
Leipzig/Sandnes, 18. Juni 2024. Das Handelsunternehmen VNG Handel & Vertrieb GmbH und der norwegische Öl- und Gaskonzern Vår Energi ASA haben ihren langfristigen Vertrag über die Lieferung von Erdgas um weitere zwölf Jahre verlängert. Der Vertrag baut auf der langjährigen Beziehung zwischen Vår Energi und VNG auf, die bis in die frühen 1990er Jahre zurückreicht. Die Liefervereinbarung sieht vor, dass Vår Energi ab dem Jahr 2024 bis zum Jahr 2036 bis zu fünf Milliarden Kubikmeter Gas aus Norwegen liefern wird. Die Mengen werden an die Gasterminals in Emden und Dornum in Deutschland geliefert und zu Marktbedingungen abgerechnet., teilen die beiden Unternehmen mit.
Am 16. Dezember 1993 hatte der Leipziger Gaskonzern VNG AG seinen ersten Liefervertrag für norwegisches Erdgas abgeschlossen.
„Als zweitgrößter norwegischer Erdgasexporteur wird Vår Energi nach weiteren Erdölvorkommen auf dem norwegischen Kontinentalschelf suchen. Der Zugang zu neuen Explorationsgebieten sowie langfristige, stabile Rahmenbedingungen und politische Unterstützung sind dabei wichtige Eckpfeiler, damit wir die Lieferverpflichtungen gegenüber unseren europäischen Kunden erfüllen und die Wertschöpfung in Norwegen sicherstellen können“, sagt Nick Walker, Vorstandsvorsitzender von Vår Energi.
Diese Vereinbarung unterstreiche die langjährige und vertrauensvolle Partnerschaft, die VNG seit den frühen 1990er Jahren mit Vår Energi und ihren Vorgängerorganisationen pflegen. Norwegen sei für VNG seit vielen Jahren ein zuverlässiger Energielieferant mit einer beeindruckend niedrigen CO2-Bilanz. Die Vertragsverlängerung bestätige das gemeinsames Engagement für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung in Europa2, so Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG.
Der Gasimporteur und Großhändler VNG ist ein europaweit aktiver Unternehmensverbund mit über 20 Gesellschaften und ca. 1.600 Mitarbeitern. Mit der Strategie „VNG 2030+“ verfolgt VNG einen ambitionierten Pfad für einen Markthochlauf erneuerbarer und dekarbonisierter Gase wie Biogas und Wasserstoff. Die Investitionen von VNG in Infrastruktur und Grüngasprojekte erfolgen dabei vorrangig in Mittel- und Ostdeutschland. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG ist Hauptaktionär von VNG.
Die VNG Handel & Vertrieb GmbH mit Sitz in Leipzig beliefert in- und ausländische Handelsunternehmen, Weiterverteiler, Stadtwerke, Kraftwerksbetreiber und Industriekunden mit Gas.
Vår Energi ist ein führendes unabhängiges Upstream-Öl- und Gasunternehmen auf dem norwegischen Kontinentalschelf. Das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt, der sicherste Betreiber auf der norwegischen Festlandsockel zu sein sowie bevorzugter Partner und ESG-Führer mit einem konkreten Plan zur Reduzierung der Emissionen aus dem Betrieb um 50 Prozent bis 2030. Vår Energi beschäftigt rund 1400 Mitarbeiter und hält Beteiligungen an 47 Feldern. Es hat seinen Hauptsitz außerhalb von Stavanger, Norwegen, mit Büros in Oslo, Hammerfest und Florø.
Zukünftig werde die Partnerschaft mit norwegischen Unternehmen auch auf dekarbonisierte und grüne Gase ausgeweitet werden, teilte VNG anlässlich der 30-Jahr-Feier der Lieferbeziehungen zu Norwegen im vergangenen Jahr mit. VNG beschreite den Transformationsweg hin zu grünen Gasen in enger Zusammenarbeit mit norwegischen Partnern. Dabei gehe es insbesondere um den Import von Wasserstoff und Ammoniak. Beispielsweise arbeitet VNG gemeinsam mit Equinor an einer Anlage in Rostock, die Wasserstoff im industriellen Maßstab aus Erdgas erzeugen und bei der das entstehende CO2 sicher in Norwegen gespeichert werden soll. Bis 2030 sollen damit 230.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr hergestellt werden. Mit dem Partner Aker Horizons hat VNG eine Absichtserklärung unterzeichnet, die vorsieht, ab 2028 bis zu 200.000 Tonnen grünen Ammoniak pro Jahr aus Nordnorwegen nach Deutschland zu transportieren. In einer Kooperation mit Horisont Energi plant VNG ab 2028 den Bezug von 100.000 bis 300.000 Tonnen Ammoniak pro Jahr aus dem Barents Blue Projekt in Hammerfest.
