Schlagwort: Førdefjord

Nach dem Urteil des Obersten Gerichts: Nordic Mining stellt Antrag auf befristete Einleitungsgenehmigung von Abraum in den Førdefjord

Der Tagebau am Gipfel des Engebø-Berges und die Aufbereitungsanlage am Førdefjord. Im Mai vergangenen Jahres erfolgte die erste kommerzielle Lieferung von Granat aus dem Engebø-Projekt.©Nordic Mining

Oslo, 24. Juni 2026. In der vergangenen Woche hat der Oberste Gerichtshof in Oslo in einem Urteil die Genehmigung der Regierung zur Einleitung von Abraum des Bergbauunternehmens Engebø Rutile and Garnet AS in den Førdefjord als rechtswidrig befunden. Daraufhin hat das Bergbauunternehmen, eine Tochter der Nordic Mining ASA, beim norwegischen Ministerium für Klima und Umwelt einen Antrag auf eine befristete Einleitungsgenehmigung gestellt. Dabei handelt es sich um eine dreijährige Genehmigung zur Einleitung von Bergbauabfällen in den Førdefjord gemäß dem Umweltverschmutzungsgesetz, nicht gemäß der Wasserrichtlinie, gegen die die Regierung mit der Genehmigung verstoßen hatte. Die Umweltverbände Norwegischer Naturschutzverband, Natur og Ungdom und Norske Lakseelver haben das Nordic Mining Økokrim wegen illegaler Ablagerung von Bergbauabfällen im Førdefjord angezeigt.

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Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens

ESA eröffnet erste Phase eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen Norwegen wegen illegaler Entsorgung von Bergbaumüll im Fjord

Der Vorwurf: Norwegen hat die Wasserrahmenrichtlinie der EU nicht ordnungsgemäß in norwegisches Recht umgesetzt©Simo Räsänen.

Oslo, 23. April 2026. Die EFTA-Überwachungsbehörde (ESA) hat ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Norwegen wegen der Genehmigungen für die Abraumhalde im Førdefjord und Repparfjord eingeleitet. Die Behörde wirft Norwegen vor, die Wasserrahmenrichtlinie nicht ordnungsgemäß und vollständig umgesetzt und sie auf zwei Projekte zur Entsorgung von Bergbauabfällen in Fjorden falsch angewendet zu haben. Die Ankündigung erfolgt vier Tage vor der Verhandlung über die Genehmigung für die Abraumhalde im Førdefjord vor dem norwegischen Obersten Gericht (Høyesterett) am 27. April.

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Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens

Niederlage für Umweltorganisationen: Nordic Mining darf Abfälle weiter im Førdefjord lagern

Die Umweltorganisationen Natur- und Jugend und der Naturschutzverband werden am 15. November gemeinsam mit Unterstützern eine landesweite Demonstration gegen Mülldeponien im Meer in Oslo, Førde und am Repparfjord organisieren.©Naturschutzverband

Oslo, 10. November 2025. Das Bezirksgericht Sogn og Fjordane hat die Klage der Umweltorganisationen auf ein vorläufiges Verbot der Einleitung von Bergbauabfällen in den Førdefjord abgewiesen. Außerdem wurden die Organisationen zur Zahlung der Anwaltskosten in Höhe von 2,5 Millionen Pfund (Sterling) an das Bergbauunternehmen Nordic Mining verurteilt.

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Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens

Norwegischer Staat legt Berufung gegen das Urteil in Engebø ein

Sigrid Hoddevik Losnegård, Vorsitzende von Natur und Jugend, und der Vorsitzende des Norwegischen Naturschutzbundes, Truls Gulowsen, vor dem Berufungsgericht Borgarting. Sie fordern einen sofortigen Stopp der Ablagerung im Førdefjord, bis der Fall endgültig geklärt ist.©Lovise T. Rannekleiv 

Oslo, 16. September 2025. Der Staat hat am 15. September Berufung gegen das Urteil des Berufungsgerichts im Verfahren um die Genehmigung für den Bergbau mit einer Meeresdeponie im Førdefjord eingelegt. Der Staat ist mit der Einschätzung des Berufungsgerichts nicht einverstanden und ist der Ansicht, dass das Gericht die Wasserverordnung in mehreren Punkten falsch auslegt, teilt die Regierung mit.

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Umweltverbände in Norwegen beantragen einstweilige Verfügung zum Stopp der Bergbau-Deponie im Førdefjord

Umweltverbände in Norwegen wollen verhindern, dass das Unternehmen Nordic Mining den Abraum im Fjord lagert.©Alva OT Fersund/ Natur og Ungdom

Oslo, 26. August 2025. Mitte August hatte das norwegische Berufungsgericht entsprechend einer Klage des Naturschutzverbandes und des Verbandes Natur- und Jugend die Genehmigung des Staates zur Lagerung von Abraum der Engebø-Mine im Førdefjord für ungültig erklärt. Jetzt beantragten sie gemeinsam mit anderen Umweltorganisationen beim Bezirksgericht eine einstweilige Verfügung, um dem Bergbauunternehmen Nordic Mining die Entsorgung von Bergbauabfällen im Førdefjord zu untersagen, solange das Gerichtsverfahren läuft.

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EFTA-Urteil im Streitfall Førdefjord: Wirtschaftliche Erwägungen keine Rechtfertigung für Fjordverschmutzung

Nordic Mining AS hat von der Regierung die Genehmigung erhalten, 170 Millionen Tonnen Bergbauabfälle im Førdefjorden zu entsorgen. Dagegen haben Umweltorganisation geklagt.©Wim Lassche

Luxemburg, 5. März 2025. Am 5. März erging das Urteil des EFTA-Gerichtshofs im Rechtsstreit der Umweltverbände Friends of the Earth Norway und anderer Umweltorganisationen gegen die norwegische Regierung um die Genehmigung der Ablagerung von Bergbauabfällen im Førdefjord. BusinessPortal Norwegen hat in mehreren Beiträgen darüber berichtet. Mit dem Urteil beantwortete der Gerichtshof die vom norwegischen Berufungsgericht Borgarting (Borgarting lagmannsrett) vorgelegten Fragen zur Auslegung des Begriffs des „übergeordneten öffentlichen Interesses“ in Artikel 4 Absatz 7 Buchstabe c der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Der Gerichtshof befand, dass Artikel 4 Absatz 7 Buchstabe c unter allen Umständen eine Abwägung der betroffenen Interessen verlangt, um das Vorliegen eines übergeordneten öffentlichen Interesses festzustellen. Das öffentliche Interesse müsse gegenüber dem Umweltziel, die Zustandsverschlechterung von Oberflächengewässern zu verhindern, überwiegen. Welche Faktoren bei der Feststellung des Vorliegens eines übergeordneten öffentlichen Interesses relevant sind, müsse im Einzelfall geprüft werden.

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Anhörung vor dem EFTA-Gerichtshof zur Ablagerung von Abraum im Engebøfjellet und Førdefjorden

Norwegens Regierung hat die Erlaubnis erteilt, im Førdefjorden bis zu 170 Millionen Tonnen Bergbauabfälle abzuladen. Umweltverbände klagten dagegen.©Wim Lasssche

Luxemburg, 16. Oktober 2024. Heute fand am EFTA-Gerichtshofs in Luxemburg die mündliche Anhörung im Verfahren E-13/24 statt, in dem der Norwegische Naturschutzverbund Naturvernforbundet und der Verband Natur und Jugend Natur og Ungdom gegen die norwegische Regierung, vertreten durch das Umweltministerium und das Ministerium für Industrie und Fischerei, geklagt hatten. Dabei geht es um die Rechtmäßigkeit von vier Genehmigungen, die die norwegischen Behörden dem Bergbauunternehmen Nordic Mining ASA und seiner Tochtergesellschaft Engebø Rutile and Garnet AS (vormals Nordic Rutile AS) (zusammen „Nordic Mining ASA“) erteilt haben. Sie erlaubten, eine Mine in Engebø in der Gemeinde Sunnfjord zu betreiben und unterseeische Abraumentsorgung im Førdefjord durchzuführen. Die unterseeische Abraumentsorgung werde zu einer Verschlechterung des Wasserzustands im Oberflächenwasser Førdefjorden-ytre führen, was gegen Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe a Ziffer i der Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2000 zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik verstoße, heißt es im Bericht der Anhörung. Damit betrifft der Fall die Frage, ob die von den norwegischen Behörden gewährte Ausnahme aus „Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses“ gerechtfertigt werden kann.

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Førdefjord-Fall bezüglich der Ablagerung von Bergbauabraum wird an EFTA-Gerichtshof weitergeleitet

Das Berufungsgericht Borgarting leitet die Frage, ob die Genehmigung zur Verschmutzung des Førdefjords im Widerspruch zur Wasserrichtlinie der EU steht, an den EFTA-Gerichtshof.©Wim Lasche

Oslo, 8. April 2024. Das Berufungsgericht Borgarting hat entschieden, dass die Klage der Umweltverbände Naturvernforbundet und Natur og Ungdom (Natur und Jugend) bezüglich der Ablagerung von Abraum im Førdefjord zur Prüfung an den EFTA-Gerichtshof weitergeleitet werden muss. Die Organisationen hatten am 10. Januar vor dem Bezirksgericht Oslo eine Klage gegen die Lagerung von Bergbauabfällen im Førdefjord verloren. 

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Umweltverbände verlieren Klage vor Bezirksgericht Oslo – Nordic Mining darf Bergbauabfälle im Førdefjord deponieren

Protestaktion von Umweltverbänden gegen die Lagerung von Abraum im Førdefjord©Natur og Ungdom

Oslo, 11. Januar 2024. Der norwegische Naturschutzverband Naturvernforbundet und die Umweltorganisation Natur og Ungdom (Natur und Jugend) haben am 10. Januar vor dem Bezirksgericht Oslo eine Klage gegen die Lagerung von Bergbauabfällen im Førdefjord verloren. Die Umweltorganisationen müssen außerdem 1,4 Millionen NOK für die Rechtskosten des Staates zahlen. Der Klage lagen die rechtlichen Einwänden zugrunde, dass die Genehmigungen der Regierung zur Lagerung des Abraums des Bergbauprojektes von Nordic Mining AS im Fjord auf einem falschen Verständnis der rechtlichen Umweltanforderungen des Europäischen Wirtschaftsraumes EWR; die Wasserrahmenrichtlinie und die Richtlinie über mineralische Abfälle basieren, es eine bessere Alternative gibt und die Umweltauswirkungen schwerwiegender sein würden als in den Genehmigungen vorgesehen. Alle Einwände ließ das Gericht nicht gelten. Die Anwaltskanzlei der Umweltverbände, CMS Kluge, geht davon aus, dass der Fall eine weitere Behandlung vor norwegischen Gerichten verdient. Es könnte auch relevant sein, diesen Fall weiter vor den EFTA-Gerichtshof zu bringen, teilt der Anwalt mit.

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