
Oslo, 29. Juli 2025. Am Berg Skarfjellt in der Gemeinde Sundal droht ein gewaltiger Erdrutsch. Zwar werde die Lawine keine Gebäude oder andere Infrastruktur erreichen, dennoch fordert die Norwegische Direktion für Wasserressourcen und Energie (NVE) Bewohner in der Umgebung und Touristen auf, das Gebiet zu meiden. Der Aufenthalt im Abflussgebiet könnte gefährlich sein, teilt die Behörde mit, die den Gebirgsabschnitt seit dem 14. Juli mit Radar überwacht. Die Gemeinde Sunndal hatte im Frühjahr und Sommer viele Steinschläge vom Berghang gemeldet. Die Einschränkungen würden nach wie vor nicht für den Wanderweg ins Innerdalen gelten.
Das Radar misst Oberflächenbewegungen am Berghang und liefert Erkenntnisse über dieses Berggebiet und über Steinschläge. Seit Beginn der Messungen wurden über 2,5 Meter Bewegung registriert.
„Die Geschwindigkeit ist über den gesamten Messzeitraum konstant und beträgt stellenweise bis zu 15 mm/h, liegt aber insgesamt unter 10 mm/h. Wir raten daher von Reisen in das Gebiet ab“, sagt Gustav Pless, Geologe in der Abteilung Felslawinenüberwachung.
Der obere Teil des instabilen Gebirges bewegt sich am schnellsten, weiter unten am Berghang nimmt die Geschwindigkeit allmählich ab.
Obwohl es im Messzeitraum immer wieder kurze Perioden mit intensiveren Niederschlägen gab, hat sich die Niederschlagsmenge nicht signifikant verändert. Am 24. Juli fielen an der Messstation Innerdalen innerhalb von etwas mehr als einer Stunde 28,9 mm Niederschlag.
Der bewegte Bereich erstreckt sich von etwa 800 bis 1.150 Metern und hat eine Fläche von etwa 120.000 Quadratmetern. Das Volumen wird auf zwei bis vier Millionen Kubikmeter geschätzt. Die Unsicherheit bezüglich des Volumens hängt unter anderem mit der Tiefe der Bewegung zusammen, teilt NVE mit.
Skarfjellenden ist ein 1.285 Meter hoher Berg an der Grenze zwischen der Kommune Rauma und der Kommune Fjord, Fylke Møre og Romsdal in Norwegen.
