Statusbericht der norwegischen Umweltbehörde: Es ist schlimm um den Oslofjord bestellt

Emissionsminderungen, die reduzierte Bebauung der Strandzone und ein restriktives Fischereimanagement sind notwendig, um den Oslofjord wieder gesund zu machen.©BPN

Oslo, 5. September 2022. Der Oslofjord befindet sich in einem schlechten Zustand. Es wird viel Zeit und Mühe kosten, ihn wieder gesund zu machen. Zu diesem Schluss kommt der erste Statusbericht für die Arbeiten zur Verbesserung des Umweltzustands, den die norwegische Umweltbehörde am 5. September vorgelegt hat. Es klaffe eine große Lücke zwischen dem aktuellen Stand der Dinge und den ehrgeizigen Umweltzielen, die sich das Storting gesetzt hat und an denen alle Branchen festhalten müssen, heißt es im Bericht. Insbesondere setze die Landwirtschaft mit Einleitungen in den Fjord der Wasserqualität zu.

Es sei wichtig, zu diesem Zeitpunkt wirksame Maßnahmen zu priorisieren, die im direkten Zusammenhang mit der Verbesserung des Umweltzustands des Fjords stehen. Dies gelte insbesondere für die Emissionsminderungen, die reduzierte Bebauung der Strandzone und ein restriktives Fischereimanagement.

„Der Meeresspiegel hat lange verborgen, wie schlimm es um den Oslofjord bestellt ist. Eine breite Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg, zwischen Ministerien sowie zwischen Staat und Kommune und dem öffentlichen und privaten Sektor ist der Schlüssel zum Erfolg unserer gemeinsamen Bemühungen für den Oslofjord. Der Zustand der Umwelt im Oslofjord ist ein sehr wichtiges Thema für die Regierung“, sagt Klima- und Umweltminister Espen Barth Eide auf einer Ratssitzung des Oslofjordrates, an der vier Ministerien teilnehmen. Der Oslofjordrat besteht aus Vertretern der Kommunen und Bezirksräte rund um den Fjord. Ihm gehören Bürgermeister von Küsten- und Binnengemeinden von beiden Seiten des Fjords an. Auch staatliche Vertreter und Vertreter des Outdoor Council des Oslo Council nehmen teil. In diesem Jahr wird der Rat um sieben Ratsmitglieder aus der Region Oslo erweitert, die sowohl Küsten- als auch Binnengemeinden vertreten.

Der Bericht weist auf einige der wichtigsten Maßnahmen hin, die zur Rettung des Oslofjords erforderlich sind. Unter anderem bedürfe es einer strengeren Durchsetzung der Auflagen zur Abwassereinleitung und Überwachung sowie einer Untersuchung zur Stickstoffreinigung, der Auflagen folgen. Die Herausforderungen mit dem Abfluss aus der Landwirtschaft rund um den Fjord seien groß, und es bestehe noch Bedarf an Maßnahmen, um wichtige Arten wie den Küstenkabeljau zu schützen. 

2019 wurde Küstenkabeljau geschützt. Die Fischereidirektion wird dem Fischerei- und Meeresminister noch im Herbst eine professionelle Bewertung zur Einhaltung der Fischereivorschriften im Oslofjord vorlegen. Das Programm mit Hummerschutzgebieten, Bedingungen rund um die Schleppnetzfischerei und möglichen Schutzzonen soll ebenfalls bewertet werden.

Finden Sie hier den Bericht (in norwegischer Sprache).

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