Norwegen kauft 54 neue Leopard 2-Panzer in Deutschland

Finanzminister Trygve Slagsvold Vedum, Premierminister Jonas Gahr Støre und Verteidigungsminister Bjørn Arild Gram bei der Pressekonferenz im Camp Rena am 3. Februar 2023.©Asgeir Spange Brekke / Verteidigungsministerium

Oslo, 3. Februar 2023. Norwegen wird 54 Panzer des Typs Leopard 2 von der deutschen Firma Krauss-Maffei Wegmann kaufen. Für den Erwerb von weiteren 18 Panzer wurde eine Option vereinbart. Die ersten neuen Panzer sollen 2026 ausgeliefert werden. Dies sei eine klare Stärkung der norwegischen Verteidigungsfähigkeit und der nationalen Bereitschaft, erklärte Ministerpräsident Jonas Gahr Støre auf einer Pressekonferenz.

„Neue Panzer sind für die Bundeswehr von großer Bedeutung und eine wesentliche Verstärkung des Heeres. In der heutigen Sicherheitslage wird eine enge Verteidigungskooperation in Europa immer wichtiger. Durch den Kauf deutscher Panzer stellen wir sicher, dass Norwegen über denselben Panzertyp verfügt wie unsere nordischen Nachbarn und engen Verbündeten. Wir knüpfen auch engere sicherheitspolitische Beziehungen zu Deutschland, sagt Støre.

Die Panzer, über die die norwegische Armee jetzt verfügt, wurden 2001 gebraucht gekauft und stehen zum Austausch bereit. Einige Panzer wird Norwegen der Ukraine übergeben.

Die Armee habe zwei gute Kandidaten bewertet, und die Tests zeigten, dass es sich bei beiden um sehr gute, moderne Panzer handelt, die alle Anforderungen erfüllen, die an eine neue und moderne Panzerkapazität gestellt werden. Andere wichtige Faktoren bei dieser Auswahl seien ebenfalls berücksichtigt worden wie industrielle Bedingungen, bilaterale Kooperationsbedingungen, logistische Bedingungen und die Ersatzteilbeschaffung, teilt die Regierung mit.  Aufgrund einer Gesamtbewertung all dieser Bedingungen sei die Regierung zu dem Schluss gekommen, dass die deutsche Alternative mit Leopard 2 die beste für Norwegen ist.

„Deutschland ist eines unserer wichtigsten Kooperationsländer im Bereich der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik. Eine Beschaffungs- und Industriekooperation mit Deutschland baue auf und stärke eine bereits etablierte strategische Material- und Industriekooperation“, so Verteidigungsminister Bjørn Arild Gram.

Die Regierung will in erster Linie 54 Panzer kaufen, ist aber offen dafür, weitere 18 Panzer zu erwerben. Es ist geplant, die Panzer im Zeitraum 2026-2031 schrittweise einzuführen. Die Übernahme liegt innerhalb der vom Storting festgelegten Kostengrenze von 19,7 Milliarden NOK. Der Kostenrahmen umfasst mehr als den eigentlichen Kauf der Tanks. Der ausgehandelte Preis sei eine geschäftlich vertrauliche Information.

„Wir arbeiten auch an einer weiteren Investition in andere Kapazitäten für die Landstreitkräfte, wie beispielsweise Langstrecken-Präzisionsfeuer. Was die beste Einsatzfähigkeit gebe, müsse der Chef der Verteidigung zunächst in seinem Militärfachrat einschätzen, der im Frühjahr 2023 vorgestellt wird“, sagt der Verteidigungsminister.

Das norwegische Parlament Storting hat beschlossen, dass das Heer auch künftig über eine moderne Panzerkapazität als wichtiges Element in der mechanisierten Struktur verfügen wird. Der beschlossene langfristige Plan für den Verteidigungsbereich sieht eine mechanisierte Brigade mit vier Bataillonen vor, die unter anderem mit neuen Panzern ausgestattet werden.Im Storting wurde die Kostengrenze für die Beschaffung auf 19,7 Milliarden NOK im Jahr 2023 festgelegt.

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