Entwicklungsplan für CO2-Transport und -Speicherung in Norwegen genehmigt

Laut dem jetzt genehmigten Entwicklungsplan für das Northern-Lights-Projekt wird CO2 per Schiff nach Øygarden transportiert und dann per Pipeline zum endgültigen Speicherplatz befördert.©Nordlights

Oslo, 9. März 2021. Das Ministerium für Erdöl und Energie hat den Entwicklungsplan für das Projekt Northern Lights genehmigt, das für den Transport und die Speicherung von CO2 unter dem Meeresboden beim sogenannten Langskip-Projekt zuständig sein wird. Die jüngsten Vereinbarungen über staatliche Beihilfen für die Unternehmen wurden in der vergangenen Woche unterzeichnet. Gleichzeitig gründeten die Partner von Northern-Lights Equinor, Norske Shell und Total E & P Norge das Joint Venture Northern Lights JV DA, an das die Vereinbarung übertragen wird, sobald das Unternehmen die Registrierung als Lizenzinhaber im norwegischen Festlandsockel erhalten hat. Ab diesem Zeitpunkt wird auch die Nutzungslizenz EL001 übertragen.

Im Entwicklungsplan wird die Gesamtinvestitionen auf knapp sechs Milliarden NOK geschätzt. Die jährliche Betriebskosten betragen ca. 370 Millionen NOK. Der genehmigte Plan nennt eine Kapazität zur Speicherung von 1,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr und eine geplante Betriebsdauer von 25 Jahren. 

Das Lager ist so geplant, dass mehr CO2 gespeichert werden kann, als durch das Langskip-Projekt erfasst wird. Der genehmigte Entwicklungsplan enthält eine Injektionsbohrung. Eine mögliche zusätzliche Injektionsbohrung sowie eine mögliche zukünftige Phase zwei für das Speicherprojekt erfordern eine neue behördliche Genehmigung.

Der Weg des CO2 von der Industrieanlage bis zum Unterwasser-Speicher.©Equinor ASA

Anlandeplatz für das CO2 ist die Gemeinde Øygarden, in der die Bauarbeiten für das Empfangsterminal bereits gestartet wurden. Das in Norwegen oder anderen europäischen Ländern abgeschiedene CO2 wird auf Schiffen nach Øygarden transportiert und dort vorübergehend gespeichert, bevor es über eine Pipeline zum Speicherort auf dem Festlandsockel geleitet wird. Am Speicherort wird CO2 zur dauerhaften Lagerung in ein dichtes Reservoir 2.600 Meter unter dem Meeresboden abgepumpt. Das Reservoir befindet sich in der Nutzungsgenehmigung 001 im nördlichen Teil der Nordsee, südwestlich des Trollfeldes und östlich des Oseberg Feld.

Wie Norwegens Energieministerin Tina Bru mitteilt, habe Northern Lights bereits Absichtserklärungen mit acht Unternehmen abgeschlossen, die die Dienste des Unternehmens in Anspruch nehmen und abgeschiedenes CO2 unter dem Meer lagern wollen. An dem Projekt ist unter anderem Norcem beteiligt, die Tochter des deutschen Zementherstellers Heidelberg Cement. Heidelberg Cement erwägt derzeit die Möglichkeit eines Projekts in der Zementfabrik auf Gotland in Schweden, in der gegenwärtig fast viermal so viel CO2 anfällt wie bei Norcem.

Lesen Sie hier mehr über die CO2-Speicherung auf dem norwegischen Festlandsockel.

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