
Narvik, 27. November 2025. Am 27. November weihte das schwedische Bergbauunternehmen LKAB seinen neuen Schiffsbelader im Hafen von Narvik offiziell ein. Entwickelt und geliefert wurde das Gerät von der Firma Koch Solutions GmbH in Wadgassen im Saarland, hergestellt von dem polnischen Unternehmen Stal Kom. Für den Transport wurde der Belader nach der vollständigen Montage in einzelne Teile zerlegt und per Schiff von Polen nach Narvik transportiert. An Pier 5 wurde er wieder zusammengesetzt.
Der Schiffsbelader ist Teil eines laufenden Investitionsprogramms der LKAB von fünf Milliarden SEK bis 2029. Wie LKAB mitteilt, umfasst das Programm neben dem neuen Belader automatisierte Silosysteme, neue Siebanlagen, Förderbänder, Entladestationen und ein neues Lager für Feinerze. Alle Maßnahmen sollen die Logistik zwischen Mine, Bahn und Schiff optimieren.
„Unsere Logistik ist ein Wettbewerbsvorteil. Jede Verbesserung im Hafen stärkt unsere Position auf dem Weltmarkt. Der neue Lader ist geschlossen und mit modernen Sicherheitslösungen ausgestattet, was insbesondere im Hinblick auf das Arbeitsumfeld wichtig ist. Dies sichert unsere Fähigkeit, schnell, sicher und nachhaltig zu liefern“, sagt Marit Waleniussen, CEO von LKAB Norwegen.

„Wir sehen Narvik als zentralen Bestandteil der Zukunft von LKAB. Die Eisenerzlinie und der Hafen von Narvik sind von großer wirtschaftlicher Bedeutung für Schweden und ein strategisch wichtiger Transportkorridor für ganz Europa. Es gilt nun, die Kapazität entlang der gesamten Eisenerzlinie zu erhöhen“, so Jan Moström, Präsident und CEO von LKAB.
Der eisfreie Tiefwasserhafen von Narvik ist für die Exporte von LKAB von entscheidender Bedeutung. Jährlich laufen rund 300 Schiffe den Hafen an, davon sind 200 mit LKAB-Produkten beladen. LKAB gewinnt etwa 80 Prozent des in der EU geförderten Eisenerzes. Ein Großteil davon wird per Eisenbahn über die Malmbahn auf der schwedischen Seite und die Ofotbahn auf der norwegischen Seite zum Hafen nach Narvik transportiert.

„Wir sind seit über 120 Jahren in Narvik und planen für mindestens weitere 120 Jahre. Unsere kontinuierlichen Investitionen hier senden ein klares Signal, dass wir Narvik als zentralen Bestandteil der Zukunft von LKAB sehen“, so Moström weiter.
Der alte Radlader U5 wurde 1977 in Betrieb genommen und ist zu einem Wahrzeichen von Narvik geworden. Der große Kran, der den alten Radlader trug, wurde erhalten und modernisiert, sodass der neue Belader am selben Standort aufgestellt werden konnte. Auch die alten Kranschienen aus den 1970er-Jahren wurden ersetzt.
Fakten über den Hafen und die Schiffsverladeanlage in Narvik
- Jährlich werden etwa 22 Millionen Tonnen Eisenerzprodukte von Kiruna und Svappavaara nach Narvik zum Export verschifft.
- Der Transport erfolgt über die Eisenerzlinie (Malmbanan). Täglich treffen rund zehn Zugverbände ein, die von IORE-Lokomotiven mit einer Kapazität von bis zu 8.000 Tonnen pro Zug gezogen werden.
- Die Beladung eines Schiffes dauert in der Regel 12 bis 48 Stunden, abhängig von der Größe.
- Der Hafen von Narvik ist eisfrei und ermöglicht so ganzjährige Exporte. Er ist zudem tief genug, um auch die größten Schiffe abzufertigen. Jährlich laufen 300 Schiffe den Hafen an, davon sind etwa 200 mit Produkten von LKAB beladen.
- In Narvik beschäftigt LKAB rund 200 Mitarbeiter.
- Der neue Schiffsbelader erfüllt die CE-Normen für Umwelt- und Arbeitssicherheit.
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