Nach dem Urteil des Obersten Gerichts: Nordic Mining stellt Antrag auf befristete Einleitungsgenehmigung von Abraum in den Førdefjord

Der Tagebau am Gipfel des Engebø-Berges und die Aufbereitungsanlage am Førdefjord. Im Mai vergangenen Jahres erfolgte die erste kommerzielle Lieferung von Granat aus dem Engebø-Projekt.©Nordic Mining

Oslo, 24. Juni 2026. In der vergangenen Woche hat der Oberste Gerichtshof in Oslo in einem Urteil die Genehmigung der Regierung zur Einleitung von Abraum des Bergbauunternehmens Engebø Rutile and Garnet AS in den Førdefjord als rechtswidrig befunden. Daraufhin hat das Bergbauunternehmen, eine Tochter der Nordic Mining ASA, beim norwegischen Ministerium für Klima und Umwelt einen Antrag auf eine befristete Einleitungsgenehmigung gestellt. Dabei handelt es sich um eine dreijährige Genehmigung zur Einleitung von Bergbauabfällen in den Førdefjord gemäß dem Umweltverschmutzungsgesetz, nicht gemäß der Wasserrichtlinie, gegen die die Regierung mit der Genehmigung verstoßen hatte. Die Umweltverbände Norwegischer Naturschutzverband, Natur og Ungdom und Norske Lakseelver haben das Nordic Mining Økokrim wegen illegaler Ablagerung von Bergbauabfällen im Førdefjord angezeigt.

In dem Antrag behauptet das Unternehmen, dass es trotz der Tatsache, dass die Anlage im Vollbetrieb 105.500 Tonnen Bergbauabfälle pro Monat bzw. 1,27 Millionen Tonnen pro Jahr ablagern kann, zu keiner Verschlechterung des Fjords kommen wird, teilt der Naturschutzverbund mit.

„Es ist völlig unerhört, dass Nordic Mining den Fjord weiter verschmutzt, nachdem der Oberste Gerichtshof die Genehmigung für ungültig erklärt hat. Sie haben bereits mit der Einleitung von Bergbauabfällen begonnen, und das ist ohne gültige Genehmigung illegal. Wir fordern nun die Achtung des Urteils des Obersten Gerichtshofs und einen sofortigen Stopp der Arbeiten. Dann kann das Unternehmen seine Zeit stattdessen für die Planung von Abbauprojekten nutzen, ohne Bergbauabfälle in den Førdefjord einzuleiten“, erklärt Truls Gulowsen, Vorsitzender des Norwegischen Naturschutzverbandes.

Sollte eine neue Genehmigung erteilt werden, sei eine ordnungsgemäße Fallprüfung erforderlich, einschließlich der Kartierung der Auswirkungen auf den Fjord und anderer relevanter Umstände, und es müsse eine umfassende Konsultationsrunde durchgeführt werden, fordern die Umweltschützer.

Im April dieses Jahres hat Engebø Rutile and Garnet einen neuen Bericht der Unternehmensberatung BDO über die Auswirkungen der Aktivitäten des Engebø-Projektes in der Einrichtungsphase und im ersten Betriebsjahres von Engebø Rutile and Garnet (ERG) veröffentlicht. Demnach hat das Projekt Engebø bereits in dieser Zeit einen großen Mehrwert sowohl für die lokale Bevölkerung als auch für die norwegische Mineralienindustrie geschaffen. Die Analyse wurde von der Wirtschaftsagentur Sunnfjord Utvikling in Auftrag gegeben.

Laden Sie hier den Bericht herunter.

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