Norwegischer Aluminiumkonzern Norsk Hydro legt in Ungarn Grundstein für neue Aluminium-Recyclinganlage

Die neue Recyclinganlage wird neben dem derzeitigen Hydro-Fabrikgebäuden in Szekesfehervar errichtet.©Norsk Hydro

Szekesfehervar, 1. September 2022. Der norwegische Aluminiumkonzern Norsk Hydro ASA baut in Ungarn eine neue Aluminiumrecyclinganlage. An der Grundsteinlegung am 1. September nahm unter anderen Hilde Merete Aasheim, Präsidentin und CEO von Norsk Hydro, teil. Die neue Anlage im ungarischen in Szekesfehervar wird eine Jahreskapazität von 90.000 Tonnen haben. Die Produktion soll im ersten Quartal 2024 starten. Die Gesamtinvestition soll rund 88 Millionen Euro betragen. 80 neue Arbeitsplätze werden schaffen.

Das neue Werk wird neben der Hydro Extrusion Hungary Kft., ein Tochterunternehmen von Norsk Hydro, entstehen. Es soll fortschrittliche Legierungen für Strangpressteile produzieren, die im Premium-Automobilsegment verwendet werden. Mit nur fünf Prozent der ursprünglich zur Herstellung des Metalls benötigten Energie biete die Anlage den Kunden auch die Möglichkeit, den Kreislauf zu schließen, indem sie sowohl Produktionsschrott als auch Post-Consumer-Schrott zurücknimmt, der zu neuen Produkten recycelt wird, heißt es in einer Pressemitteilung.

Teilnehmer an der Grundsteinlegung des neuen Aluminium-Receycling-Werkes von Norsk Hydr, v.r.: Mauro Spizzo, Vice President, Hydro Extrusions EAST; PaulAarton –Executive Vice President, Hydro Extrusions; Tamás Vargha, Mitglied des Stadtparlaments von Székesfehérvár; stellvertretender Verteidiungsminister; András Cser-Palkovics, Bürgermeister von Székesfehérvár; Hilde Merete Aasheim, Präsidentin und CEO, NorskHydro ASA; Frank IEPEMAIepemal, Geschäftsführer, Hydro Extrusion Hungary©Peter LUGOSI)

„Recyceltes Aluminium gewinnt in der Extrusionsindustrie immer mehr an Bedeutung. Diese neue Anlage ist eine wichtige Investition in eine umweltfreundlichere Zukunft und wird die Position von Hydro als führender Anbieter von hochwertigem, kohlenstoffarmem Aluminium in einem Markt stärken, in dem die Nachfrage nach umweltfreundlicherem Aluminium steigt“, sagt CEO Aasheim.

Das ungarische Strangpresswerk (Extrusion-Werk) bediene hauptsächlich Automobilkunden, und die Fähigkeit, „geschlossene Kreisläufe“ anzubieten, helfe Automobilherstellern und Kunden aus anderen Branchen, den CO2-Fußabdruck ihrer Produkte zu reduzieren. Beim Closed-Loop-Recycling werden Materialien verwendet und wiederverwendet, die ohne Qualitätsverlust und mit weniger Energie oder Ressourcen kontinuierlich recycelt werden können. Hier steche Aluminium hervor.

In einem geschlossenen Kreislauf werden Produktionsabfälle gesammelt und von den Herstellern direkt an die Recyclinganlage zurückgeschickt. Durch den Recyclingbetrieb neben der Extrusionsanlage sollen ein Transportweg eingespart, die Lieferkette optimiert und der Abfall auf ein Minimum beschränkt werden. Das recycelte Aluminium geht direkt zurück in die Produktion der Autokomponenten.

Beim Prozess des Umschmelzen entsteht Hydro RESTORE-Produkte, die lokal aus einer Kombination von recyceltem Pre-Consumer-Schrott, recyceltem Post-Consumer-Schrott und Primäraluminium hergestellt werden. Sobald der Schrott gesammelt ist, wird er geschmolzen, in der Recyclinganlage zu einem neuen Knüppel gegossen und als Ausgangsmaterial zur Verwendung in neuen Produkten zurückgeführt.

Hydro Extrusions ist ein weltweit führendes Aluminium-Strangpress-Unternehmen mit rund 100 Produktionsstätten in 40 Ländern und 21.000 Mitarbeitern. Hydro Extrusion Hungary ist Hydros größtes und modernstes Extrusionswerk in Europa mit sechs Aluminiumpressen, mehreren Oberflächenbehandlungstechnologien und über 300 Fertigungsmaschinen.

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