Schlagwort: Güterverkehr

Doch kein Verkehrschaos auf Norwegens Straßen – Zollprobleme mit Schweden gelöst

Jetzt wird verhandelt, damit auf der Bahnstrecke zwischen Nordnorwegen und Oslo über Schweden weiterhin Fischzüge gen Süden und Züge mit Waren des täglichen Bedarfs gen Norden fahren können.©BPN

Oslo, 4. November 2024. (aktualisiert am 6.12.2024, 16.00 Uhr) Züge mit Fisch und anderen Waren, die zwischen Nordnorwegen und Oslo verkehren, fahren seit Jahrzehnten über Schweden. Mitte Oktober berichtete BusinessPortal Nowegen darüber, dass Schweden ab 21. Januar 2025 eine 2019 beschlossene EU-Richtlinie umsetzen werde, wonach die Verzollung der Waren verändert wird und jedes Produkt eine eigene Zollnummer erhalten muss. Damit wird der Zuverkehr massiv gestört und es droht eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße. Eineinhalb Monate vor Inkrafttreten der Regelung reagierte die norwegische Regierung auf die bevorstehenden Änderungen der Zollabfertigung beim Grenzübertritt von Norwegen nach Schweden. Eine norwegische Delegation traf sich in Brüssel mit einer schwedischen Delegation und mit dem EU-Transitausschuss, um kurzfristig eine Lösung zu finden. Am 6. Dezember bestätigte Finanzminister Trygve Slagsvold Vedum gegenüber der norwegischen Mediengesellschaft NRK, dass das Problem gelöst wurde und Waren aus Norwegen wie bisher aus Schweden transportiert werden können. Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht bekannt gegeben.

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Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens

Trønder- und Meråkerbanen erst Ende 2025 elektrisch – lange Streckenunterbrechung

Bis Ende 2025 wird es am Bahnhof Hell keinen elektrischen Zugbetrieb geben. Der Bahnhof hat allerdings bereits Masten und andere für den elektrischen Zugbetrieb erforderliche Ausrüstung erhalten.©Ole Martin Wold, Bane NOR

Oslo, 9. Juli 2024. Wie der Infrastrukturbetreiber Bane Nor mitgeteilt hat, werden die Trønder- und Meråkerbanen statt in diesem Jahr nicht vor Ende 2025 elektrisch nutzbar sein. So habe es nach starken Regenfällen lokale Erdrutsche gegeben und zusätzlich fehle es an Fachkräften. Um die Arbeiten nicht noch weiter zu verspäten, wird die Meråkerbanen, eine 102 Kilometer lange eingleisige Eisenbahnstrecke zwischen Trondheim in Norwegen und Storlien in Schweden, auf dem Abschnitt zwischen Hell und Storlien, dem norwegisch-schwedischen Grenzbahnhof, vom 15. August 2024 bis zum 1. Februar 2025 komplett gesperrt. Die Norweger sind sich an „Buss for tog“ leidvoll gewöhnt. Allerdings betrifft dies lediglich den Ausfall von zwei Reisezugs-Paaren zwischen Trondheim und Storlien mit dortigem Umsteigen auf Anschlusszüge von und nach dem schwedischen Östersund. Auch fahren keine Güterzüge mehr über die Meråkerbanen. Die Elektrifizierung ist deshalb nicht dringlich, die totale und lange dauernde Streckenunterbrechung jedoch ärgerlich. Die schwedische Fortsetzung von Storlien nach Östersund ist längst elektrifiziert. 

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