Oslo, 30. September 2026. Das Ministerium für Klima und Umwelt genehmigt den Antrag von Engebø Rutile und Garnet AS auf die Ablagerung von Abfällen im Førdefjord für die nächsten drei Jahre. Gleichzeitig setzt das Ministerium die vom Obersten Gerichtshof für ungültig erklärten Entscheidungen nach dem Umweltverschmutzungsgesetz aus.
Oslo, 24. Juni 2026. In der vergangenen Woche hat der Oberste Gerichtshof in Oslo in einem Urteil die Genehmigung der Regierung zur Einleitung von Abraum des Bergbauunternehmens Engebø Rutile and Garnet AS in den Førdefjord als rechtswidrig befunden. Daraufhin hat das Bergbauunternehmen, eine Tochter der Nordic Mining ASA, beim norwegischen Ministerium für Klima und Umwelt einen Antrag auf eine befristete Einleitungsgenehmigung gestellt. Dabei handelt es sich um eine dreijährige Genehmigung zur Einleitung von Bergbauabfällen in den Førdefjord gemäß dem Umweltverschmutzungsgesetz, nicht gemäß der Wasserrichtlinie, gegen die die Regierung mit der Genehmigung verstoßen hatte. Die Umweltverbände Norwegischer Naturschutzverband, Natur og Ungdom und Norske Lakseelver haben das Nordic Mining Økokrim wegen illegaler Ablagerung von Bergbauabfällen im Førdefjord angezeigt.
Oslo, 5. Februar 2026. Das Berufungsgericht Gulating hat den Versuch von Nordic Mining, Mutterunternehmen der Bergbaumine Engebø Rutile and Garnet AS, das Verfahren zur vorläufigen Ablagerung von Bergbauabfällen im Førdefjord zu stoppen, abgewiesen. Damit wird einer der größten und langwierigsten Umweltkonflikte in der norwegischen Geschichte am 23. Februar in Bergen verhandelt, erklärt die Umweltorganisation Natur og Ungdom (Natur und Jugend).
Oslo, 10. November 2025. Das Bezirksgericht Sogn og Fjordane hat die Klage der Umweltorganisationen auf ein vorläufiges Verbot der Einleitung von Bergbauabfällen in den Førdefjord abgewiesen. Außerdem wurden die Organisationen zur Zahlung der Anwaltskosten in Höhe von 2,5 Millionen Pfund (Sterling) an das Bergbauunternehmen Nordic Mining verurteilt.
Oslo, 12. August 2024. Im Januar dieses Jahres haben die Umweltorganisationen Natur og Ungdom und Naturvernforbundet vor dem Bezirksgericht Oslo eine Klage gegen die Lagerung von Bergbauabfällen des Unternehmens Norge Mining im Førdefjord verloren. Eine Berufung beim Berufungsgericht Borgarting wurde Anfang April dieses Jahres an den EFTA-Gerichtshof weitergeleitet. Jetzt haben sowohl die Europäische Kommission als auch die EFTA-Überwachungsbehörde (ESA) ihre Stellungnahmen abgegeben. Darin schließen sie sich der Sicht der Umweltorganisationen im Førdefjord-Fall an. Im Herbst wird das Verfahren vor dem EFTA-Gerichtshof beginnen. Dieses Gericht wird entscheiden, was erforderlich ist, um die Verschmutzung einer Wasserressource wie des Førdefjords zuzulassen. Das Gericht wird ein Gutachten abgeben, dem große Bedeutung beigemessen wird, wenn der Fall im nächsten Jahr vor dem Berufungsgericht behandelt wird.
Oslo, 21. September 2022. Die skandinavische Bank Nordea hat sich von ihren Anteilen am Bergbaukonzern Nordic Mining in Norwegen getrennt. Wie norwegische Medien berichten, seien Nachhaltigkeitsprobleme bei Nordic Mining der Grund für diese Entscheidung. Nordea war bis vor wenigen Tagen noch der größte Anteilseigner an dem Bergbaukonzern.