Norwegen geht grüne Industriepartnerschaft mit Großbritannien ein

Premierminister Jonas Gahr Støre und der britische Premierminister Rishi Sunak©Camilla Pettersen / Büro des Premierministers

Gotland, 13. Oktober 2023. Norwegen und Großbritannien vereinbarten eine grüne Industriepartnerschaft, die zu einer verstärkten wirtschaftlichen Zusammenarbeit beim grünen Wandel beitragen soll. Premierminister Jonas Gahr Støre und der britische Premierminister Rishi Sunak trafen sich während des Gipfeltreffens der Expeditionary Force Leaders auf auf der schwedischen Ostseeinsel Gotland. In einer gemeinsamen Erklärung vereinbarten beide Länder, dass Großbritannien und Norwegen als weltweit führende Vorreiter des Übergangs zu sichererer und saubererer Energie eine ehrgeizige grüne Industriepartnerschaft entwickeln werden. Die Green Industrial Partnership werde neue Bereiche der Zusammenarbeit erkunden, darunter kritische nationale Infrastrukturen bei der Entwicklung zukünftiger Energiesysteme, Offshore-Windenergie, emissionsarmer Transport einschließlich umweltfreundlicher Schifffahrtskorridore und Batterien für Elektrofahrzeuge, sowie kritische Mineralien.

„Norwegen bleibt langfristig ein stabiler und sicherer Energielieferant und pflegt im Energiebereich eine gute und enge Zusammenarbeit mit Großbritannien. Ich freue mich über die Vereinbarung, gemeinsam mit Großbritannien eine zukunftsorientierte grüne Industriepartnerschaft aufzubauen, um zu einem grünen Wandel und einer verstärkten wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern beizutragen“, sagt Premierminister Jonas Gahr Støre.

Norwegen hat während dieser Regierungsperiode grüner Industriepartnerschaften mit den nordischen Ländern, Deutschland, der EU und den USA vereinbart. Ziel ist es, einen Beitrag zur Wertschöpfung und zur grünen Transformation zu leisten, indem norwegischen Unternehmen und Industrien durch besondere Investitionen in ausgewählten Märkten Zugang zu Märkten, Wertschöpfungsketten, Investitionen sowie Forschungs-, Innovations- und Technologiekooperationen verschafft wird, teilt die Regierung mit. Die Industriepartnerschaften haben entsprechend der Länder, Regionen und der Geschäftsinteressen unterschiedliche Schwerpunkte.

Auch die neue sicherheitspolitische Lage nach der groß angelegten Invasion Russlands in der Ukraine und die ernste Lage im Nahen Osten waren Gesprächsthemen zwischen Støre und Sunak. Darüber hinaus besprachen die Ministerpräsidenten die zunehmend engere bilaterale Zusammenarbeit in der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik.

„Großbritannien ist unser wichtigster Verbündeter in Europa. Wir pflegen eine umfassende verteidigungs- und sicherheitspolitische Zusammenarbeit. Norwegen arbeitet unter anderem eng mit den Briten bei der Operation INTERFLEX zusammen, die eine Grundausbildung für ukrainisches Personal durchführt. In der aktuellen Sicherheitslage sei die verstärkte Zusammenarbeit zwischen britischen und norwegischen See- und Luftstreitkräften sehr zu begrüßen,“ so Støre.

Expeditionary Force Leaders ist eine von Großbritannien geführte multinationale schnelle Eingreiftruppe, an der Norwegen seit ihrer Gründung im Jahr 2014 beteiligt ist.

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