Hurtigruten Foundation bietet Förderung für lokale Initiativen

Die Beseitigung von Meeresmüll gehört zu den Förderschwerpunkten der Hrutigruten Foundation.©Hurtigruten

Hamburg, 29. April 2019. Die Hurtigruten Foundation hat 2018 Initiativen und Projekten unterstützt, die sich in den von Hurtigruten bereisten Regionen engagieren. Auch für dieses Jahr bietet die Stiftung des Reiseunternehmens wieder Förderungen an. Anträge auf Förderung können jetzt gestellt werden. Über die Hurtigruten Foundation vergibt Hurtigruten Mittel an Projekte, Gemeinden und Organisationen, die sich auf drei Ziele konzentrieren: Erhalt der weltweiten Eisbärenpopulation, Kampf gegen Meeresverschmutzung und Plastikmüll und finanzielle Unterstützung globaler und lokaler Projekte an den über 200 Orten in mehr als 30 Ländern, die Hurtigruten-Schiffe und -Gäste erkunden.

Vom Schutz der südgeorgischen Küste, Kunststoff-Recycling auf den Philippinen, dem Gemüseanbau in der Arktis, über die Ausbildung von Rettungshunden bis zur Unterstützung von lokalen Initiativen für den Erhalt der Eisbärenpopulation: Das sind nur einige der Projekte, die 2018 von der Hurtigruten Foundation gefördert wurden.

Wie das Unternehmen mitteilt, trügen die umweltbewussten Gäste von Hurtigruten dazu bei, die Gemeinden und Gebiete, in denen der weltweit führende Anbieter nachhaltiger Expeditions-Seereisen operiert, zu schützen und zu unterstützen.

„Wir haben die Hurtigruten Foundation gegründet, um sicherzustellen, dass sich unsere Gäste von morgen an den gleichen einzigartigen Erlebnissen erfreuen können wie die Gäste, die heute mit uns reisen. Wir glauben daran, dass wir durch eine enge Zusammenarbeit mit Gästen, Partnern und Organisationen etwas bewegen können – indem wir unsere operativen Auswirkungen minimieren und den positiven Beitrag, den wir für lokale Gemeinden leisten, maximieren“, sagt Hurtigruten CEO Daniel Skjeldam.

Interessenten können sich hier informieren. Stichtage für die nächste Einreichungsrunden ist der 1. November 2019.

Die Stiftung wird durch direkte Spenden und verschiedene Aktionen an Bord finanziert, darunter Auktionen, Spendensammlungen und das Programm „Green Stay“. Hier spendet Hurtigruten einen festen Betrag für jede Übernachtung, bei der dem Gästewunsch folgend die Kabine nicht gereinigt wird. Gleichzeitig werden Energie, Strom, Reinigungsmittel und Wasser gespart.

Mit minimalem Verwaltungsaufwand werden überschüssige Mittel der Hurtigruten Foundation an ausgewählte Organisationen und Projekte gespendet. Der Stiftungsrat vergibt zweimal im Jahr Mittel für lokale Initiativen in den von Hurtigruten bereisten Regionen.

Darüber hinaus organisiert die Hurtigruten Foundation Aktivitäten an Bord und an Land – z. B. aktive Wissensvermittlung, die Entnahme von Wasserproben, Überwachung von Ölverschmutzungen und andere wissenschaftliche Projekte, die darauf abzielen, den Gästen Wissen zu vermitteln und so jeden einzelnen Gast zu einem Botschafter für die bereiste Region zu machen.

In der norwegischen Kleven Werft baut Hurtigruten derzeit das weltweit erste Hybrid-Expeditionsschiff der Welt: MS Roald Amundsen wird 2019 in den Dienst gestellt, gefolgt von MS Fridtjof Nansen 2020 und einem dritten, noch namenlosen Schwesterschiff 2021. 2018 feierte Hurtigruten das 125-jährige Jubiläum mit dem Verbot aller Einweg-Kunststoffe. Eine weitere Branchenneuheit ist die Umrüstung bestehender Schiffe, um sie künftig mit großen Batteriepacks, Flüssigerdgas (LNG) und Biogas (LBG) aus organischen Abfällen wie totem Fisch zu betreiben.

2018 hat die Hurtigruten Foundation folgende Projekte unterstützt:

Das Norwegische Polarinstitut (Tromsø, Norwegen)

Der Klimawandel ist mit dem Verlust von Meereis in der Arktis deutlich und am stärksten spürbar – und stellt die größte Bedrohung für die Eisbärenpopulation dar. Bereits seit den 1960er Jahren trägt das Norwegische Polarinstitut mit seiner angesehenen Eisbärenforschung dazu bei, das Verständnis für die Erhaltung der arktischen Eisbärenpopulation zu fördern.

Polar Permaculture (Svalbard, Norwegen)

Selbstversorgung und Nachhaltigkeit sind seit jeher wichtige Elemente der Geschichte Spitzbergens. Polar Permaculture wurde 2015 von Benjamin Vidmar mit dem Ziel gegründet, nachhaltige Systeme zu schaffen, die in der lokalen Gemeinde und auch weltweit etwas bewirken.  Heute produziert Polar Permaculture in einem nachhaltigen Kreislaufsystem frisches, nahrhaftes Gemüse, „Microgreens“, Sprossen und Wachteleier. Benjamin plant zukünftig genügend Lebensmittel für die gesamte Stadt Longyearbyen anzubauen und alle organischen und biologischen Abfälle der Gemeinde zu verarbeiten.

Foreningen Grønlandske børn (Grönland)

Ein Drittel aller Kinder auf Grönland wachsen in Familien mit sozialen Problemen auf. Viele Kinder beenden die Grundschule ohne solide Grundlage für den weiteren Bildungsweg. Sie kämpfen mit der Motivation, ihren Weg im Bildungssystem zu finden. Die Organisation will das ändern und bedürftigen Kindern auf Grönland eine Zukunft sichern.   

Norwegian Rescue Dogs (Svalbard, Norwegen)

Die Norwegian Rescue Dogs sind eine freiwillige Organisation und wichtiger Bestandteil der Rettungskräfte auf Spitzbergen. Aber die Insel braucht dringend mehr trainierte Hunde und Hundeführer. Mit dem Stipendium der Hurtigruten Foundation werden sowohl die Ausbildung der Hunde und ihrer Verantwortlichen sowie ihre Ausrüstung für Lawineneinsätze sichergestellt.

Eco Pantao (Pantao, Philippinen)

Eco Panto ist ein neu gegründetes Unternehmen, das zur Lösung des Kunststoffproblems auf den Philippinen und in anderen Ländern beitragen will. Das Unternehmen schafft zudem einen Mehrwert für die lokale Gemeinschaft. Die Initiatoren kaufen sortierte Abfälle von Privathaushalten und Unternehmen auf, leiten an den ansässigen Schulen Aufräumarbeiten und Bildungsprojekte und werben für einen Bewusstseinswandel rund um das Thema Müll und Hygiene.

Challenges of Antarctica (Antarktis)

Die Schwedin Greta Jodal und die Norwegerin Kathrine Kirkevaag planen für 2019/2020 eine Expedition zum Südpol. Ziel ist es, ein gesellschaftliches Bewusstsein zu schaffen und das Wissen der Menschen für die enormen Herausforderungen des Kontinents zu erweitern. Durch ihre Expedition möchten sie die Gesellschaft dahingehend beeinflussen, ihren Beitrag zur Erhaltung der Antarktis zu leisten.

Hearts in the Ice (Spitzbergen, Norwegen)

Als erste Frauen in der Geschichte werden die Norwegerin Hilde Fålun Strøm und die Kanadierin Sunniva Sorby in der Wildnis Spitzbergens überwintern. Neun Monate lang werden die beiden Abenteurerinnen in der abgelegenen Trapperhütte „Bamsebu“ in Spitzbergen wissenschaftliches Material sammeln. Ihr Ziel ist es, das Bewusstsein für den Klimawandel zu schärfen.

The Polar Citizen Science Collective (Antarktis)

Das Polar Collective organisiert umfassende Bürgerwissenschafts-Projekte auf Schiffen. Es arbeitet eng mit wissenschaftlichen Organisationen zusammen, koordiniert teilnehmende Schiffe, entwickelt standardisierte Projektprotokolle, schult Datensammler, sammelt und verteilt Daten und stellt Feedback bereit.

Svalbard turn/Aktiv i friluft (Spitzbergen, Norwegen)

Ein in Norwegen ansässiges Künstlerduo verwandelt zusammen mit Kindern Plastikabfälle aus dem Meer in Kunst. Das Projekt hat bereits 10.000 Kinder in ganz Norwegen erreicht und soll nun nach Spitzbergen gebracht werden.

Disco Arts Festival 2019 (Oqaatsut & Ilulissat, Grönland)

Das Disco Arts Festival versteht sich als interdisziplinäre Kreativstätte für neue künstlerische Ausdrucksformen. Die Idee ist, einen Raum zu bieten für die Entwicklung neuer künstlerischer Ideen, Projekte und Kooperationen, die einem lokalen und globalen Publikum präsentiert werden. Besonderer Wert wird auf die Einbeziehung von aufstrebenden grönländischen Künstlern aus verschiedenen Bereichen gelegt. Das Festival arbeitet zudem aktiv daran, eine ausgewogene und vielfältige Gruppe von teilnehmenden Künstlern zu gewinnen.

The Plastic Crab (Averøy, Norwegen)

In Zusammenarbeit mit einem Künstler sammeln Jugendliche aus Averøy Plastikabfälle an der Küstenregion Nordmøre. Dieser Müll wird in eine große Krabbenskulptur verwandelt. Das Projekt wird von der Gemeinde Averøy und den Norwegian Scenic Routes durchgeführt. Die Kunststoffkrabbe wird in der Saison 2019/20 ausgestellt.

Ørsta Næringskontor (Urke, Norwegen)

Einrichtung eines neuen für die Öffentlichkeit zugänglichen Wanderunterstandes in Urke, am spektakulären Hjørundfjord in Westnorwegen.

Nordkapp og omegn turlag (Nordkapp, Norwegen)

Aufrechterhaltung und Pflege des Touristenpfades zum Schutz der natürlichen Umwelt.

South Georgia Heritage Trust (Südgeorgien, südlicher Atlantik)

Die Organisation setzt sich für den Erhalt und den Schutz der einheimischen Flora und Fauna ein. Zudem möchte die Stiftung auf die Zahl bedrohter Arten aufmerksam machen und bemüht sich um den Erhalt des historischen Erbes von Südgeorgien.

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