
Oslo, 24. Juni 2025. Die norwegische Regierung hat am 23. Juni eine nationale Architekturstrategie „Raum für Qualität“ vorgestellt. Sie fasst die Politik und Instrumente der Regierung zusammen und soll als Grundlage für Diskussionen über architektonische Qualität genutzt werden. Ziel ist es, Wohnraum und Quartiersgestaltung so zu gestalten, dass attraktive Städte und Gemeinden entstehen, in denen Menschen leben, arbeiten und gut leben können.
Um dieses Ziel zu erreichen, nennt die Regierung fünf Hauptmaßnahmen, die Raum für Qualität schaffen:
- Verstärkte Koordinierung staatlicher Sektoren und Instrumente;
- Schaffung von Planungs- und Bauprozessen, die Qualität gewährleisten;
- Nutzung von Know-how und verschiedenen Werkzeugen für architektonische Qualität;
- Förderung von Vorbildern und innovatives Denken;
- Verbesserte Raumplanung.
Zu den neuen Maßnahmen der Regierung zur Qualitätssteigerung zählen die Einrichtung des Landesarchitekturpreises, der in diesem Jahr an ein vorbildliches Wohnprojekt verliehen wird, eine verstärkte staatliche Koordinierung sowie die finanzielle Unterstützung des Innovationsprogramms FutureBuilt ab 2026.
„Wie wir das Gebiet nutzen und die Gebäude entwickeln, ist entscheidend dafür, wie wir Treibhausgasemissionen und den Verlust der natürlichen Vielfalt begrenzen und dem demografischen Wandel sowie neuen Anforderungen an Sicherheit und Notfallmaßnahmen gerecht werden“, sagt Kjersti Steneng, Ministerin für Kommunalverwaltung und Bezirksangelegenheiten.
Die Architekturstrategie sei ein erster Schritt, um zu klären, warum und wie Architektur strategisch eingesetzt werden kann, um attraktive, nachhaltige und integrative Städte und Gemeinden zu schaffen, heißt es in einer Pressemitteilung. Da räumliche Aspekte zunehmend höhere Anforderungen stellen, leite die Regierung im Anschluss an die Strategie die Arbeit an einem Weißbuch zu Raumplanung und Architektur ein.
