Wintershall Dea will Methanintensität bis 2025 unter den Industriedurchschnitt senken

Bis 2025 will Wintershall Dea die Methanintensität, die Menge an Methanemissionen bezogen auf die Menge produzierten Erdgases, auf unter 0.1 Prozent senken.©Wintershall Dea

Berlin/Brüssel.17. November 2021. Bis 2025 will das Erdöl- und Erdgasunternehmen Wintershall Dea die Methanintensität der eigenoperierten Gasmengen auf maximal 0,1 Prozent senken – deutlich unter den Industriedurchschnitt. „Diesen Zielen wollen wir gerecht werden und gleichzeitig – und das ist entscheidend – unseren Beitrag zur sicheren Energieversorgung von Industrie und Verbrauchern leisten“, erklärte Mario Mehren, CEO von Wintershall Dea, zum Abschluss der Klimakonferenz in Glasgow. Mehren begrüßte ausdrücklich die von 103 Staaten unterzeichnete Global Methane Pledge (COP26) und den ersten Bericht des International Methane Emissions Observatory „IMEO“ (G20). Es sei wichtig, dass das Thema Methanemissionen so weit oben auf der globalen Agenda stehe, so Mehren. „Wintershall Dea sorgt bereits jetzt dafür, Methanemissionen bei der Produktion von Gas und Öl so stark wie möglich zu reduzieren – bei unseren eigenen Projekten und innerhalb unserer Branche. Wir haben uns die größtmögliche Minimierung zum Ziel gesetzt.“ 

Klimaschonendes Gas werde für das schnelle und bezahlbare Gelingen der Energiewende gebraucht: In der Stromerzeugung beim Wechsel von Kohle zu Gas oder auch für den schnellen Aufbau eines funktionierenden Wasserstoffmarktes, heißt es in einer Pressemitteilung von Wintershall.

Informationen des Unternehmens zum Engagement zur Reduzierung der Methanemissionen:

  • Wintershall Dea hat sich in seiner Unternehmensstrategie ehrgeizige Ziele gesetzt, mit denen das Unternehmen dazu beitragen wird, die Energiewende voranzubringen:  Bis 2025 soll die Methanintensität auf unter 0.1 Prozent gesenkt werden, also die Menge an Methanemissionen bezogen auf die Menge produzierten Erdgases.  Als wichtigen Schritt sieht das Unternehmen die Reduktion von diffusen Methanemissionen in den eigenen Betriebsstätten an. „Deshalb werden umfassende ‚Leak Detection and Repair‘-Programme an allen weltweiten Standorten durchgeführt – in Ägypten, Algerien, Argentinien, Deutschland, Mexiko, den Niederlanden, Norwegen und Russland“, sagt Mario Mehren. Ein niedriger Carbon Footprint der Wertschöpfungskette sei – auch nach Überzeugung wichtiger wissenschaftlicher Stimmen – gut erreichbar. Zudem soll weiterhin das routinemäßige Abfackeln von Begleitgas komplett vermieden werden und bis 2030 die Treibhausgasemissionen der Kategorien Scope 1 und 2 in allen eigenoperierten und nicht eigenoperierten Explorations- und Produktionsaktivitäten in Höhe des eigenen Anteils auf netto null reduziert werden.
     
  • Wintershall Dea ist Gründungsmitglied der „Methane Guiding Principles“. Unterzeichner dieser Initiative verpflichten sich nicht nur zur kontinuierlichen Reduktion von Methanemissionen auf Basis eines stetig verbesserten Reportings, sondern auch zur Einwirkung auf die gesamte Gaswertschöpfungskette und auch auf Politik und Regulierung. „Die Vermeidung von Methanemissionen benötigt Knowhow. Das haben wir und das geben wir weiter“, sagt Mario Mehren. Im Rahmen der Methane Guiding Principles veranstaltet das Unternehmen für weitere Industrie-Stakeholder, aber auch für Interessierte aus dem politischen Bereich sogenannte „Master“ – bzw. „Executive Classes“, bei denen für die Problematik und Relevanz sensibilisiert werden soll. „Gerade für Länder, in denen diese Thematik aufgrund vermeintlich drängenderer tagesaktueller Probleme nicht genügend berücksichtigt wird, ist uns diese Sensibilisierung sehr wichtig“, so Mehren.
     
  • Seit 2020 ist Wintershall Dea Unterzeichner des neuen „OGMP 2.0 reporting frameworks“, eine Initiative der Koalition für Klima und saubere Luft unter der Leitung des UN-Umweltprogramms. Hier wird auf Basis eines sehr ambitionierten Zeitplans das Berichtswesen und die Datenlage zu Methanemissonen auf eine neue Stufe gestellt – weg von rein „berechneten Werten“, hin zu messungsbasierten Werten direkt an den verschiedenen Emissionsquellen. „Wir haben einen glaubwürdigen und ausführlichen Plan, um für alle unsere Assets, ob eigenoperiert oder nicht, bis 2026 den höchsten OGMP 2.0 Reporting Standard zu erreichen“, so der CEO. “Wir freuen uns für das Jahr 2021 den “gold standard” gemäß OGMP 2.0 erreicht zu haben, sehen dies aber auch als Verpflichtung, in diesem Bereich noch besser zu werden”.

Lesen Sie hier den Nachhaltigkeitsbericht von Wintershall Dea.

About businessportalnorwegen

View all posts by businessportalnorwegen →

× Featured

Löschdecke für Elektroautos: Feuerwehren in Schleswig-Holstein nutzen norwegische Lösung