Deutschlands Vizekanzler Robert Habeck besucht im Januar Norwegen

Das Thema CCS nimmt nun auch in Deutschland Fahrt auf. Bei seinem Besuch in Norwegen will sich Robert Habeck im Zementwerk Norcem über die Anlage zur Abscheidung von CO2 bei der Zementherstellung informieren.©Norcem, Dag Jenssen

Oslo, 23. Dezember 2022. Der deutsche Vizekanzler Robert Habeck wird am 5. und 6. Januar 2023 Norwegen besuchen. Habeck wird unter anderem mit Norwegens Ministerpräsidenten und mehreren Ministern über die norwegisch-deutsche Industrie- und Energiekooperation sprechen, an der Jahreskonferenz des Unternehmerverbandes NHO teilnehmen und Unternehmen in Brevik und im Industriepark Herøya besuchen.

Neben einem Treffen mit Premierminister Jonas Gahr Støre, an dem auch Öl- und Energieminister Terje Aasland, Industrieminister Jan Christian Vestre und Klima- und Umweltminister Espen Barth Eide teilnehmen, wird Robert Habeck bilaterale Gespräche mit den Fachministern führen. Thema des Treffens mit dem norwegischen Energieminister ist die Stärkung der Zusammenarbeit im Energiebereich mit den Schwerpunkten Energiesicherheit, Wasserstoff und CCS. In einem Gespräch mit Industrieminister Jan Christian Vestre geht es um grüne Industrie, Batterien, Rohstoffe und die Luft- und Raumfahrtindustrie. Habeck und Vestre nehmen auch an einer Konferenz mit norwegischen und deutschen Unternehmen in der Norwegisch-Deutschen Handelskammer teil. Auch mit Umweltminister Espen Barth Eide wird sich Robert Habeck zu einem Gespräch treffen.

Bei seinem Besuch bei dem Zementhersteller Norcem in Brevik, Tochter des deutschen Zementherstellers HeidelbergCement, will sich Habeck über die laufenden Arbeiten zur CO2-Abscheidung informieren. Inzwischen sind in der Fabrik die Konturen der neuen CO2-Abscheidungsanlage zu erkennen. Nach rund zwei Jahren Abbruch- und Gründungsarbeiten hat das Unternehmen mit dem Bau und der Montage der Abscheidungsanlage begonnen. Die Arbeiten werden voraussichtlich zwei Jahre dauern. Die Anlage wird jährlich 400.000 Tonnen CO2 binden, was der Hälfte der Emissionen der Zementfabrik entspricht.

„Die Tatsache, dass Deutschlands Vizekanzler nach Brevik kommt, ist eine Feder am Hut für alle, die an dem Projekt arbeiten. Das zeigt, dass unsere CO2-Abscheidungsanlage wirklich an Bekanntheit gewinnt. Darauf, dass uns das gelungen ist, dürfen wir stolz sein und freuen uns auf den Besuch“, sagt Per Brevik, zuständig für den Kontakt mit Behörden.

Im Industriepark Herøya besucht Habeck das Wasserstoffunternehmen NEL ASA. Die Fabrik produziert Elektrolyseure für die Produktion von grünem Wasserstoff.

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