterbrechung jedoch ärgerlich. Die schwedische Fortsetzung von Storlien nach Östersund ist längst elektrifiziert. 

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Rechnungshof kritisiert schlechtes Zugangebot in Norwegen

Jeder vierte Personenzug und jeder dritte Güterzug hatte im vergangenen Jahr Verspätung oder fiel aus.©BPN

Oslo, 30. Mai 2024. Auf der Bahn in Norwegen kommt es immer häufiger zu Verspätungen und Ausfällen, wie die jüngste Untersuchung des norwegischen Rechnungshofes Riksrevisjonen zu Verspätungen und Zugausfällen zwischen 2016 und 2023 zeigt. Jeder vierte Personenzug und jeder dritte Güterzug hatte im vergangenen Jahr Verspätung oder fiel aus. Der Hauptgrund seien Versäumnisse im Bereich der Infrastruktur. Wer die Bahn nutzt, habe ein schlechteres Bahnangebot als noch vor einigen Jahren, teilt die Kontrollbehörde des Storting mit.

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Schwedisch-norwegische Erzbahn nach zwei Monaten wieder in Betrieb

Der erste Zug nach Narvik verließ Kiruna am Dienstagmorgen. Nach zwei Monaten der Streckenunterbrechung infolge einer schweren Entgleisung und Beschädigung der Infrastruktur konnte der Erzverkehr von Kiruna nach Narvik endlich wieder aufgenommen werden. Bis zum vollständigen Abtransport des angehäuften Eisenerzes kann es mehrere Jahre dauern. 

Kiruna, 20. Februar 2024 (aktualisiert am 21. Februar). Am 20. Februar wurde die Malmbanen zwischen Kiruna und Riksgränsen nach 63 Tagen wieder für den Verkehr freigegeben. Eine derart lange Unterbrechung war noch niemals zu verzeichnen. Viereinhalb Millionen Tonnen Eisenerz im Wert von fast acht Milliarden Kronen haben sich bei dem Bergwerksunternehmen LKAB in Kiruna und Svappavaara angehäuft und werden zur Verschiffung sukzessive über voraussichtlich mehrere Jahre nach Narvik abtransportiert. Denn Priorität hat der Abtransport der laufenden Produktion. Die LKAB kann täglich zehn Erzzüge nach Narvik fahren. Die Grubengesellschaft verlor über zwei Monate Einnahmen in Höhe von 100 Millionen Kronen pro Tag. 

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Intensive Diskussionen um die Wintertauglichkeit der norwegischen Eisenbahn

Nach Meinung vieler Reisenden ist die norwegische Eisenbahn nicht mehr winterfest und hat besonders im Januar versagt. Die Reparatur von schadhaften Zügen dauert nun schon seit Wochen. Auch weiterhin sind Zugsausfälle und verkürzte Kompositionen die Folge. Das Bild zeigt in Oslo Sentralstasjon im Januar steckengebliebene Züge.©Vy

Oslo, 15. Februar 2024. Noch immer hat sich der Reisezugverkehr seit den desaströsen Störungen im Januar infolge Schnee und Eis nicht erholt. Vom 16. bis 18. Januar war der Vorortsverkehr im Großraum von Oslo nahezu zum Erliegen gekommen. Gestrandete Reisende warteten stundenlang auf Taxis. Seither hat sich das Wetter zwar beruhigt, doch noch immer sind häufige Zugausfälle sowie überfüllte Vorortszüge, die lediglich mit einer statt mehreren Einheiten verkehren, an der Tagesordnung. Ein Dauerbrenner ist die ungenügende Information der Reisenden während den Störungen.

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Sørlandsbanen streicht Haltepunkte für mehr Pünktlichkeit

Die Fahrzeuge von „Sørtoget“ werden von Go Ahead auf Verschleiß gefahren und weisen mangels Wartung häufige Störungen auf. Nun hat die Gesellschaft mit Zustimmung der Aufsichtsbehörde zur Vermeidung von Verspätungen sogar mehrere Unterwegshalte gestrichen. Die Zumutungen an die Fahrgäste überschreiten jedes Maß.©Erland Rasten 

Oslo, 15. Januar 2024. Die erfolglose Privatisierung der norwegischen Eisenbahn, in deren Ergebnis aus der ehemaligen NSB ein schwer zu durchschauendes Gebilde von zehn verschiedene Gesellschaften geschaffen wurde, sorgt fortlaufend für Ärger und Frustrationen. Nirgends sonst manifestiert sich der Misserfolg der gescheiterten Reformbemühungen derart extrem wie bei den Reisezügen auf der Sørlandsbanen von Oslo über Kristiansand nach Stavanger, die seit Dezember 2019 unter der Marketing-Bezeichnung „Sørtoget“ von der englische Gesellschaft „Go Ahead“ betrieben werden. Zudem bedient das Unternehmen auch die Nebenlinie der Arendalsbanen von Nelaug nach Arendal. Wie sich immer deutlicher zeigt, werden die bei Norske tog gemieteten Züge von Go Ahead auf Verschleiß gefahren. Denn der Unterhalt der Fahrzeuge muss vom Betreiber in Auftrag gegeben werden. Dabei wird jedoch gespart, was sich an zunehmend verlotterten Zügen inklusive nicht funktionierenden sanitarischen Einrichtungen zeigt. Zeitweise waren vier von zehn gemieteten Zügen wegen Defekten mangels Wartung außer Betrieb. 

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