Oslo, 22. Oktober 2024. Nach der Entscheidung der norwegischen Regierung, die Zulassung von Flytoget im Jahr 2028 nicht mehr zu erneuern und die Gesellschaft in die Vy (ehemals NSB) zu integrieren, folgt nun ein weiterer Paukenschlag. Die Regierung hat am 22. Oktober beschlossen, die heute von der englischen Go Ahead unter der Marketingbezeichnung „Sørtoget“ betriebenen Strecken von Oslo nach Stavanger und von Nelaug nach Arendal nach dem Vertragsende im Jahr 2027 ohne Ausschreibung für fünf Jahre direkt an das staatliche Personenzugunternehmen Vy zu vergeben. Der Abschnitt der Sørlandsbanen von Egersund nach Stavanger wird als Jærbanen bezeichnet.
Oslo, 15. Januar 2024. Die erfolglose Privatisierung der norwegischen Eisenbahn, in deren Ergebnis aus der ehemaligen NSB ein schwer zu durchschauendes Gebilde von zehn verschiedene Gesellschaften geschaffen wurde, sorgt fortlaufend für Ärger und Frustrationen. Nirgends sonst manifestiert sich der Misserfolg der gescheiterten Reformbemühungen derart extrem wie bei den Reisezügen auf der Sørlandsbanen von Oslo über Kristiansand nach Stavanger, die seit Dezember 2019 unter der Marketing-Bezeichnung „Sørtoget“ von der englische Gesellschaft „Go Ahead“ betrieben werden. Zudem bedient das Unternehmen auch die Nebenlinie der Arendalsbanen von Nelaug nach Arendal. Wie sich immer deutlicher zeigt, werden die bei Norske tog gemieteten Züge von Go Ahead auf Verschleiß gefahren. Denn der Unterhalt der Fahrzeuge muss vom Betreiber in Auftrag gegeben werden. Dabei wird jedoch gespart, was sich an zunehmend verlotterten Zügen inklusive nicht funktionierenden sanitarischen Einrichtungen zeigt. Zeitweise waren vier von zehn gemieteten Zügen wegen Defekten mangels Wartung außer Betrieb.