Norwegens Regierung senkt Preise für spezielle Flugrouten in den Regionen

Der Flughafen Bodø. Seit mehreren Jahren besteht der Wunsch nach einer früheren Landung in Bodø für die Strecke ab Helgeland, damit Tagesausflügen zum Universitätskrankenhaus in Tromsø erleichtert werden. Dem will die Regierung Rechnung tragen.©Avinor

Oslo, 16. März 2023. Norwegens Regierung senkt ab dem 1. April 2024 die Preise für einige regionale Flugstrecken um 50 Prozent und stärkt gleichzeitig das Streckenangebot auf den Strecken, die sich kommerziell nicht betreiben lassen. Verkehrsminister Jon-Ivar Nygård und Finanzminister Trygve Slagsvold Vedum präsentieren auf einer Pressekonferenz am 15. März auf dem Flughafen Oslo aktuelle Informationen zum staatlichen Kauf von Flugrouten.

Ziel sei es, das Reisen entlang der Küste einfacher und billiger zu machen, teilt das Verkehrsministerium mit. Niedrigere Preise würden an den Alltag für viele in Westnorwegen und Nordnorwegen verbessern. Es gebe viele Menschen, die auf das Flugnetz angewiesen sind, seien es Unternehmen, Pendler oder Familienangehörige.

Einige Fährpreise wurden bereits gesenkt beziehungsweise sind einige Fährüberfahrten kostenlos. Nun will die Regierung mit dem Flugangebot nachziehen und die Preise für diejenigen senken, die werktags Flüge und das Kurzstreckennetz nutzen.

Wo der Markt in Norwegen allein kein zufrieden stellendes Flugstreckenangebot ermöglicht, kann das Verkehrsministerium Flugstreckendienste einkaufen, um ein gutes Flugangebot im ganzen Land zu gewährleisten. Diese Flugroutendienste werden nach einem öffentlichen Wettbewerb unter den Fluggesellschaften eingekauft, und den Flugrouten werden sogenannte öffentliche Dienstleistungsverpflichtungen (FOT) auferlegt, bei denen Anforderungen an Ticketpreis, Kapazität, Häufigkeit und Strecken bestehen.

Die Ticketpreise auf diesen Strecken sind derzeit durch maximal zulässige Ticketpreise geregelt. Diese werden ab dem 1. April 2024 für die von Flugzeugen bedienten Strecken in Südnorwegen und Nordnorwegen sowie für die Hubschrauberroute Værøy–Bodø ab dem 1. August 2024 halbiert. Dadurch werden die Entfernungskosten sowohl für Einwohner als auch für Unternehmen gesenkt. Um einem möglichen Nachfragewachstum Rechnung zu tragen, soll der Bedarf an Sitzplatzkapazitäten dort gesteigert werden, wo die Passagierzahlen voraussichtlich am stärksten wachsen.

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