Statkraft plant Rekordinvestitionen in norwegische Wasser- und Windkraft

Bis zu sechs Milliarden Euro sollen in die Modernisierung der norwegischen Wasser- und Windkraftanlagen sowie in den Bau neuer Onshore-Windparks fließen.©Statkraft

Oslo, 8. Januar 2024. Statkraft AS, Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energien, will bis zu sechs Milliarden Euro in die Modernisierung seiner norwegischen Wasser- und Windkraftanlagen sowie den Bau neuer Onshore-Windparks investieren. Am 8. Januar präsentierte das Unternehmen das größte Investitionsprogramm seiner Art in Wasser- und Windkraft in Norwegen seit Jahrzehnten. Der künftig erhöhte Strombedarf Norwegens soll hauptsächlich durch neue Windkraft gedeckt werden. Wasserkraft werde jedoch mit ihren einzigartigen Merkmalen weiterhin das Rückgrat des norwegischen Energiesystems bilden, teilt Statkraft mit.

Das Investitionsprogramm umfasst:

  • 1,8 – 3 Milliarden Euro für Modernisierungen und Umbauten norwegischer Wasserkraftwerke.
  • 1,2 – 2 Milliarden Euro für die Sanierung von Staudämmen und die Modernisierung älterer Kraftwerke.
  • Rund eine Milliarde Euro in die Erneuerung bestehender und den Bau neuer Onshore-Windparks.
  • 2.500 GWh oder mehr Windkraftproduktion (mehr als das Doppelte der aktuellen Produktion).
  • 1.500–2.500 MW erhöhte Kapazität in Wasserkraftwerken (mehr als 20 % Steigerung der installierten Leistung).  

„Dies wird ein wichtiger Beitrag zum Energiesystem in Norwegen und zum grünen Wandel sein. Es wird auch positive Auswirkungen auf die nordischen und europäischen Energiemärkte haben“, sagt Christian Rynning-Tønnesen, CEO von Statkraft. Das zukünftige Energiesystem in Norwegen und Europa benötige sowohl mehr Leistung als auch mehr Flexibilität. Die schrittweise Einführung von mehr intermittierender Energie wie Wind- und Solarenergie durch erhöhte Kapazität und Flexibilität bei der Wasserkraft sei der Schlüssel zum Erfolg beim Übergang zu einer Netto-Null-Zukunft.

Investitionen in Wasserkraft  

Auf der Liste der umfangreichen Modernisierungen von Wasserkraftwerken stehen unter anderem die Werke Mauranger, Aura, Alta und Svean in West-, Mittel- und Nordnorwegen. 
  
„Wir arbeiten daran, die besten Wasserkraftprojekte zur Reife zu bringen. Diese sind groß und komplex und die Entwicklung und der Bau nehmen viel Zeit in Anspruch. Alle Projekte hängen von einem vorhersehbaren Regulierungsrahmen, dem Erhalt der notwendigen Konzessionen, der Höhe des Strombedarfs und einem guten Dialog mit den lokalen Gemeinden ab“, sagt Birgitte Ringstad Vartdal, Executive Vice President von Statkraft für die nordische Region.  
 
Darüber hinaus wird Statkraft im Zeitraum 2024 bis 2030 bis zu zwei Milliarden Euro in die Sanierung von Staudämmen und die Modernisierung älterer Kraftwerke investieren. Durch die Investitionen würden die Anlagen noch robuster gegenüber extremen Wetterbedingungen, der Bewältigung von Überschwemmungen und terroristischen Bedrohungen, teilt Statkraft weiter mit.

Investitionen in Windkraft  

Statkraft ist Norwegens größter Windkraftproduzent. Das Modernisierungs sieht sowohl die Umrüstung bestehender Windparks als auch neue Entwicklungen vor. Onshore-Windkraft sei die Technologie, die Norwegen vor 2030 am schnellsten und kostengünstigsten mit neuem Strom versorgen kann, erklärt Vartdal.  

Statkraft hat mit dem Konzessions- und Planungsprozess für den Bau des 260-MW-Windkraftprojekts Moifjellet in Rogaland begonnen. Das Repowering umfasst die Windparks Smøla, Hitra und Kjøllefjord in Mittel- und Nordnorwegen mit einer geschätzten Produktionssteigerung von rund 40 Prozent.  
 
Derzeit prüft das Unternehmen vier mögliche Windkraftprojekte in der Finnmark, Nordnorwegen. 
 
„Die Entwicklung neuer Windparks in der Finnmark hängt vom Zugang zu einer begrenzten Netzkapazität und Konzessionen ab und davon, dass wir in der Lage sind, mit lokalen Interessengruppen wie etwa Rentierzüchtern gute Lösungen zu finden“, sagt Vartdal.  

Statkraft erwägt außerdem den Bau vieler neuer Windkraftanlagen in ganz Norwegen.

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