Trondheim, 21. Mai 2026. Das norwegische Staatsunternehmen Enova SF hat ein neues Förderprogramm zur CO₂-Abscheidung aufgelegt. Mindestens 700 Millionen NOK werden in dieses auktionsbasierte Förderprogramm fließen. Zusätzlich stellt Enova Gelder für den Bau von Empfangsterminals zur Verfügung, um auch kleineren Anbietern die CO₂-Speicherung zu ermöglichen.
Oslo, 26. März 2026. Norwegen und Belgien haben ein bilaterales Abkommen unterzeichnet, das die Infrastruktur für den Transport von CO₂ in Pipelines von Belgien zum norwegischen Festlandsockel erleichtern wird. Die Vereinbarung basiert auf einer Initiative von Equinor und Fluxys zum Aufbau einer Infrastruktur für den CO₂-Transport von Belgien zu einem Speicherort auf dem norwegischen Festlandsockel. Neben der Pipeline für den grenzüberschreitenden CO₂-Transport umfasst die Initiative auch Pläne für ein Onshore-Terminal in Belgien, das CO₂ aus verschiedenen Industrieanlagen in Europa entgegennehmen soll.
Berlin, 30. Januar 2026. Deutsche Unternehmen dürfen jetzt CO2, das aus Industrieanlagen abgeschieden wurde, ins Ausland zur dauerhaften Lagerung transportieren. Einem entsprechenden Gesetzentwurf hat der Bundestag am 30. Januar mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD zugestimmt. Die Speicherung darf innerhalb von Hochseegebieten erfolgen, die sich nicht in der deutschen Wirtschaftszone befinden. Eine Einlagerung auf deutschem Territorium ist nicht erlaubt.
Berlin, 21. November 2025. Der deutsche Bundesrat hat heute dem Gesetz zur CO₂-Speicherung zugestimmt. Zuvor hatte der Bundestag das Gesetz verabschiedet. Damit kann Kohlendioxid künftig unter dem Meeresboden in Deutschland gespeichert werden. Das Gesetz sieht neben dem Einsatz der sogenannten CCS-Technologie auch den Aufbau eines CO2-Pipeline-Netzes vor.
Oslo/ Øygarden, 29. Oktober 2025. Am 1. Oktober 2025 stellte das Energieministerium im Rahmen des Fördervertrags für die CO₂-Transport-, -Aufnahme-, -Einspeisungs- und -Speicheranlagen des Projektes Northern Lights eine Fertigstellungsbescheinigung aus. Diese Bescheinigung markiert den Übergang der Anlage in Øygarden von der Errichtungs- zur Betriebsphase.
Oslo, 4. September 2025. Finnland und Norwegen wollen im Bereich Kohlendioxidabspaltung- und -speicherung (CCS) zusammenarbeiten. Finnische Unternehmen sollen die Möglichkeit erhalten, CO2 von Finnland nach Norwegen zu transportieren und dort unter dem Meeresboden zu lagern. Die Unterzeichnung eines entsprechenden Abkommens erfolgte im Rahmen des informellen Treffens der EU-Energieminister in Kopenhagen. Die Absichtserklärung wurde von der finnischen Klima- und Umweltministerin Sari Multala und Staatssekretärin Astrid Bergmål im norwegischen Energieministerium unterzeichnet.
Oslo, 25. August 2025. In den Northern Lights-Kohlenstoffabscheidungs- und -speicherungsanlagen in Øygarden wurden die ersten CO₂-Mengen in das 2.600 Meter unter dem Meeresboden gelegene Reservoir injiziert und gespeichert. Dabei handelt es sich um CO2, das per Schiff vom Zementwerk von Heidelberg Materials in Brevik geliefert, ausgeladen und durch eine 100 Kilometer lange Pipeline in das Aurora-Reservoir unter dem Meeresboden der Nordsee eingespeist wurde. Damit ist weltweit die erste CO₂-Transport- und Speicheranlage eines Drittanbieters in Betrieb genommen, teilt das Joint Venture Northern Lights mit.
Berlin, 7. August 2025. Das Bundeskabinett hat am 6. August den Gesetzentwurf zur Änderung des Kohlendioxid-Speicherungsgesetzes beschlossen. Mit dem Gesetz sollen die Abspaltung und Speicherung (CCS, Carbon Capture and Storage), die Anwendung/Verarbeitung (Carbon Capture and Utilization, CCU) sowie der Transport von CO2 ermöglicht werden. Der Gesetzesentwurf muss vom Parlament noch verabschiedet werden. Ein Termin für die Behandlung des Gesetzes im Bundestag liegt noch nicht vor. Auch ist das Londoner Protokoll, Artikel 6, das den grenzüberschreitenden Transport von CO₂ erlaubt, noch nicht ratifiziert.
Oslo, 30. Juni 2025. Hafslund Celsio AS, Betreiber der Müllverbrennungsanlage in Klemetsrud bei Oslo, hat mit Microsoft eine Vereinbarung über den Verkauf von 1,1 Millionen Tonnen abgeschiedenem Kohlendioxid über einen Zeitraum von zehn Jahren unterzeichnet. Bereits Anfang April hatte das Unternehmen mit der Käufergruppe Frontier eine Vereinbarung über den Vorabkauf von CO₂-Abscheidungsmaterial aus Oslo CCS getroffen. Diese Vereinbarung war eine wichtige Voraussetzung für Hafslund Celsios Investitionsentscheidung für das CO2-Abscheidungsprojekt in Oslo Anfang des Jahres. Die Unternehmen von Frontier werden in den Jahren 2029 und 2030 31,6 Millionen US-Dollar für insgesamt 100.000 Tonnen CO2-Abscheidung zahlen. Die Anlage will ab Herbst 2029 mit der CO₂-Abscheidung beginnen. Das abgeschiedene CO₂ wird von dem Joint Venture Northern Lights dauerhaft unter dem Meeresboden auf dem norwegischen Kontinentalschelf gespeichert. Erst kürzlich wurde im Zementwerk von Heidelberg Materials in Brevik die weltweit erste CO₂-Abscheidungsanlage für die Zementinduststrie in Betrieb genommen. Die Müllverbrennungsanlage von Hafslund Celsio wird eines der weltweit ersten Kohlenstoffabscheidungsprojekte in der Abfallwirtschaft und Teil einer vollständigen Wertschöpfungskette von der Abscheidung bis zur dauerhaften Speicherung sein.
Oslo, 23. Juni 2025. Norwegen und Frankreich haben während des zweitägigen Besuchs der französischen Präsidenten Macron in Oslo ein Abkommen über grenzüberschreitenden Transport und Speicherung von CO2 unterzeichnet. Die Vereinbarung ermöglicht den Transport von CO₂ aus französischen Emissionsquellen nach Norwegen zur Speicherung unter dem Meeresboden in der Nordsee.
Oslo, 17. Juni 2025. Norwegen und die Schweiz unterzeichneten am Rande der Feierlichkeiten anlässlich der Inbetriebnahme des Longship-Projektes ein Abkommen über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO2 (CCS) und der Entfernung von CO2 (CDR). Das Abkommen baut auf einer im Mai 2024 unterzeichneten Absichtserklärung auf und stellt gemäß Artikel 6 des Pariser Abkommens einen wichtigen Fortschritt in der internationalen Zusammenarbeit im Bereich CCS und CDR dar, teilt die norwegische Regierung mit. Es schafft einen Rechtsrahmen für den grenzüberschreitenden Transport und die dauerhafte Speicherung von CO2 sowie für den Transfer von Emissionsreduktionen zwischen den beiden Ländern.
Offizielle Inbetriebnahme der neuen CO2-Abscheidungsanlage von Heidelberg Materials in Brevik in Anwesenheit zahlreicher internationaler Gäste.@Heidelberg Materials
Oslo, 17. Juni 2025. Auf einer international hochrangigen Konferenz zum Thema Kohlenstoffmanagement hat Norwegen die weltweit erste vollwertige Wertschöpfungskette für die CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS) in Betrieb genommen (Longskip-Projekt). Es sei ein Meilenstein für die Emissionsreduzierung der Industrie – sowohl in Norwegen als auch international, teilt die Regierung mit. Die Inbetriebnahme von Langskip wird mit einer zweitägigen Eröffnungszeremonie am 17. und 18. Juni in Oslo und Brevik gefeiert. Die Veranstaltung bringt Minister, Wirtschaftsführer und internationale Interessenvertreter zu technischen Briefings, Führungen und offiziellen Feierlichkeiten zusammen. Zu den Höhepunkten zählen eine Taufe für das CO₂-Schiff Northern Pathfinder. Die EU hat Northern Lights als „Projekt von gemeinsamem Interesse“ anerkannt, wodurch 131 Millionen Euro an Unterstützung aus dem EU-Fonds „Connecting Europe Facilities“ (CEF) bereitgestellt wurden.
Oslo, 12. Juni 2025. Die Kohlenstoffabscheidung in Europa wird in den kommenden Jahren stark zunehmen. Wie ein Bericht der Zertifizierungs- und Klassifizierungsgesellschaft DNV zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) voraussagt, steigt die Menge des abgeschiedenen Kohlenstoffs von einer Million Tonnen im vergangenen Jahr auf 340 Millionen Tonnen im Jahr 2050. Für die nächsten fünf Jahre werden nach Angaben der Studie weltweit 80 Milliarden US-Dollar in CCS-Projekte investiert. Das bedeute, dass der Wendepunkt erreicht ist und die CCS-Bemühungen an Dynamik gewinnen, teilt DNV mit.
Oslo, 12. Juni 2025. Norwegen will der Kohlenstoffspeicher Europas werden. Dabei hat das Land gute Karten. Am 16./17. Juni wird das Projekt Longship, Europas erste komplette Wertschöpfungskette für die Abscheidung, den Transport und die Speicherung von Kohlenstoff, offiziell in Betrieb genommen. Erster Kunde ist das Zementwerk in Brevik, ein Tochterunternehmen des deutschen Konzerns Heidelberg Materials. Das erste Schiff, beladen mit flüssigem Kohlenstoff von der Zement-Abscheidungsanlage in Brevik, wurde Ende Mai zur Speicheranlage nach Øygarden geschickt.
Oslo, 2. Juni 2025. Eine von Harbour Energy Norge und Lizenznehmern im Speicherprojekt „Havstjerne“ gebohrte Probebohrung bestätigte ein Reservoir, das für die Injektion und Speicherung von Kohlendioxid (CO2) geeignet ist. Wie das Norwegian Offshore Directorate NOD mitteilt, wurde das Bohrloch 9/6-1 in der Nordsee etwa 30 Kilometer südöstlich der Yme-Plattform und etwa 120 Kilometer südwestlich von Farsund gebohrt. Bei den Bohrarbeiten kam die Bohrinsel DeepSea Nordkapp zum Einsatz.