USA können mehr Einrichtungen und Gebiete in Norwegen militärisch nutzen

Verteidigungsminister Bjørn Arild Gram und der US-Botschafter in Norwegen, Marc Nathanson, unterzeichneten eine Änderungsvereinbarung zur Nutzung von Einrichtungen und Gebieten in Norwegen©Verteidigungsministerium

Oslo, 2. Februar 2024. Norwegens Verteidigungsminister Bjørn Arild Gram und der US-Botschafter in Norwegen, Marc Nathanson, unterzeichneten eine Änderungsvereinbarung im Rahmen des Supplementary Defense Cooperation Agreement (SDCA). Darin wird die Absicht erklärt, den USA Zugang zu acht weiteren Einrichtungen und Gebiete in Norwegen zur Verfügung zu stellen. Bisher konnten die USA vier Einrichtungen und Gebiete militärisch nutzen.

Bei den vorgeschlagenen neu vereinbarten Einrichtungen und Gebieten handelt es sich um den Flugplatz Andøya, den Flugplatz Ørland, den Marinestützpunkt Haakonsvern, die Luftwaffengarnison Værnes, den Flugplatz Bardufoss, die Garnison Setermoen mit Schießplatz und Übungsplatz, den Osmarka-Cavernen-Komplex und den Tankstellenkomplex Namsen. Zusammen mit den bereits bestehenden vereinbarten Einrichtungen und Gebieten in Norwegen, den Flugplätzen Rygge, Evenes und Sola sowie der Marinestation Ramsund haben amerikanische Streitkräfte im Rahmen des SDCA damit Zugang zu zwölf Einrichtungen und Gebieten in Norwegen.

Vorbehaltlich der Zustimmung des norwegischen Parlaments können diese Standorte von Norwegen, den Vereinigten Staaten und anderen alliierten Streitkräften für eine Reihe militärischer Zwecke genutzt werden. Die Unterzeichnung trage zu einer Weiterentwicklung des SDCA bei, dem das norwegische Parlament im Juni 2022 zugestimmt hat, teilt das Verteidigungsministerium mit.

„Im heutigen Sicherheitsumfeld müssen wir die Beziehungen zu unseren Verbündeten weiter stärken. Es ist wichtig für unsere Sicherheit und für die gesamte nordische Region. Die Vereinigten Staaten sind unser engster Verbündeter und die bilaterale Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern hat sich über mehr als 75 Jahre entwickelt. Die Sicherheitsherausforderungen und die operativen Anforderungen sind jetzt größer und schwerwiegender als bei der Verhandlung des SDCA im Jahr 2021. Mehr vereinbarte Einrichtungen und Gebiete in Norwegen werden sich auch im nordischen Kontext positiv auswirken“, sagt Verteidigungsminister Bjørn Arild Gram.

Im Dezember 2023 unterzeichneten Schweden, Dänemark und Finnland bilaterale Verteidigungskooperationsabkommen (DCAs) mit den Vereinigten Staaten. Die Vereinbarungen, die noch nicht in Kraft getreten sind, sehen die Schaffung von 17 vereinbarten Einrichtungen und Gebieten in Schweden, 15 in Finnland und drei in Dänemark vor. Diese DCAs basieren auf der gleichen Struktur wie die SDCA.

„Daraus ergibt sich ein großes Potenzial für eine noch stärkere nordische Verteidigungskooperation. Dies werde Norwegen, die nordischen Länder und die NATO stärken“, sagt Außenminister Espen Barth Eide.

Die unterzeichnete Vereinbarung unterliegt einer öffentlichen Kommentierungsfrist, bevor sie dem Parlament vorgelegt wird.  

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