Microsoft und Equinor kooperieren beim CCS-Projekt Northern Lights in Norwegen

Irene Rummelhoff, Equinor’s Vizepräsidentin für Marketing, Midstream and Processing (MMP), und Microsoft-Präsident Brad Smith während der digitalen Unterzeichnungszeremonie ©Ole Jørgen Bratland

Oslo, 14. Oktober 2020. Der amerikanische Technologiekonzern Microsoft will Technologiepartner des CCS-Projektes (Northern Lights Carbon Capture and Storage) werden. Ein entsprechendes Memorandum of Understanding (MoU) haben Microsoft-Präsident Brad Smith und Irene Rummelhoff, Vizepräsidentin des Energiekonzerns Equinor, unterzeichnet. Equinor und die am Northern-Lights-Projekt beteiligten Partner Shell und Total wollen gemeinsam mit Microsoft untersuchen, wie das digitale Know-how von Microsoft in das Vorhaben beim Transport und der Speicherung von gebundenem CO2 integriert werden kann. Außerdem will Microsoft das CCS-Verfahren für seine eigenen Klimaziele nutzen.

„Eine der weltweiten Anforderungen ist die Notwendigkeit, neue Wege zu entwickeln, um Kohlenstoff zu binden, zu transportieren und dauerhaft zu speichern. Dies erfordert enorme Investitionen und Innovationen, einschließlich einer enormen Menge an Rechenleistung und Daten“, sagte Brad Smith. “Als Unternehmen ist Microsoft begeistert und engagiert sich für die Unterstützung vielversprechender Ansätze zur Kohlenstoffabscheidung. Unser Ziel ist es, nicht nur unsere Technologie und unser Know-how einzubringen, sondern auch zu untersuchen, wie neue Lösungen wie das Northern-Light-Projekt uns dabei helfen können, unser eigenes Kohlenstoffziel bis 2030 zu erreichen. ”

Premierministerin Erna Solberg nahm ebenfalls an der Unterezeichnung der Absichtserklärung teil.©Ole Jørgen Bratland

Equinor, Shell und Total haben im Mai 2020 eine bedingte Investitionsentscheidung für das CO2-Transport- und Speicherprojekt Northern Light getroffen. Es wird für die Schaffung eines Open-Source-Netzwerks für den Transport und die Speicherung von Kohlenstoff auf Schiffen verantwortlich sein, einschließlich der Entwicklung von Geschäftsmodellen zur Speicherung von gebundenem CO2 aus ganz Europa. Die endgültige Investitionsentscheidung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des norwegischen Parlaments, die Ende 2020 erwartet wird. Die Regierung hat einen entsprechende Empfehlung zur Unterstützung des Projektes gegeben. Die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2024 geplant.

Mit acht europäischen Unternehmen aus verschiedenen Branchen, darunter Air Liquide, Arcelor Mittal, Ervia, Fortum Oyj, der HeidelbergCement AG, Preem, Stockholm Exergi und der ETH Zürich, wurden MoUs unterzeichnet. Im Rahmen der MoUs suchen die Parteien nach Lösungen für die CO₂-Lieferung, den Transport und die Speicherung von CO2, einschließlich Logistik, CO2-Spezifikationen und Roadmap für eine mögliche Inbetriebnahme.

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