Oslo, 8. August 2026. Im Juni legte der Expertenausschuss für Klimaanpassung einen Bericht „Norwegen im Unwetter“ über die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels in Norwegen vor. Die Regierung hat den Bericht nun zur Konsultation weitergeleitet. Der Bericht bildet eine wichtige Grundlage für die weiteren Bemühungen der Regierung zur Anpassung an den Klimawandel.
Oslo, 4. Juni 2026. Die Treibhausgasemissionen Norwegens beliefen sich im vergangenen Jahr nach Angaben der norwegischen Statistikbehörde SSB auf 44,1 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. Dies entspricht einem Rückgang von 1,2 Prozent (0,5 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente) gegenüber dem Jahr 2024. Gegenüber 1990 konnten die Treibhausgasemissionen um 13,9 Prozent gesenkt werden. Damit ist das Land noch weit von der Erfüllung seiner Klimaziele entfernt. Norwegen hat sich im Rahmen des Pariser Abkommens verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken. Den größten Beitrag zum Emissionsrückgang leistete der Straßenverkehr. Die Öl-und Gasindustrie verursacht fast ein Viertel der Gesamtemissionen.
Oslo, 18. November 2025. Immer weniger Menschen machen sich Sorgen um den Klimawandel, und immer mehr befürworten Atomkraft und Öl. Am 18. Oktober präsentierte Eva Fosby Livgard, Abteilungsleiterin des Meinungsforschungsinstituts Kantar, im Literaturhaus in Oslo die wichtigsten Ergebnisse des diesjährigen Klimabarometers. Danach stehen immer mehr Menschen der Kernenergie positiv gegenüber, und die Hälfte der Bevölkerung würde Kernkraftwerke in ihrer eigenen Gemeinde begrüßen. Gleichzeitig hat die Unterstützung für Erdöl als Energiequelle zugenommen, und noch nie zuvor waren so viele Menschen im Klimabarometer der Meinung, Norwegen solle die Erdöl- und Erdgasförderung im gleichen Umfang wie bisher fortsetzen.
Oslo, 6. Oktober 2025. Norwegen zählt seit vielen Jahren zu den weltweit größten Förderern der Regenwälder. Jetzt gab der norwegische Premierminister im Vorfeld der UN-Klimakonferenz COP30 in Brasilien bekannt, dass Norwegen dem Tropical Forest Forever Facility (TFFF) über zehn Jahre hinweg Kredite in Höhe von bis zu 30 Milliarden NOK, etwa 2,56 Milliarden Euro, zur Verfügung stellen wird. Der neue TFFF-Fonds ist die größte Investition im Rahmen der Klima- und Waldinitiative seit deren Gründung im Jahr 2008.
Oslo, 5. November 2025. Das Klima in Norwegen hat sich nach einem Bericht des Norwegischen Klimadienstzentrums bereits stark verändert. Die Auswirkungen werden in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Das Land wird mehr Niederschlag, häufigere Dürren und weniger Schnee haben. Wie das Meteorologische Institut in Oslo mitteilt, lagen die Temperaturen während eines Zeitraums von 18 Monaten über dem Normalwert. Der bisherige Rekord lag bei 15 aufeinanderfolgenden Monaten, von Februar 2014 bis April 2015. Die Temperatur im Oktober lag fast zwei Grad über dem Normalwert. Noch nie zuvor wurde eine so lange Periode mit einer Durchschnittstemperatur über dem Normalwert verzeichnet.
Oslo, 3. November 2025. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, hat sich Norwegen Ende 2024 in seinem ersten Bericht im Rahmen des Pariser Abkommens verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Treibhausgasemissionen Norwegens auf 44,6 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. Dies entspricht einem Rückgang von fast 13 Prozent gegenüber 1990. Die Emissionen in die Luft, das heißt die Gesamtemissionen, die durch menschliche Aktivitäten verursacht werden, gingen um 6,6 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente seit 1990 zurück. Norwegen ist damit noch weit davon entfernt, seine Verpflichtungen zu erfüllen, heißt es in einem Bericht der norwegischen Statistikbehörde SSB. Der Kauf von Emissionszertifikaten im Ausland könne die Zielerreichung beeinflussen, spiegele sich aber in diesen Statistiken nicht wider, erklärt Trude Melby Bothner, leitende Beraterin von SSB.
Oslo, 3. November 2025. Die norwegische Direktion für Wasserressourcen und Energie NVE lehnt den Antrag der Grenselandet AS zum Bau des Windparks Davvi in der Finnmark ab. Als Begründung nannte die Behörde die Tatsache, dass das Projekt inmitten des zweitgrößtes zusammenhängenden Naturgebiets liegt und gravierende und irreversible Auswirkungen auf die Natur hätte. Das Gebiet sei zudem von besonderer Bedeutung für die samische Kultur und die traditionelle Nutzung der Flächen. Der Antragsteller für die Genehmigung zum Windpark Davvi ist das Unternehmen Grenselandet SA, das den Energieunternehmen St1 und Ny Energi gehört.
Straßburg, 28. Oktober 2025. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg hat am Dienstag sein endgültiges Urteil im Klimastreit um die Lizenzvergabe für Ölbohrungen in der Barentssee verkündet. Der Gerichtshof hat die Klage abgewiesen. Der norwegische Staat, dem die Umweltorganisationen Greenpeace, Nature & Youth und sechs Einzelpersonen als Kläger vorgeworfen haben, mit der Vergabe von Öl- und Gaslizenzen Menschenrechte zu verletzen, habe nicht gegen Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention verstoßen. Allerdings enthält das Urteil die Auflage, dass die norwegische Regierung vor der Erschließung neuer Ölfelder eine Folgenabschätzung der globalen Klimaauswirkungen durchführen muss, um Menschenrechtsverletzungen zu vermeiden.
Oslo, 22. Oktober 2025. Norges Bank Investment Management, Verwalter des norwegischen Staatsfonds Government Pension Fund Global, hat am 22. Oktober seinen Klimaaktionsplan für 2030 veröffentlicht. Das Dokument beschreibt, wie der Fonds seine Bemühungen zur Bewältigung klimabezogener Risiken und Chancen verstärken wird. „Klimarisiken sind finanzielle Risiken. Unsere langfristigen Erträge hängen davon ab, wie die Weltwirtschaft mit dem Klimawandel und dem Übergang zu einer emissionsfreien Gesellschaft umgeht. Die Weltwirtschaft kann dem Klimawandel nicht entkommen, und unsere Investitionen auch nicht“, sagte Nicolai Tangen, Leiter von Norges Bank Investment Management.
Oslo, 15. Oktober 2025. Norwegens Regierung will die Umweltverschmutzung teurer machen. Allerdings schlägt sie auch vor, dass höhere Einnahmen aus Klimasteuern den Menschen durch Steuererleichterungen zugutekommen sollen. Dies steht im vierten Bericht zum Klimastatus und im Klimaplan, auch bekannt als das „Grünbuch“, den die Regierung parallel zum Entwurf des Staatshaushaltes am 15. Oktober präsentierte. Der allgemeine Klimasteuersatz soll erst nach 2030 erhöht werden, um einen vorhersehbaren Übergang für Menschen und Unternehmen zu gewährleisten.
Oslo, 13. August 2025. Der norwegische Verband Jugend und Umwelt und der Naturschutzbund hatten 2022 den norwegischen Staat wegen der Genehmigung zur Entsorgung von bis zu 170 Millionen Tonnen Bergbauabfällen im Førdefjord verklagt. Nach mehreren Verfahren hat das Berufungsgericht Borgarting die Ablagerung von Bergbauabfällen des Unternehmens Nordic Mining AS im Førdefjord jetzt für illegal erklärt. Dies bedeute jedoch nicht, dass die Arbeiten sofort eingestellt werden müssen, so der Staatsanwalt.
Oslo, 6. Juni 2025. Die Treibhausgasemissionen Norwegens betrugen im vergangenen Jahr nach Angaben des norwegischen Statistikamtes SSB 45 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten. Dies ist ein Rückgang von 3,5 Prozent gegenüber 2023. Die vorläufigen Zahlen der Emissions-to-Air-Statistik zeigen eine Reduzierung um 1,6 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente im Vergleich zu 2023. Damit setzt sich der Trend des allmählichen Rückgangs der Treibhausgasemissionen aus dem Jahr 2018 fort. Gegenüber 1990 sanken die Emissionen um 12,4 Prozent.
Oslo, 29. Mai 2025. Wo stehen Deutschland und Norwegen in Sachen Klimapolitik? Was sind die nächsten Schritte, welche Ziele setzen sich die beiden Länder? Diese Fragen werden am 16. Juni im Mittelpunkt der Veranstaltung „Where do we stand – Climate policy in Germany and Norway“ stehen, zu der die Deutsche Botschaft in Oslo, die Universität Oslo und die Deutsch-Norwegische Handelskammer einladen. Experten aus Politik und Wissenschaft beider Länder diskutieren über dringliche Klimafragen, unter anderem über die national festgelegten Beiträge (NDCs), nach denen die Vertragsstaaten des Übereinkommens von Paris nationale Klimaschutzziele regelmäßig aktualisieren müssen. „Where do we stand – Climate policy in Germany and Norway“ ist der Auftakt zu einer Serie Climate Talks Oslo, die von der Deutschen Botschaft in Oslo in Zusammenarbeit mit Partnern organisiert wird.
Oslo, 30. April 2025. Norwegen hat seine Treibhausgasemissionen im Straßenverkehrs von 2023 bis 2024 um neun Prozent auf 7,25 Millionen Tonnen CO2 gesenkt. 2024 betrugen die Emissionen aus Straßenbau, Betrieb und Instandhaltung von Straßen sowie Fährbetrieb von 353.000 Tonnen CO2. Die norwegische Straßenverwaltung Statens vegvesen geht in ihrem jetzt veröffentlichten Jahresbericht davon aus, dass der Straßenverkehr im Jahr 2040 nahezu emissionsfrei sein wird.
Oslo, 10. April 2025. Norwegen will die Treibhausgasemissionen bis 2035 um mindestens 70 bis 75 Prozent gegenüber 1990 senken. Der Vorschlag basiert auf Norwegens aktuellem Pariser Ziel der Reduzierung der Emissionen um mindestens 55 Prozent bis 2030. Am 26. Juni wurde das neue Klimaziel bei der UNO eingereicht. Entsprechende Vorschläge, wie das erreicht werden soll, hat Klima- und Umweltminister Andreas Bjelland Eriksen dem Storting mit dem Klimabericht „Auf dem Weg zu einer emissionsarmen Gesellschaft“ übergeben. Sie sind eine Kombination aus nationalen Emissionskürzungen, einer Zusammenarbeit mit der EU und dem Kauf von Emissionsreduktionen außerhalb der EU/des EWR. Bis 2050 will Norwegen eine emissionsarme Gesellschaft sein. Zusätzlich legt die Regierung mit einem entsprechenden Gesetzentwurf den Rahmen für die Klimapolitik bis 2035 fest.