32 Prozent der Strandzone in Norwegen für die Öffentlichkeit nicht zugänglich

Häfen, Fähranleger, Straßen, Schienen, Felder und Gebäude versperren in Norwegen 32 Prozent der Strandzone entlang der Küste.©BPN

Oslo, 5. Juli 2022. Etwa 32 Prozent der Strandzone des 100-Meter-Gürtels entlang der norwegischen Küste werden nach Angaben des Staatlichen Statistikamtes SSB für Gebäude, Anbauflächen, Straßen oder Eisenbahnen genutzt und sind für die Öffentlichkeit tabu. Im Inneren Oslofjord können sogar 71 Prozent der Strandzone nicht genutzt werden. Die Ufer des Oslofjords in den Landkreisen Vestfold und Telemark, Oslo und Viken sind besonders eng bebaut. Nur 29 Prozent des 100-Meter-Gürtels entlang der Küste sind verfügbar.

Bei den sechs größten Seen sieht es etwas besser aus – hier sind nur 18 Prozent der Strandzone nicht zugänglich. Allerdings gibt es große Unterschiede. Femunden hat eine potenziell zugängliche Strandzonenfläche von ca. 91 Prozent, Randsfjorden von 42 Prozent und Tyrifjorden von 46 Prozent.

Anzahl der Baugenehmigungen in der Strandzone pro Jahr 2005 bis 2021*

*vorläufige Angaben©SSB

Etwa 51 Prozent des 100-Meter-Gürtels entlang des Mjøsa-Sees, des größten Sees in Norwegen, sind potenziell zugänglich. 49 Prozent der Strandzone haben keinen Zugang, 21 Prozent davon sind bebaut, 22 Prozent sind Kulturland und sechs Prozent Straßen und Eisenbahnen. Die Gemeinde Hamar verfügt über ein potenziell zugängliches Strandzonengebiet am Mjøsa-See für den öffentlichen Verkehr und Aufenthalte von ca. 53 Prozent. Für Gjøvik und Lillehammer steht etwa die Hälfte der Strandzonenfläche der Öffentlichkeit zur Verfügung, win der Gemeinde Ringsaker 44 Prozent.

In den vergangenen Jahren wurden immer weniger Baugenehmigungen für die Strandzone erteilt. 2006 erteilten die Behörden 6.078 Genehmigungen, im vergangenen Jahr durften nach vorläufigen Angaben des SSB nur 3.335 Gebäude gebaut werden. Nach 1.285 Genehmigungen für Ferienhäuser im Jahr 2006 gab es im vergangenen Jahr nur noch 529.

Finden Sie hier eine Karte mit Strandnutzung in Norwegen.

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