Northern Lights und Borg CO2 starten Zusammenarbeit zur CO2-Abscheidung und -speicherung in der Region Fredrikstad

Neben dem Zementunternehmen Norcem und der Abfallaufbereitungsanlage Fortum Oslo Varme will sich nun auch ein Industriecluster in der Region Fredriksstad am CCS-Prozess in Norwegen beteiligen.©Northern Lights

Oslo, 16. April 2021. Borg CO2, ein Gemeinschaftsprojekt von 18 norwegischen Industriepartnern und dem Hafen von Borg, und das von Equinor, Shell und Total gegründete Joint Venture Northern Lights haben ein Memorandum of Understanding (MOU) unterzeichnet, um die Machbarkeit von CO2-Abscheidungs-, Transport- und Speicherlösungen für Industriepartner in der Region Fredrikstad zu untersuchen. Borg CO2 ist als Tochtergesellschaft des Borg Havn IKS registriert.
Borg CO2 entwickelt eine CCS-Lösung (Carbon Capture and Storage) für Emissionen aus Industrieanlagen in Fredrikstad, Sarpsborg und Halden. Das Industriecluster beschäftigt 1.400 Mitarbeiter und ist für die Emission von fast 700.000 Tonnen CO2 pro Jahr verantwortlich. Ziel ist es, bis zu 90 Prozent der Gesamtemissionen oder rund 630.000 Tonnen pro Jahr zu erfassen und zu speichern.

Die 18 Industriepartner, die sich an der Machbarkeitsstudie beteiligen, kommen aus den Bereichen Prozessindustrie, Abfallwirtschaft, Logistik, Energie, Technologieanbieter und Wissenschaft. Es wird von CLIMIT unterstützt, einem norwegischen Programm für Forschung, Entwicklung und Erprobung von CCS-Technologien. Bei den beteiligten Unternehmen handelt es sich um Borg Havn, FREVAR KF, NORSUS, Kvitebjørn Bio-El, Fortum Oslo Varme, EGE Oslo, Stormkast Utvikling, Equinor, IFE, CO2-Kapsol, Borregaard, Acinor, Kompaktkohlenstoffabscheidung, Biobe, Norske Skog Saugbrugs, Østfor Energie.

Im Hafen von Borg soll ein CO2-Ladeterminal errichtet werden, zu dem aufgefangenes CO2 transportiert wird. Von Borg aus soll das CO2 an Bord eines von Northern Lights betriebenen Schiffes zum Zwischenlagerterminal in Øygarden an der norwegischen Westküste transportiert werden. In Øygarde das CO2 in eine einhundert Kilometer lange Pipeline injiziert und in einem Reservoir 2,6 Kilometer unterhalb des Meeresbodens dauerhaft gespeichert, so die Pläne von Northern Lights.

„Diese Zusammenarbeit mit Northern Lights ist wichtig für die Entwicklung von Lösungen zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung in der Region. Ohne die Pionierarbeit von Northern Lights bei der Schaffung eines Open-Source-Speichers von Drittanbietern wäre eine Kohlenstoffabscheidung in unserer Region nicht möglich“, sagte Tore Lundestad, Geschäftsführer von Borg CO2 und Hafenmeister für den Hafen von Borg.

Das CO2-Abscheidungspozential für das gemeinsame Proejkt mit Borg CO2 betrage 630.000 Tonnen CO2 pro Jahr aus fünf regionalen Industriequellen, teilt Northern Lights mit.

Finden Sie hier weitere Informationen zu Northern Lights und zum CCS-Projekt in Norwegen.

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