Oslo, 3. September 2026. Die kanadische Fluggesellschaft Air Canada eröffnet am 3. Juni 2027 eine Sommerroute zwischen Toronto und Oslo. Diese Route wird die erste direkte Flugverbindung zwischen Kanada und Norwegen sein und stellt einen wichtigen Durchbruch bei den Bemühungen dar, Norwegens Langstreckenangebot zu stärken und neue Märkte zu erschließen, teilt der norwegische Flughafenbetreiber Avinor mit.
Oslo, 27. August 2026. Havila Kystruten (HKY) meldete am Donnerstagmorgen in einer Börsenmitteilung eine solide operative Entwicklung und ein deutliches Gewinnwachstum im zweiten Quartal 2026. Der Konzern erzielte ein positives EBITDA von 98 Millionen NOK, ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die EBITDA-Marge des Unternehmens stieg auf 21 Prozent, gegenüber 19 Prozent im zweiten Quartal 2025.
Oslo, 17. August 2026. Die Norwegische Küstenverwaltung und AF Gruppen haben heute den Vertrag für den Bau des Stad-Schiffstunnels unterzeichnet. Die Tunnelarbeiten sollen Anfang 2027 beginnen. Nach einem umfassenden Ausschreibungsverfahren stand im Juni fest, dass AF Gruppen das beste Angebot für den Generalunternehmervertrag zum Bau des Stad-Schiffstunnels abgegeben hatte. Bei dem Vertrag handelt es sich um einen Generalunternehmervertrag mit einem Wert von rund 5,6 Milliarden NOK (ohne MwSt.). Das bedeutet, dass AF Gruppen sowohl für die Planung als auch für den Bau des Schiffstunnels in Stad verantwortlich ist.
Oslo, 12. August 2026. Norwegen ist weltweit führend bei elektrischen Fähren und Passagierschiffen. 16 neue Schiffe, die mit Wasserstoff und Ammoniak betrieben werden, sind in Planung. Die norwegische Klimastiftung geht in ihrem Quartalsbericht davon aus, dass Norwegen am Beginn des nächsten Technologiesprungs auf See steht. Gleichzeitig sieht sie es als unwahrscheinlich an, dass die Klimaziele für 2030 und 2035 allein durch Emissionsreduzierungen in Norwegen erreicht werden. Die Schifffahrt ist einer der Sektoren, in denen der Übergang nur schleppend vorangeht, obwohl Norwegen weltweit führend bei der Elektrifizierung von Fähren und Passagierschiffen ist. Vor allem Kreuzfahrtschiffe verursachen nach wie vor hohe Emissionen.
Fosnavåg, 6. August 2026. Die deutsche Umweltorganisation NABU hat die Reedereien Havila Voyages und Hurtigruten, die die Postschiffroute Bergen-Kirkenes befahren, auch 2026 an die Spitze ihres Kreuzfahrtrankings gesetzt. Havila Voyages erhielt 7,5 von 15 möglichen Punkten, Hurtigruten 7,25. Das Familienunternehmen Havila Voyage zum Beispiel reduzierte die CO₂-Emissionen im vergangenen Jahr weiter und übertraf die gesetzlichen Vorgaben deutlich. Ein Höhepunkt des Jahres war die klimaneutrale Rundreise der Havila Polaris von Bergen nach Kirkenes und zurück im Herbst 2025. Die Fahrt wurde mit Biogas betrieben und erreichte eine Emissionsredukzierung von 95,5 Prozent gegenüber den Reisen mit herkömmlichem Kraftstoff. Auch Hurtigruten fuhr die beliebte Küstenroute streckenweise mit Biogas. Havila Voyages hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2028 Klimaneutralität für seine Flotte und bis 2030 Emissionsfreiheit zu erreichen. In dem Ranking bewertet NABU, welche Anstrengungen die Reedereien im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes unternehmen.
Bergen, 7. Juli 2026. Gäste der Reederei Havila Kystruten, die mit vier Schiffen die Strecke Bergen-Kirkenes bedient, können auf einer neuen Website des Unternehmens genaueste Wettervorhersagen für ihre Reise erhalten. Durch Eingabe ihrer Reisedaten sehen sie sofort, wie das Wetter in jedem der 34 Häfen entlang der Küstenroute sein wird – und zwar genau an dem Tag, an dem sie dort sein werden.
Oslo, 2. Juli 2026. Der Konsum ausländischer Urlauber stieg im Vergleich zum Vorjahr um sechs Milliarden Kronen auf 44 Milliarden Kronen. Gleichzeitig blieben der durchschnittliche Tageskonsum und der Gesamtkonsum pro Tourist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Das Wachstum ist primär auf die gestiegene Zahl ausländischer Touristen in Norwegen zurückzuführen.
Oslo, 1. Juli 2026. Zeitgleich mit dem Inkrafttreten des Besucherbeitragsgesetzes am 1. Juli 2026 führte die norwegische Regierung weitere Maßnahmen für die Tourismusbranche ein: Standards für die Zertifizierung von Reiseleitern, Einrichtung einer neuen Arbeitsgruppe zur Überprüfung der Einhaltung der Vorschriften für naturnahen Tourismus, Unterstützung einer gemeinsamen Lösung für eine effizientere Erhebung von Übernachtungsgebühren. Das Besuchergebührengesetz gibt Gemeinden mit hoher Tourismusbelastung ab dem 1. Januar 2027 die Möglichkeit, eine Übernachtungsgebühr einzuführen. Dadurch tragen Touristen zur Finanzierung von Toiletten, Parkplätzen, Wanderwegen und anderen öffentlichen Einrichtungen in stark frequentierten Gemeinden bei. Eine Gebühr für Kreuzfahrten wird Anfang 2027 eingeführt.
Oslo, 16. Juni 2026. Die norwegische Fluggesellschaft Norwegian Airlines hat eine Vereinbarung zur Übernahme der Nordic Leisure Travel Group (NLTG), dem führenden Anbieter von Hotel- und Freizeitreisen in den nordischen Ländern, unterzeichnet. Mit der Transaktion vereinen sich die Marken Ving, Spies, Tjäreborg, Globetrotter und Sunclass Airlines mit Norwegian und Widerøe und schaffen so einen Komplettanbieter für nordische Reisen. Die Übernahme kombiniert die Expertise von NLTG im Bereich Pauschalreisen und Hotels mit dem bestehenden Streckennetz von Norwegian und Widerøe, teilt Norwegian mit. Für Reisende bedeutet dies eine größere Auswahl an Reisezielen, einfachere Buchungen und reibungsloses Reisen. Die Transaktion soll den operativen Jahresumsatz der Gruppe um fast 50 Prozent steigern.
Oslo, 11. Juni 2026. Landnahme und Naturzerstörung infolge des Tourismus stellen die gravierendsten negativen Auswirkungen auf die norwegische Natur dar. Verkehr, Abnutzung und Störungen der Tierwelt sind ebenfalls große Belastungsfaktoren. Das Unternehmen Asplan Viak hat in Zusammenarbeit mit Mimir AS und Oslo Economics AS einen Bericht erstellt, der vier mögliche Entwicklungspfade für den naturbasierten Tourismus bis 2040 präsentiert. Allen Szenarien gemeinsam ist, dass die Natur betroffen sein wird, jedoch auf unterschiedliche Weise und in unterschiedlichem Ausmaß.
Fjærland, 11. Juni 2026. Die Kommune Fjærland gehört zu den bekanntesten Tourismusdestinationen in Norwegen. Der Ort Mundal ist das Zentrum von Fjærland, direkt am Fjærlandsfjords gelegen, einem Seitenarm des Sognefjords. Bekannt ist Fjærdal vor allem als Ausgangsort für Wanderungen auf dem Jostedalsbreen-Gletscher. Auch gibt es auch hier ein Gletschermuseum. 1995 wurde Mundal zur Bücherstadt (Bokbyen) – offiziell eröffnet 2026 von der damaligen Kulturministerin Åse Kleveland. Der kleine Ort mit gerade 300 Einwohnern verfügt inzwischen über rund vier Regalkilometer Bücher in Dutzenden von Verkaufsstellen unterschiedlichster Größe und Herkunft: Ehemalige Wartehallen für Fähren, Scheunen, Banken, Kühlhäuser und Postämter. Etwa 150.000 Bücher, Zeitschriften und Comics stehen zum Verkauf. Bücher im Freien können für wenig Geld mitgenommen werden. Am 20. Juni feiert Fjærland mit einer Büchernacht sein 30-jähriges Jubiläum.
Wien, 1. Juni 2026. Austrian Airlines hat heute eine neue Direktverbindung zwischen dem Flughafen Bergen und Wien eröffnet. Von Juni bis September dieses Jahres bietet bietet die Fluggesellschaft drei Flüge wöchentlich (Montag, Mittwoch und Freitag). Die Flugdauer beträgt zweienhalb Stunden. 09:10 Uhr und 15:00 Uhr starten die Flüge von Wien, 12:25 Uhr und 18:15 geht es von Bergen zurück nach Wien. Damit erhält Westnorwegen eine neue Anbindung an Mitteleuropa und stärkt gleichzeitig das Netz attraktiver Anschlussflüge. Zur Feier der Erstlandung in Bergen und für die Passagiere des ersten Fluges nach Wien gab es eine Wasserbrücke, Luftballons, Reden und einen feierlichen Banddurchschnitt.
Oslo, 27. Mai 2026. Die Betreiber der Schiffe auf der Postschiffroute, die norwegische Seemannsgewerkschaft (Norsk Sjømannsforbund) sowie der Vorsitzende der Zentrumspartei Trygve Slagsvold Vedum sind besorgt über die Zukunft des regelmäßigen Schiffsverkehrs zwischen Bergen und Kirkenes. „Es wurden Zweifel geäußert, ob die Küstenroute nach Ablauf der aktuellen Vertragsperiode noch ein Existenzrecht hat“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung, die nach einem Treffen zur Erörterung der aktuellen Lage in Kirkenes herausgegeben wurde. Der aktuelle Vertrag für die Küstenroute Bergen – Kirkenes – Bergen läuft 2030 aus, wobei die norwegischen Behörden eine Option auf ein weiteres Jahr haben. Das Ministerium für Verkehr und Kommunikation hat noch keine klaren Hinweise gegeben, ob es nach Vertragsende eine neue Ausschreibung durchführen wird.
Flåm. 27. Mai 2026. Der Stegastein gehört zu den spektakulärsten Aussichtsplattformen Norwegens. Sie ragt 30 Meter über dem Berghang und gewährt den Blick über die Einmündung des Nærøyfjord in den Auerlandsfjord. Der Aussichtspunkt wurde von den Architekten Todd Saunders und Tommie Wilhelmsen entworfen und 2006 fertiggestellt. Nicht nur der Stegastein ist eine Touristenattraktion. Auch die Toilette neben der Aussichtsplattform ist einen Besuch wert. Sie wurde von der Website DesignCurial zur besten öffentlichen Toilette der Welt gekürt. Zum Ärgernis wurde diese Toilette, als in den vergangenen Wochen die Türen verschlossen blieben – nicht nur, weil man die schöne Aussicht nicht genießen kann, sondern vor allem, weil die Touristensaison längst begonnen hat und Hunderte Besucher ihre Notdurft in der freien Natur rund um die Aussichtsplattform verrichten. Täglich fahren bis zu 15 Busse mit Touristen von Flåm nach Stegastein. Hinzu kommt ein reger Pkw-Verkehr.
Notodden, 21. Mai 2026. Der erste Abschnitt der Tinnosbanen von Notodden nach Lisleherad wurde am 21. Mai 2026 mit einem Festakt wieder in Betrieb genommen. Damit fuhr auf dieser Strecke erstmals seit 2009 wieder ein Zug. Der Eröffnungszug bestand aus der Diesellok Di 3 616 des norwegischen Eisenbahnmuseums Norsk Jernbanemuseum, einem Personen- und einem Buffetwagen. Die 1991 stillgelegte Tinnosbanen gehört zum UNESCO-Welterbe und zum norwegischen Industriekulturerbe. Das wieder Züge fahren können, ist den umfangreichen Arbeiten von Bane NOR zu verdanken. Auf einem sieben Kilometer langen Streckenabschnitt von Notodden nach Lisleherad wurden rund 11.200 neue Schwellen verlegt. Die Arbeiten werden durch staatliche Zuschüsse in Höhe von 45 Millionen Kronen finanziert.