
Oslo, 23. Juni 2025. Norwegen und Frankreich haben während des zweitägigen Besuchs der französischen Präsidenten Macron in Oslo ein Abkommen über grenzüberschreitenden Transport und Speicherung von CO2 unterzeichnet. Die Vereinbarung ermöglicht den Transport von CO₂ aus französischen Emissionsquellen nach Norwegen zur Speicherung unter dem Meeresboden in der Nordsee.
„Das Abkommen ist ein Durchbruch für die europäische Klimazusammenarbeit. Es zeigt, wie wir gemeinsam praktische Lösungen finden können, um Emissionen zu senken und die Zukunft der Industrie in einer emissionsarmen Gesellschaft zu sichern“, sagt Energieminister Terje Aasland.
Frankreich hat kürzlich in seiner Nationalversammlung die notwendigen Gesetzesänderungen verabschiedet, um den grenzüberschreitenden Transport von Kohlendioxid zu ermöglichen. Im Einklang mit dem Londoner Protokoll und den EU-Vorschriften zur CO₂-Speicherung und zum Emissionshandel (ETS) kann Kohlendioxid künftig aus französischen Industriestädten wie Le Havre, Dünkirchen und Saint-Nazaire zur Speicherung auf dem norwegischen Kontinentalschelf transportiert werden, teilt die Regierung mit. Das Abkommen basiert auf einer Absichtserklärung zwischen Norwegen und Frankreich aus dem Jahr 2022 und ist Teil der grünen Industriepartnerschaft zwischen den beiden Ländern.
Das norwegische Energieministerium hat bisher zwölf Explorationsgenehmigungen und eine Fördergenehmigung (Northern Lights) für die CO₂-Speicherung auf dem norwegischen Kontinentalschelf erteilt.
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