Norwegischer Ölfonds erwirbt weitere Immobilien in Berlin und Paris

Der norwegische Ölfonds erwirbt 65 Prozent an der Büro- und Einzelhandelsimmobilie in der Voltairstraße 8-10 in Berlin.©ABG Real Estate

Oslo, 9. September 2022. Norges Bank Investment Management, NBIM, Verwalter des norwegischen Ölfonds Government Pension Fund Global, hat am 8. September eine Vereinbarung zum Kauf einer 65-prozentigen Beteiligung an der Büro- und Einzelhandelsimmobilie in der Voltairstraße 8-10 in Berlin und einer Büroimmobilie im Boulevard Haussmann 86 in Paris unterzeichnet. Die Verträge werden voraussichtlich im Februar 2023 für die Voltairstraße 8-10 in Berlin und im Dezember 2022 für den 86 Boulevard Haussmann in Paris geschlossen. Beide Investitionen werden gemeinsam mit der Swiss Life-Gruppe getätigt. In Berlin besitzt der norwegische Ölfonds bereits das Axel-Springer Haus und ist am Kranzler Eck Berlin, Kurfürstendamm 19-24, sowie mehreren Wohn- und Geschäftshäusern beteiligt.

Norges Bank Investment Management zahlt für den 65-prozentigen Anteil ds VoltAir genannten Komplexes in Berlin 297 Millionen Euro. Die Immobilie habe einen Wert von 457 Millionen Euro, teilt NBIM mit. Verkäufer des Gebäudekomplexes sind ABG Real Estate und Gaedeke & Sons. Das Objekt umfasst rund 30.000 Quadratmeter Büro- und Einzelhandelsfläche.

Für 141 Millionen Euro erwirbt NBIM den 65-prozentigen Bürogebäude in Paris. Die Immobilie hat einen Wert von 217 Millionen Euro. Verkäufer dieses Gebäudes sind Swiss Life Assurance et Patrimoine, Swiss Life Prevoyance et Santé und Swiss Life Assurances de Biens. Das Objekt umfasst rund 11.000 Quadratmeter Bürofläche.

Illustration des VoltAir in Berlin©ABG Real Estate

Keine der Liegenschaften ist mit Schulden belastet, und die Transaktionen werden nicht finanziert. Die verbleibenden 35 Prozent der Liegenschaften werden der Swiss Life-Gruppe gehören. Swiss Life Asset Managers übernimmt die Bewirtschaftung der Gebäude.

Das noch im Bau befindliche VoltAir steht am Businessstandort Berlin Mitte (Alexanderstraße, Voltairestraße, Dircksenstraße). Jüngste Mieter sind ein führendes deutsches Biotechnologie-Unternehmen, das im VoltAir seine Repräsentanz in der Bundeshauptstadt etablieren will, und der Musikverlag Hal Leonhard, teilt die ABG Real Estate Group mit. Zuvor hätten sich die Digitalbank N26, die im VoltAir ihr Deutschland-Headquarter ansiedeln will, sowie die Unternehmen Seven Senders und TomTom einen Platz im VoltAir Berlin gesichert.

Weiter teilt NBIM mit, dass sich der Ölfonds von den Aktien von neun Unternehmen trennt, die sich gegenwärtig in seinem Besitz befinden. Dazu gehören die Cannabis-Unternehmen Aurora Cannabis, Canopy Growth, Cronos Group und Tilray Brands. Hintergrund ist die Regelung, dass der Fonds nicht in Unternehmen investieren darf, „die Cannabis für Rauschzwecke herstellen“. Außerdem zieht er sich aus den Tabakproduzenten Scandinavian Tobacco Group, Eastern CO und Hanjaya Mandala Sampoerna zurück.

Von den Firmen NHPC Ltd und Young Poong Corp trennt sich der Fonds ebenfalls. Hier spricht der Vorstand von einem „nicht hinnehmbaren Risiko, dass die Unternehmen zu schweren Umweltschäden beitragen“.

Die Entscheidung Vorstand der Norges Bank zum Rückzug aus diesen Unternehmen beruht auf Beschlüssen des Ethikrates.

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