
Oslo, 3. April 2025. Wird in Deutschland über die norwegische Lachszucht berichtet, geht es in der Regel um die hohe Sterblichkeitsrate der Fische und den Befall von Lachsläusen. Tatsächlich hat die Aquakultur mit diesen Problemen zu kämpfen. Wer einen tieferen Einblick in die Branche erhalten möchte, kann sich in Norwegen in 30 Besucherzentren über das Leben der gezüchteten Fische von seiner Geburt an bis zur Schlachtung informieren. Über eine halbe Million Personen besuchten im vergangenen Jahr die Ausstellungen. Angeboten werden auch Fahrten zu den Lachskäfigen im Meer. Ein vom FHF (Fisheries and Aquaculture Industry Research Fund) finanzierter und von Menon Economics erstellter Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Ausstellungszentren den Zweck des Programms, das Wissen der Menschen über Aquakultur zu stärken, erfolgreich erfüllen.

„Der Erfolg der Ausstellungszentren hängt maßgeblich davon ab, wie viele Menschen sie erreichen und wie gut sie Einblicke in die Branche vermitteln. Angesichts der guten Besucherzahlen und der insgesamt hohen Qualität der Präsentation sind wir der Meinung, dass die Besucherzentren ein großer Erfolg sind“, sagt Projektmanager Oddbjørn Grønvik von Menon Economics. Bei ihrer Arbeit an dem Bericht haben sie das Wissenschaftszentrum VilVite in Bergen mit einbezogen.
Der Fokus der Zentren liegt auf den Themen Biologie sowie Umwelt und Nachhaltigkeit. Die Zentren würden offen über die erheblichen Umweltprobleme sprechen, vor denen die Aquakultur steht. Gleichzeitig vermittelten sie einen breiten Optimismus hinsichtlich der Technologie. Sie weisen darauf hin, dass an verschiedenen Herausforderungen gearbeitet wird und Probleme in der Zukunft gelöst werden können, heißt es in dem Bericht.
Zu den Besuchern gehören vor allem Schulklassen. Aber auch Touristen haben die Möglichkeit, in den Besucherzentren mehr über die Aufzucht zu erfahren. Einige bieten Fahrten zu den Käfigen in den Fjorden an.

Finden Sie hier Informationen über die einzelnen Produktionsstätten.
