
Oslo, 24. April 2025. Der norwegische Staatsfonds Government Pension Fund Global erzielte im ersten Quartal 2025 eine Rendite von -0,6 Prozent. Er verlor damit 415 Milliarden Kronen. Der Wert des Fonds sank im ersten Quartal 2025 um 1.215 Milliarden NOK auf 18.526 Milliarden NOK. „Das Quartal war von großen Marktschwankungen geprägt. Aktienanlagen brachten negative Renditen, und vor allem Technologiewerte haben das Ergebnis nach unten gezogen“, sagt Fondsmanager Nicolai Tangen. Die Rendite des Fonds war um 0,16 Prozentpunkte besser als die Rendite des Benchmarkindex gewesen, was 29 Milliarden NOK entspricht, teilt der Verwalter des Fonds, Norges Bank Investment Management, mit.
Die Rendite der Aktienanlagen des Fonds betrug -1,6 Prozent, die Rendite der festverzinslichen Anlagen lag bei 1,6 Prozent und die Investitionen in nicht börsennotierte Immobilien brachten eine Rendite von 2,4 Prozent. Die Rendite der nicht börsennotierten Infrastruktur für erneuerbare Energien betrug 1,2 Prozent.
Der Wechselkurs der Krone stieg im Laufe des Quartals gegenüber mehreren wichtigen Währungen. Währungsschwankungen trugen dazu bei, dass der Wert des Fonds um -879 Milliarden NOK sank. Im ersten Quartal wurden dem Fonds 78 Milliarden NOK zugeführt.

Der norwegische staatliche Pensionsfonds (Government Pension Fund) verwaltet von allen Staatsfonds weltweit das größte Vermögen, gefolgt von China Investment Corporation. Diese verwaltet mit etwa 1,3 Billionen US-Dollar ein ähnlich großes Vermögen. Neben den beiden großen Staatsfonds haben in den letzten Jahren auch die SAFE Investment Company (China), die Abu Dhabi Investment Authority (VAE) und die Kuwait Investment Authority (Kuwait) mit ihren Fonds die Marke von einer Billion US-Dollar geknackt.
Zum 31. März 2025 waren 70 Prozent des Fonds in Aktien angelegt, 27,7 Prozent in festverzinsliche Wertpapiere, 1,9 Prozent in nicht börsennotierte Immobilien und 0,4 Prozent in nicht börsennotierte Infrastruktur für erneuerbare Energien.
Der norwegische Pensionsfonds (Ölfonds) wurde ins Leben gerufen, um staatliche Einnahmen aus der Rohstoffindustrie so zu investieren, dass auch spätere Generationen vom Öl profitieren, wenn die Reserven längst versiegt sind. Der norwegischen Regierung steht es frei, jährlich bis zu drei Prozent des Fondsvolumens für gesellschaftliche Zwecke zu verwenden – aktuell wären das etwa 52 Milliarden US-Dollar.
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