Berlin, 28. September 2026. Weniger Luxus, mehr Seele – das ist die Idee hinter der Initiative „Smørbrød“, die die Vertretung des Norwegian Seafood Councils in Deutschland gemeinsam mit dem norwegischen Spitzenkoch Kenneth Gjerrud und Gastkoch Hendrik Otto in dieser Woche in der norwegischen Botschaft in Berlin startete. Dabei geht es um Authentizität, Nostalgie und Handwerk. Auf Fine Dining folgt die neue Genusskultur „Casual Excellence“.
Kopenhagen, 1. Juni 2026. Am 1. Juni wurden in der Tivoli Concert Hall in den Tivoli-Gärten in Kopenhagen die neuen MICHELIN-Sterne für die nordischen Länder verliehen. Insgesamt hat der Guide MICHELIN diese Auszeichnung an 286 Restaurants vergeben, darunter sechs mit drei MICHELIN-Sternen, 15 mit zwei MICHELIN-Sternen, 78 mit einem MICHELIN-Stern und 48 mit dem Bib Gourmand. 23 Lokale wurden neu in die Auswahl aufgenommen, darunter zwei Restaurants aus Norwegen.
Oslo, 20. April 2026. Norwegens Regierung setzt sich verstärkt dafür ein, dass Meeresfrüchte einen größeren Anteil am Speiseplan der Bevölkerung einnehmen. Eine internationale Arbeitsgruppe soll künftig den Konsum von Meeresfrüchten fördern. Sie wird Teil des „Globalen Aktionsnetzwerks Nachhaltige Nahrungsmittel aus den Ozeanen und Binnengewässern für Ernährungssicherheit und Ernährung“ sein, das Norwegen während der UN-Dekade der Ernährung fast zehn Jahre lang geleitet hat. Die Gründung der Arbeitsgruppe erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die UN-Dekade der Ernährung bis 2030 verlängert wurde. Die Initiative wurde während der Konferenz „Aquatische Nahrungsmittel für resiliente Ernährungssysteme“ bekannt gegeben, die vom Ministerium für Handel, Industrie und Fischerei im Rahmen der One Ocean Week in Bergen organisiert wurde.
Marseille, 16. März 2026. Christian André Pettersen und sein Team gewannen beim europäischen Kochwettbewerb Bocuse d’Or Europe 2026 die Silbermedaille und sicherten sich damit einen Platz im Weltcup-Finale 2027. Sieger wurde das Team aus Dänemark, Platz 3 ging an Italien. Christian André Pettersen trat bereits zum dritten Mal als Norwegens Kandidat beim Bocuse d’Or Europe an. Er vertrat Norwegen zusammen mit Hanna Korvald, Trainer Sebastian Gibrand und Teamleiter Ørjan Johannessen. Hanna Korvald gewann den Preis für die beste Assistentin.
Oslo, 6. Februar 2026. Während einer Sitzung des EWR-Ausschusses (Europäischer Wirtschaftsraum) in Brüssel Anfang dieses Jahres wurden 88 Rechtsakte in das EWR-Abkommen aufgenommen. Die meisten dieser Rechtsakte betreffen den Lebensmittelsektor und legen Höchstwerte für Schadstoffe in Lebensmitteln fest, darunter auch für Cadmium in Zwiebeln. Dieser neue Grenzwert für Cadmium in Zwiebeln, der am 1. Juli 2026 in Kraft tritt, könnte Auswirkungen auf Teile der Zwiebelproduktion in der Inlandregion haben. Die Labour-Regierung hat deshalb eine Entschädigung von 70 Prozent für Zwiebelernten vorgeschlagen, die sich nicht verkaufen lassen, weil sie den neuen Grenzwert überschreiten. Erlaubt sind statt bisher 0,05 Milligramm pro Kilogramm nur noch 0,03 Milligramm. Die geschätzten Kosten für die Kartierung von Anbauland, auf dem die Grenzwerte eventuell überschritten werden, belaufen sich auf fünf Millionen Kronen. Einigen Parlamentsmitgliedern ist das nicht genug. Die Mehrheit im Storting fordert von der Regierung eine Erhöhung der Entschädigung für Zwiebelproduzenten auf mindestens 95 Prozent.
Oslo, 16. Februar 2026. Im Jahr 2025 importierte Norwegen Agrarprodukte im Wert von 125,5 Milliarden NOK. Dies entspricht einem wertmäßigen Anstieg um 6,1 Prozent und einem mengenmäßigen Wachstum um 4,9 Prozent. Gleichzeitig wurden Agrarprodukte im Wert von 20,3 Milliarden NOK exportiert – ein Anstieg um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach Angaben des Lebensmitteldirektorats hatten Agrarprodukte damit einen Anteil an den Gesamtimporten von elf Prozent.
Oslo, 27. Januar 2026. Am Samstag, dem 24. Januar 2026, eröffnete die chinesische Fluggesellschaft Suparna Airlines offiziell ihre neue Frachtroute vom Flughafen Oslo zum internationalen Flughafen Shanghai Pudong. Die Strecke wird wöchentlich mit einer Frachtmaschine bedient. Dies ist die einzige Direktverbindung von Oslo nach Shanghai.
Berlin, 16. Januar 2026. Hanne-Berit Brekken, Staatssekretärin im norwegischen Landwirtschaftsministerium, eröffnete am Freitag den norwegischen Stand auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Auf der diesjährigen Messe stellen sich Produzenten und Unternehmen aus Nordnorwegen und Hanen vor. „Durch unsere Präsenz in Berlin positioniert sich Norwegen als attraktives Reiseziel für Feinschmecker. Unser Stand bietet Rentierfleisch, Apfelwein und Käse“, erklärte Brekken in ihrer Eröffnungsrede.
Oslo, 29. Dezember 2025. Die diesjährige Schlachtsaison von Rentieren bietet Verbrauchern einen besseren Zugang zu Rentierfleisch. Das biete mehr Menschen die Möglichkeit, Rentierfleisch an Silvester zu servieren, teilt das norwegische Landwirtschaftsministerium mit. Die Schlachtsaison sei bisher gut verlaufen und habe Rohmaterial von sehr hoher Qualität geliert. In der bisherigen Saison wurden 55.000 Tiere geschlachtet. Das sind rund 5.000 bis 6.000 Tiere mehr als in der letzten Saison.
Bern, 17. November 2025. Norwegen gewann am vergangenen Wochenende bei den Käseweltmeisterschaften World Cheese Awards in Bern 59 Medaillen. Bei diesem Wettkampf, der zum ersten Mal im Käseland Schweiz stattfand, konkurrierten 5.244 Käsesorten aus 46 Ländern um den Titel des besten Käses der Welt, darunter 125 norwegische Käse aus 25 verschiedenen Käsereien. Der Gesamtsieg ging an einen Schweizer Le Gruyère AOP.
Oslo, 7. November 2025. Das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung hat ein Abkommen geschlossen, das den Weg für den Export norwegischer Milchprodukte nach China ebnet, unter anderem für norwegischen Braunkäse. Darüber hinaus haben sich chinesische und norwegische Behörden auf den Marktzugang für lebende norwegische Heringskrabben in China geeinigt. Im Jahr 2024 importierte China 134.000 Tonnen Krabben, 80 Prozent daavon waren lebende oder frische Heringskrabben. Bislang war Frankreich der wichtigste Markt für norwegische Heringskrabben. Norwegens Fischereiministerin Marianne Sivertsen Næss geht davon aus, dass China in den kommenden Jahren zu einem noch wichtigeren Markt wird.
Oslo, 22. Oktober 2025. Bis zum 18. Oktober 2025 wurden in Norwegen 26.879 Rentiere geschlachtet. Das sind 800 weniger als zur gleichen Zeit im Vorjahr, aber mehr als der Durchschnitt von 24.810 Tieren der letzten zehn Jahre, teilt die norwegische Landwirtschaftsdirektion Landbruksdirektoratet mit. Die Schlachtsaison begann in diesem Jahr bereits Anfang Juli, im Vergleich zum üblichen Saisonbeginn Ende August.
Oslo, 8. Oktober 2025. Die norwegische Regierung hat nach Angaben des Netzwerkes für Tierfreiheit die norwegische Lebensmittelbehörde aufgefordert, die Käfighaltung von Hühnern zu verbieten. Dies geschah, nachdem das Netzwerk im April schwere Gesetzesverstöße in norwegischen Käfighaltungsbetrieben aufgedeckt hatte. Darüber hinaus habe die Regierung die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit gebeten, ein Enddatum festzulegen, bis zu dem bestehende Käfighaltungsbetriebe geschlossen oder auf Freilandhaltung umgestellt sein müssen. Käfigeier werden in Fachkreisen schon lange kritisiert, doch 180.000 norwegische Hühner werden immer noch in Drahtkäfigen gehalten.
Oslo, 19. Mai 2025. Norwegens Regierung bemüht sich seit Jahren um mehr Wettbewerb in der Lebensmittelbranche. Jetzt hat die Regierung Maßnahmen vorgestellt, durch die der Verbraucher gute Preisinformationen erhalten und der Zugang zu Einzelhandelsgeschäften verbessert werden soll. Außerdem will die Regierung das Gesetz über gute Handelspraktiken aktualisieren. Die Regierung hat Vorschläge zur Änderung des Gesetzes über gute Geschäftspraktiken zur Konsultation vorgelegt. Ziel ist es, Verhandlungen im Lebensmittelhandel effizienter zu gestalten. Am 22. März steht das Thema Lebensmittelpreise und Lebensmittelindustrie auf der Tagesordnung des norwegischen Parlaments Storting. Die Partei Rødt (Rot) brachte einen „Repräsentativer Vorschlag zur Öffnung des Großhandels und für einen faireren Lebensmittelhandel“ ein.
Oslo, 12. Mai 2025. Der Norwegian Seafood Council verlegt seinen Sitz in Deutschland am 1. Juni 2025 von Hamburg nach Berlin. Bisher hatte die Behörde ihren Sitz im Gebäude Caffamacherreihe 5, in dem auch Innovation Norway und das norwegische Generalkonsulat Hamburg angesiedelt sind. Büroleiterin wird Christine Iversen. Deutschland zählt zu den wichtigsten Märkten für norwegische Meeresfrüchteexporte.