
Oslo, 28. September 2023. Im vergangenen Jahr hat Norwegens Regierung ein Programm zur Förderung der grünen Industrie präsentiert, das 60 Milliarden NOK für einhundert Maßnahmen vorsieht, um die grüne Transformation zu bewältigen. 96 Maßnahmen seien umgesetzt oder initiiert, teilt die Regierung mit. Jetzt stellte sie eine aktualisierte Roadmap vor, die zusätzliche Fördergelder in Höhe von 15 Milliarden NOK und weitere Maßnahmen beinhaltet. In der aktualisierten Roadmap wurden die Fertigungs- und die Solarindustrie als neue Förderbereiche zu den bereits sieben identifizierten Branchen aufgenommen. Der Zugang zu erneuerbaren Energien, Gewerbeflächen, Infrastruktur, Rohstoffen, Technologie, Fachwissen und Kapital steht im Mittelpunkt der Roadmap.
Ziel des Förderprogramm ist es, Investitionen anzustoßen, um die grüne Wertschöpfung in neuen und bestehenden Industrien sowie die Exporte zu steigern. Konkret geht es darum, die Treibhausgasemissionen in Norwegen bis 2030 zu halbieren.
Die Fördergelder werden als Kapitalzuschuss, Darlehen und Garantien über die Agenturen Innovation Norway, Exfin sowie die Investitionsgesellschaften Nysnø, Siva und Investinor vergeben und über den Staatshaushalt 2023/2024 finanziert.
„Die Förderung der grünen Industrie durch die Regierung wird uns durch den größten Wandel führen, den die norwegische Wirtschaft in der Neuzeit erlebt hat“. „, erklärte Premierminister Jonas Gahr Støre. „Mit der grünen Industrieförderung steigern wir nun das Tempo unserer Arbeit. Wir wollen die Zusammenarbeit mit unseren engsten Handelspartnern stärken und neue Impulse für Maßnahmen zur Lösung der Klimaherausforderungen geben.“
Das Programm Grønt industriløft startete im Juni letzten Jahres. In der ersten Roadmap wies die Regierung auf sieben Investitionsbereiche mit großen Wachstumschancen hin: Offshore-Wind, Wasserstoff, Batterien, maritime Industrie, CO2-Management, Wald, Holz und Bioökonomie sowie Prozessindustrie. In dem jetzt fortgeschriebenen Programm werden die Aufgabenbereiche Fertigungs- und Solarindustrie neu aufgenommen.
„Der grüne Wandel hat bereits enorme Kraft. Wir sind auf Ergebnisse bedacht und haben daher 96 der 100 Maßnahmen, die wir im vergangenen Jahr in der Roadmap auf den Weg gebracht haben, umgesetzt bzw. initiiert. Wir haben internationale Partnerschaften unter anderem mit der EU, Deutschland und den USA gestärkt. Wir haben die ersten beiden Gebiete für Offshore-Windenergie auf dem norwegischen Festlandsockel definiert. Wir haben eine Rekordmenge an privatem Kapital für grüne Industrieprojekte in Norwegen mobilisiert. Jetzt wollen wir die Arbeit weiter intensivieren und schlagen deshalb fast 50 neue Maßnahmen vor“, sagt Wirtschaftsminister Jan Christian Vestre. Die Fertigungsindustrie und die Solarindustrie seien zwei Bereiche, in denen norwegische Unternehmen über ein hohes Maß an Fachwissen verfügen und große Chancen haben, Marktanteile im In- und Ausland zu gewinnen.
Grüne Industriebetriebe in Norwegen müssen flächeneffizient sein und dürfen nicht zu einer Verschmutzung der Natur führen. Die Regierung will Energie effizienter nutzen und arbeitet an einem umfassenden Aktionsplan für Energieeffizienz in der gesamten Wirtschaft. Der Zugang zu sauberem Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen werde für zukünftige Investitionsentscheidungen der Branche von großer Bedeutung sein. Die Regierung habe daher unter anderem Vorkehrungen für eine langfristige Investition in Offshore-Windenergie in Norwegen getroffen, teilt die Regierung mit.
Im Juni dieses Jahres hatte die Regierung als Antwort auf den Inflation Reduction Act der USA weitere konkrete Maßnahmen zur Förderung der grünen Transformation präsentiert. Unter anderem gewährt sie sie einen Innovationszuschuss für große Batterieprojekte der IPCEI-Klasse in Höhe von einer Milliarde NOK über einen Zeitraum von fünf Jahren.
Finden Sie hier das Dokument Grønt Industriløft (in norwegischer Sprache).
