Corona-Krise: Norwegen führt nationale Schutzmaßnahmen wieder ein

V.l.: Ministerin für Gesundheit und Pflege Ingvild Kjerkol, Finanzminister Trygve Slagsvold Vedum, Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und FHI-Direktorin Camilla Stoltenberg zur Pressekonferenz zur Corona-Situation.©regjeringen.no/sceenshot

Oslo, 7. November 2021. Norwegens Regierung führt wieder eine Reihe von nationalen Infektionsschutzmaßnahmen ein, um die Belastung des Gesundheits- und Pflegedienstes zu verringern und die Verbreitung von omikron zu verzögern und einzudämmen. Neue Einreisebeschränkungen wurden nicht beschlossen, die aktuellen Regelungen vom 2. Dezember bleiben bestehen. Insbesondere die Reduzierung der sozialen Kontakte während der Weihnachtsferien stehen im Mittelpunkt der neuen Regelungen. Mehr Impfungen sollen die Situation entschärfen.

„Wir würden sehr gerne mit der Pandemie fertig sein. Jetzt ist die Lage immer noch so ernst, dass wir neue Maßnahmen ergreifen müssen, um die Kontrolle zu behalten. Daher wird es auch dieses Jahr ein anderer Weihnachtsurlaub. Die Gefahr eines überlasteten Gesundheitswesens und die Ausbreitung des ansteckenderen Omicron-Virus erfordern neue, strenge Maßnahmen zur Reduzierung der sozialen Kontakte in der Gesellschaft“, sagt Ministerpräsident Jonas Gahr Støre.

Persönliche Zusammenkünfte sollen auf maximal 10 Gäste beschränkt werden. Restaurants dürfen Alkohol nur an Tischen und nur bis 24.00 Uhr ausschenken. In Geschäften, Restaurants und öffentlichen Verkehrsmitteln soll mindestens 1 Meter Abstand gehalten werden, Arbeitgeber sollen Homeoffice anbieten. Kinder und Jugendliche dürfen weiter an Sport-, Kultur- und Freizeitaktivitäten teilnehmen eine bestimmte Vorgaben für die Gruppengröße. Schulen mit hohem Infektionsdruck sollen die Schüler regelmäßig getestet werden. Bei Bedarf werden die Kommunen wieder das Ampelmodell in Schulen und Kindergärten anwenden. Ausgangspunkt ist die grüne Ebene, sofern lokal nichts anderes beschlossen wird.

Für Unternehmen soll das Entschädigungssystem mit einigen Anpassungen wieder eingeführt werden. Gegenüber norwegischen Medien sagte Wirtschaftsminister Christian Vestre, der sich momentan in den USA aufhält: „Wir haben guten Input von den Parteien im Arbeitsleben erhalten und das Wochenende mit möglichen Schemata durchgearbeitet. Das Wichtigste ist jetzt, die Leute in Arbeit zu halten. Es müsse daher mit mächtigen Systemen aufgefüllt werden.“ Vorerst soll im November und Dezember zusätzlich eine Milliarde NOK für das Entschädigungssystem bereitgestellt werden. Vor allem kleine Unternehmen sollen unterstützt werden.

Außerdem ändert die Regierung den Zeitraum zwischen der zweiten Impfdosis und der Auffrischungsdosis von sechs Monaten auf fünf Monate für alle bis 45 Jahre, Erwachsene mit schweren Grunderkrankungen und Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegedienst.

Finden Sie hier ein Überblick über die Maßnahmen.

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