Weltweit größter schwimmender Windpark Hywind Tampen liefert ersten Strom

Der schwimmende Windpark Hywind Tampen in der Nordsee.©Karoline Rivero Bernacki / Equinor ASA

Oslo, 14. November 2022. Der schwimmende Windpark Hywind Tampen in der Nordsee hat am 13. November um 12:55 Uhr MEZ den ersten Strom geliefert. Er wird zur Öl- und Gasplattform Gullfaks A geliefert. Sieben von elf Turbinen sollen bis Ende dieses Jahres am Netz sein. Die letzten vier Turbinen wurden in diesem Herbst montiert und werden während eines Wetterfensters im nächsten Jahr auf dem Feld installiert. Bereits mit nur sieben Turbinen in Betrieb wird Hywind Tampen der weltweit größte schwimmende Windpark mit einer Kapazität von 60 MW sein. Er wird die Öl- und Gasfelder Gullfaks und Snorre mit Strom versorgen.

„Ich bin stolz darauf, dass wir jetzt die Produktion bei Hywind Tampen, Norwegens erstem und weltweit größten schwimmenden Windpark, aufgenommen haben. Dies ist ein einzigartiges Projekt, der erste Windpark der Welt, der produzierende Öl- und Gasanlagen mit Strom versorgt“, sagt Geir Tungesvik, Executive Vice President für Projekte, Bohrungen und Beschaffung bei Equinor.

Der Windpark Hywind Tampen, der sich im Besitz der Partner der Öl- und Gasfelder Gullfaks und Snorre befindet, soll etwa 35 Prozent des Strombedarfs der beiden Felder decken. Dadurch würden die CO2 -Emissionen der Felder um etwa 200.000 Tonnen pro Jahr reduziert, teilt Equinor mit.

©Equinor

„Der norwegische Anteil des Projekts beträgt etwa 60 Prozent. Dies zeigt, dass wir zusammen mit unseren Partnern und Lieferanten eine neue Industrie auf den Schultern des Öl- und Gasgeschäfts aufbauen und dabei die Kompetenzen nutzen, die wir gemeinsam über viele Jahrzehnte erworben haben“, so Tungesvik weiter.

Mit ihren erstklassigen Windressourcen werde die Nordsee auch weiterhin eine Schlüsselrolle bei der Energiewende und für die Energiesicherheit Europas und Norwegens spielen. Hywind Tampen stelle einen ersten Schritt zur Entwicklung einer neuen Offshore-Windindustrie in Norwegen dar und trage zu einer zuverlässigen, erschwinglichen und nachhaltigen Energieversorgung bei, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Hywind Tampen reduziert die Emissionen der Öl- und Gasindustrie und erhöht den Gasexport nach Europa. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Umwandlung des norwegischen Festlandsockels von einer Öl- und Gasprovinz in eine breite Energieprovinz. Noch vor wenigen Jahren hätte niemand geglaubt, dass Offshore-Plattformen mit Strom aus schwimmenden Windkraftanlagen betrieben werden können. Nun, jetzt haben wir angefangen“, sagt Kjetil Hove, Executive Vice President für Exploration und Produktion Norwegen bei Equinor.

Wenn Hywind Tampen in Betrieb ist, wird Equinor fast die Hälfte (47 Prozent) der schwimmenden Windkapazität der Welt betreiben. 

Fakten über Hywind Tampen

  • Partner: Equinor, Petoro, OMV, Vår Energi, Wintershall Dea und INPEX Idemitsu
  • Hywind Tampen hat eine Systemkapazität von 88 MW
  • Der Windpark liegt rund 140 Kilometer von der Küste entfernt
  • Wassertiefe: zwischen 260 und 300 Meter
  • Die Turbinen sind auf einer schwimmenden Betonkonstruktion mit einem gemeinsamen Verankerungssystem installiert
  • Enova und der NoX-Fonds des Unternehmenssektors haben das Projekt mit 2,3 Mrd. NOK bzw. 566 Mio. NOK unterstützt, um die Technologieentwicklung im Bereich Offshore-Windkraft und Emissionsreduzierung zu fördern

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