Norwegens Regierung wird Umweltauflagen im öffentlichen Beschaffungswesen verschärfen

Klima- und Umweltminister Espen Barth-Eide und Industrieminister Jan Christian Vestre besuchen das im Bau befindliche neue Tøyenbadet in Oslo. Foto: Ministerium für Klima und Umwelt

Oslo, 8. Dezember 2022. Norwegens Regierung wird die Vorschriften verschärfen, damit die Umwelt bei allen öffentlichen Beschaffungen immer mit mindestens 30 Prozent gewichtet wird. Die Wirtschaft, die öffentliche Auftraggeber beliefert, fordere selbst strengere Klima- und Umweltauflagen, erklärte Wirtschaftsminister Jan Christian Vestre dazu. So könne der öffentliche Sektor die Nachfrage nach grünen Gütern und Dienstleistungen steigern.

Der öffentliche Sektor ist ein großer und wichtiger Markt für Unternehmen. Die Untersuchungen des Nationalen Rechnungshofs zur grünen Beschaffung zeigen jedoch auch, dass die öffentliche Hand ihre Kaufkraft noch viel zu wenig einsetzt, um Umweltbelastungen zu minimieren und klimafreundliche Lösungen zu fördern. Der öffentliche Sektor kaufte im vergangenen Jahr öffentliche Güter und Dienstleistungen für 650 Milliarden NOK. Wo er die Führung übernimmt, trage er sowohl dazu bei, Standards zu setzen als auch neue und nachhaltigere Industrien zu fördern. Deshalb sei es wichtig, die Vorschriften für die öffentliche Beschaffung zu verschärfen, sagt Klima- und Umweltminister Espen Barth Eide.

Die Regierung unterbreitet drei alternative Vorschläge dafür. Sie werden bis zum 8. März 2023 Gegenstand einer öffentlichen Konsultation sein. Die Anhörung findet auf der Website der Regierung statt und steht allen interessierten Parteien offen, Antworten auf die Anhörung einzureichen: Anhörungsantworten können hier elektronisch eingereicht werden.

Nach Abschluss der Konsultation prüft das Ministerium die Konsultationsantworten, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Es wird davon ausgegangen, dass eine regulatorische Änderung im Laufe des Jahres 2023 in Kraft treten kann.

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