Vier Standorte in Norwegen für Batteriefabrik von Equinor, Hydro und Panasonic in der engeren Wahl

Tiril Fjeld, General Manager des Haugaland Business Park (Mitte), freut sich mit Vertretern der Gemeinden, zu denen der Industriepark gehört, dass der Standort in die engere Wahl für den Bau der Batteriefabrik gekommen ist.©Haugaland Business Park

Oslo, 25. August 2021. Die Unternehmen Equinor, Hydro und Panasonic, die im vergangenen Dezember eine strategische Partnerschaft zum Bau einer Batteriefabrik eingegangen sind, haben jetzt vier Standorte in Norwegen für die Produktion ausgewählt. Allerdings sei auch eine Fabrik im Ausland noch nicht vom Tisch, teilt Norsk Hydro mit. Wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen und Marktzugang werden für den weiteren Verlauf entscheidend sein. Das geplante Batteriewerk soll 2.000 Mitarbeiter haben. Bis 2023 soll das Gelände bebaubar sein, 2025 soll die Fabrik in Betrieb gehen.

Folgende Standorte sind in der engeren Wahl:

  • Tysvær, Rogaland, Haugaland Næringspark
  • Bamble, Vestfold und Telemark,  Frier Vest
  • Våler, Viken, Tegneby
  • Hamar und Løten, Innlandet,

„Dies sind gute Nachrichten für ganz Westnorwegen und bestätigen, dass der Haugaland Business Park einer der am besten geeigneten Standorte für eine neue grüne Industrie in Norwegen ist. Wir freuen uns, dass die drei Unternehmen die Chancen sehen, die in Gismarvik für eine solche Einrichtung liegen. Wir verfügen über 5.000 Hektar, die für solche Zwecke bestens geeignet sind, während wir reichlich Zugang zu Ökostrom, vorhandener Infrastruktur und einer einzigartigen Lage inmitten einer starken Industrieregion mit viel relevantem Know-how und Zugang zu Arbeitskräften haben“, sagt Tiril Fjeld, General Manager des Haugaland Business Park.

Der Haugaland Business Park gehört den fünf Gemeinden Tysvær, Karmøy, Haugesund, Bokn und Vindafjord.©Haugaland Business Park

Das Projekt befinde sich noch in einer frühen Phase und es wurden noch keine Investitionsentscheidungen getroffen. Der Gesamt-Business-Case bilde die Grundlage für den weiteren Verlauf des Vorhabens, heißt es in einer Pressemitteilung.

Wie norwegische Medien schreiben, könnte eine norwegische Batterieinvestition unter anderem durch das Brexit-Abkommen im Zusammenhang mit dem Risiko von Strafzöllen auf Elektroautos mit Batterien aus norwegischer Produktion zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich gefährdet sein.

Gegenwärtig gibt es mehrere norwegische Projekte zum Aufbau einer Batterieproduktion.

Das Unternehmen Morrow Batteries, hinter dem Bjørn Rune Gjelsten, Agder Energi und die Umweltorganisation Bellona stehen, hat sich für den Bau einer Produktion in Arendal entschieden.

Der Silizium-Hersteller Elkem ASA hat im Mai dieses Jahres die Pilotproduktion zur Herstellung von Batteriegraphit in Kristiansand gestartet. Eine Großanlage soll im Industriepark Herøya entstehen

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

CCUS braucht Regulierung, Infrastruktur und First Movers