Weitere Sulfidlagerstätte „Gygra“ auf dem norwegischen Festlandsockel entdeckt

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Bildschirmfoto-2025-04-02-um-17.16.25.png
Die Lagerstätte „Gygra“ liegt 2.800 Meter unter dem Meeresspiegel.©Zentrum für Tiefseeforschung UiB

Oslo, 2. April 2025. Das Zentrum für Tiefseeforschung der Universität Bergen (UiB) und die norwegische Offshore-Direktion Sokkeldirektoratet haben im Rahmen einer umfassenden Untersuchung im Gebiet rund um die zuvor nachgewiesene Sulfidlagerstätte „Jøtul“ auf dem Knipovich-Rücken westlich von Spitzbergen eine neue Sulfidlagerstätte entdeckt. „Gygra“ liegt etwas mehr als einen Kilometer südöstlich von „Jøtul“. Die Lagerstätte „Gygra“ befindet sich 2.800 Meter unter dem Meeresspiegel.

„Bei einer Expedition entlang des Knipovich-Rückens im Dezember 2024 wurde eine Sulfidprobe entnommen. Im März dieses Jahres wurden weitere Kartierungen des Gebiets durchgeführt und wir sind nun sicher, dass wir ein neues Sulfidvorkommen entdeckt haben“, sagt Hilde Braut, stellvertretende Direktorin für neue Industrien in der norwegischen Offshore-Direktion.

Beide Expeditionen wurden vom Forschungsschiff „RV Kronprins Haakon“ durchgeführt . Die Expedition zur Entnahme der Sulfidprobe erfolgte im Rahmen der wissenschaftlichen Erkundungslizenz 905/2024. Die Expedition zur Bestätigung des Sulfidvorkommens „Gygra“ sei Teil der wissenschaftlichen Erkundungslizenz 911/2025, teilt die Offshore-Direktion mit. Ziel der Untersuchungen war es, zusätzliche Erkenntnisse über die Tiefsee zu gewinnen. Dabei wurden sowohl geologische als auch ökologische Daten gesammelt.

Die Lagerstätte befindet sich im Gebiet rund um die zuvor nachgewiesene Sulfidlagerstätte „Jøtul“ auf dem Knipovich-Rücken westlich von Spitzbergen.©Sokkeldirektoratet

Bei beiden Expeditionen wurden mit dem Greifer des ferngesteuerten Fahrzeugs (ROV) Ægir 6.000 geologische Proben von „Gygra“ entnommen, bei der Abgrenzungsexpedition 53 Proben. Alle Proben wurden per Video in HD-Qualität oder in einer höheren Auflösung dokumentiert.

Bisher wurde das gesammelte Material lediglich an Bord des Schiffes mittels tragbarer 
Röntgenfluoreszenz-RF-Analyse (XRF) analysiert. Diese Analysen ergaben, dass das Material zwischen zwei und 30 Prozent Kupfer enthält. Das Vorkommen des Minerals Atacamit bestätigt einen hohen Kupfergehalt, heißt es in einer Pressemitteilung des Sokkeldirektorates.

Finden Sie hier weitere Informationen.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Eine Fahrt mit dem Arctic Train auf der nördlichsten Bahn Norwegens