
Berlin, 6. März 2025. Der Sommer steht vor der Tür. Am norwegischen Stand auf der internationalen Tourismusmesse ITB, die vom 4. bis 6. März in Berlin stattfand, sind die Aussteller allerdings schon ganz im Winterfieber. Polarlichter, Hundeschlitten, Walsafaris – neue Direktflüge von München und Frankfurt/Main der Lufthansa-Tochter discover airlines ab der kommenden Wintersaison sollen dem Norden Norwegens viele Touristen aus Deutschland bescheren. Doch auch von den Direktflügen, die im Mai und Juni zwischen Frankfurt–Ålesund und München–Bodø starten, werden die nördlichen Regionen profitieren.
Die Fluggesellschaft Discover Airlines eröffnet im Sommer 2025 zwei neue Strecken nach Norwegen: Frankfurt–Ålesund und München–Bodø. Auf beiden Strecken gibt es zwei wöchentliche Abflüge. Frankfurt–Ålesund wird vom 3. Mai bis 29. September mittwochs und samstags verkehren. Die Strecke München–Bodø wird vom 2. Juni bis Ende Oktober bedient. Die Route beginnt mit einer wöchentlichen Abfahrt am 2. Juni und wird ab dem 30. Juni auf zwei wöchentliche Abfahrten ausgeweitet. Dann wird es sowohl montags als auch donnerstags Flüge geben. Beide Strecken werden mit dem Flugzeugtyp Airbus 320 bedient.
Zusätzlich zu den beiden neuen Strecken erhöht Discover Airlines die Kapazität für die Sommersaison 2025. Frankfurt–Evenes wird eine längere Saison haben und von zwei auf drei wöchentliche Frequenzen umstellen. Ab 4. Dezember dieses Jahres bis zum 11. April gibt es dann auch einen Direktflug von Frankfurt/Main nach Alta. Insgesamt bietet Discover dann vier Ziele in Norwegen anfliegen: Ålesund, Bodø, Evenes und Alta.
Die norwegische Fluggesellschaft Widerøe ist bereits seit 2018 in Deutschland unterwegs. Der Start war gut, dann jedoch kam Corona. Seit 2022/2023 geht es wieder bergauf. Widerøe fliegt mehrmals wöchentlich von Hamburg und München nach Bergen. Das Interesse der Touristen sei groß, erklärt der Widerøe-Manager.
Doch es geht natürlich nicht nur um die An- und Abreise zum Urlaubsort. Die Mehrzahl der Aussteller auf der Internationalen Tourismusmesse bietet Touren im Land an. Auf der Messe vereinbaren sie eine Zusammenarbeit mit Tourismusanbietern aus der ganzen Welt. Anders als beispielsweise bei der Grünen Woche in Berlin, auf der der norwegische Gemeinschaftsstand ein Schmaus für die Sinne ist, hat der Organisator Visit Norway den Stand auf der ITB eher praktisch nach dem Vorbild von Großraumbüros eingerichtet. Die Aussteller brauchen einen Platz zum Reden und Verhandeln. Entsprechend hat jeder der 25 Aussteller eine kleine Nische zum Empfang für Besucher. Jeder Aussteller ist leicht zu finden.

Auch Martin Lobert, Inhaber der Tromsø Accessible Tours, empfängt die Gäste in seiner kleinen Kabine. Lobert und seine Mitarbeiter organisieren das ganze Jahr über barrierefreie Reiserouten für Abenteuertourismus in der Stadt Tromsø, ganz nach dem Motto: Jeder verdient arktische Abenteuer. Ob Nordlichter, Fjordtouren, Besuche bei Rentieren oder Walbeobachtung – wie Lobert erklärt, lässt sich für jeden Menschen eine Möglichkeit finden, an den touristischen Highlights rund um Tromsø teilzunehmen.
Die Tourismusagentur Visit Tromsø präsentiert eine der größten Städte des Nordens. Sowohl die Sommersaison mit dem Erlebnis der Mitternachtssonne als auch die dunkle Jahreszeit mit den Nordlichtern seien zunehmend bei den Touristen beliebt. 4.500 Mitarbeiter sind in der Tourismusbranche beschäftigt. 800.000 Übernachtung zählte die Stadt im vergangenen Jahr. Neben 20 Hotels gibt es ein großes Angebot an Airbnb-Unterkünften. „Tromsø ist extrem populär“, erklärt Linn, Vertreterin von Visit Tromsø. Regelmäßig würden Kreuzfahrtschiffe in Tromsø ankommen, für die spezielle Ausflüge organisiert werden. Bei zahlreichen Meetings mit Touroperators bereitet sich Visit Tromsø auf der ITB vor allem auf die kommende Wintersaison vor.

Unmittelbar gegenüber des norwegischen Gemeinschaftsstandes hat sich Norway Yacht Charter AS einen eigenen kleinen, aber attraktiven Stand geleistet. Auf dem großen Bildschirm schippern alte und neue Schiffe durch den Oslofjord, ein Schiffsmodell ist ausgestellt. Das Unternehmen bietet Ausflüge auf dem Oslofjord. Wohl kaum ein Oslo-Tourist, der nicht schon auf eines der Schiffe gestiegen ist und hier einen wunderbaren Abend mit einem Shrimps-Buffett, einer Jazzband oder einem Pianisten verbracht hat. „Wir haben sehr viele deutsche Gäste“, erklärt Ko-Direktorin Liv Kristveig Tagestad. 200 Touren bietet die Chartergesellschaft im Jahr. Im vergangenen Sommer hatte das Unternehmen 500.000 Passagiere an Bord. „Unsere Boote werden auch gern von Unternehmen gemietet“, so Liv.
Båtservice Sightseeing AS ist ein Familienunternehmen. Inhaber ist Armann H. Armansson, der gemeinsam mit Tochter Liv und dem Schwiegersohn den Stand auf der ITB betreuen. Die Wurzeln des Unternehmens gehen bis in die 1880er Jahre zurück. Seit 1946 bietet die Reederei Sightseeing auf seinen sieben Schiffen an.

Und da es im Tourismusgeschäft auch viel um Kultur und Tradition geht, darf ein norwegisches Unternehmen auf dem Norwegen-Stand natürlich nicht fehlen. Zur Norway Happy Hour bot der Gastgeber Visit Norway natürlich auch Linie Akquavit. Jutta Falkner
