Oslo, 6. Februar 2026. Norwegen wird von der EU immer wieder aufgefordert, Rechtsakte der EU zügiger in das EWR-Abkommen zu integrieren. Während der Sitzung des EWR-Ausschusses (Europäischer Wirtschaftsraum) in Brüssel wurden jetzt 88 Rechtsakte in das EWR-Abkommen aufgenommen. Wie die norwegische Regierung mitteilt, betreffen die meisten dieser Rechtsakte den Lebensmittelsektor und legen Höchstwerte für Schadstoffe in Lebensmitteln fest, darunter auch Cadmium in Zwiebeln. Auch im Finanzbereich, im Transportwesen, im Chemiesektor und im Tierfuttersektor wurden mehrere Rechtsakte aufgenommen. Keiner der am 6. Februar 2026 in Kraft getretenen Rechtsakte erfordert Gesetzes- oder Haushaltsänderungen in Norwegen. Einige der Rechtsakte werden jedoch Änderungen der norwegischen Vorschriften notwendig machen. 600 Rechtsakte befinden sich noch immer im Bearbeitungsrückstand, das heißt, sie sind in der EU in Kraft getreten, aber noch nicht in das EWR-Abkommen aufgenommen.
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Brüssel, 5. Dezember 2025. Der EWR-Ausschuss, dem Norwegen, Island, Liechtenstein und die EU angehören, hat am 5. Dezember 142 Rechtsakte in das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum EWR aufgenommen. Das EWR-Abkommen gewährleistet, dass norwegische Unternehmen und Bürger im EU-Binnenmarkt die gleichen Bedingungen genießen wie Unternehmen und Bürger aus den EU-Mitgliedstaaten. Voraussetzung für die Teilnahme Norwegens am Binnenmarkt ist, dass EU-Vorschriften, die den Binnenmarkt betreffen, kontinuierlich in das EWR-Abkommen aufgenommen werden. Der Ausschuss tagt in der Regel achtmal jährlich in Brüssel. Norwegens EU-Delegation in Brüssel vertritt Norwegen im Ausschuss.
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EU-Kommissarin Kadri Simson stellte auf einer Pressekonferenz den Bericht zur Lage der Energieunion 2024 vor.©Screenshot/EU-Kommission
Brüssel, 11. September 2024. Die EU-Energiekommissarin Kadri Simson fordert erneut, dass Norwegen und die anderen EWR-Staaten die zweite EU-Richtlinie für erneuerbare Energien (RED2) umsetzen. „Es sei dringend“, betonte Simson am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Brüssel. Bereits im März sollten Norwegen und die anderen EWR-Ländern Island und Liechtenstein die Richtlinie in nationales Recht umgesetzt haben. Sie sind Teil des sogenannten Clean Energy-Pakets von 2018. Diese Frist wurde nicht eingehalten.
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Brüssel, 22. März 2024. Die EU und Norwegen haben ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet, mit dem eine strategische Partnerschaft zur Entwicklung nachhaltiger landbasierter Rohstoff- und Batteriewertschöpfungsketten ins Leben gerufen wird. Die Industriepartnerschaft ist Teil der Grünen Allianz, die Norwegen und die EU im vergangenen Jahr geschlossen haben und die das EWR-Abkommen ergänzt. Mit dem jetzt unterzeichneten Abkommen kann Norwegen auch das Batterieproblem mit dem Vereinigten Königreich im Rahmen der Batterie-Wertschöpfungskette als Kooperationsbereich mit der EU lösen. Die Vorschriften Großbritanniens sehen einen Zoll von zehn Prozent auf Elektroautos vor, die zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich gehandelt werden und deren Batterien ihren Ursprung außerhalb der EU und des Vereinigten Königreichs haben. Dank der Industriepartnerschaft kann Norwegen nun an den Ministertreffen der European Battery Alliance teilnehmen, wo diese Frage verhandelt wird.
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