Norwegen will Bau von Gigabyte-Batterie-Fabriken fördern

In Bergen betreibt Corvus Energy eine Fabrik zur Herstellung von Batteriesystemen für die maritime Industrie.©Corvus

Oslo, 7. Februar 2022. Norwegen will ein international wichtiger Player in der Batterieproduktion werden. Handels- und Industrieminister Jan Christian Vestre will sich dafür einsetzen, dass Gigabyte-Fabriken in Norwegen gebaut werden. Das Umsatzpotenzial in der norwegischen Batterie-Wertschöpfungskette schätzt sein Ministerium auf 90 Milliarden NOK im Jahr 2030 – größer als beispielsweise Offshore-Wind und Wasserstoff zusammen. Im Frühjahr will er eine entsprechende nationale Batteriestrategie präsentieren.

In den vergangenen Monaten wurden in Norwegen mehrere Batterie-Initiativen gegründet. Darunter befinden sich Skaland Grafitt AS und Freyr AS im Norden, Beyonder und Corvus Energy im Westen, Hydrovolt AS im Osten und Morrow Batteries AS im Süden.

„Es ist sehr wichtig, dass sich norwegische Akteure in einer nordischen und europäischen Batterie-Wertschöpfungskette positionieren. Dazu gehören der Zugang zu notwendigen Rohstoffen, die Produktion von Batteriekomponenten, die Verwendung von Batterien im Verkehr, in der Industrie und anderen Branchen sowie das Recycling von Altbatterien. Aber die Zeit drängt, wenn wir die Möglichkeit haben wollen, Marktanteile in einem schnell wachsenden Markt zu gewinnen. Deshalb müssen wir jetzt investieren“, sagt Handels- und Industrieminister Jan Christian Vestre.

Batterien seien einer von sechs Schwerpunktbereichen bei der grünen industriellen Förderung der Regierung, und Norwegen habe starke Voraussetzungen für den Erfolg entlang der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette. Vestre geht davon aus, dass die Produktion von Batteriezellen in großem Maßstab in Norwegen ermöglicht werden müsse.

Die Regierung will Rahmenbedingungen schaffen, die es der Geschäftswelt ermöglichen, international wettbewerbsfähig zu sein und eine vollständige Wertschöpfungskette für die norwegische Batterieindustrie entwickeln. Die Initiativen sollen attraktiv genug sein, um privates Kapital anzuziehen, das für die Errichtung von Fabriken in Norwegen benötigt wird. Die norwegische Regierung will laut Vestre für die Entwicklung der Fabriken Land, Zugang zu Strom, Ausbildung der richtigen Leute, Exportfinanzierungsprogramme, wettbewerbsfähige Subventionsprogramme und aktive Nutzung des Staatseigentums bereitstellen.

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