Equinor, RWE und Hydro wollen Offshore-Windpark in der norwegischen Nordsee gemeinsam entwickeln

Das norwegische Energieministerium hat in der norwegischen Nordsee die zwei Gebiete Utsira Nord und Sørlige Nordsjø II für den Bau von von Windparks ausgewiesen.©Equinor

Oslo, 26. Mai 2021. Equinor ASA, Oslo, RWE Renewables GmbH, Essen, und Hydro REIN, Skøyen, ein Tochterunternehmen des Aluminiumkonzerns Hydro ASA, haben eine Kooperationsvereinbarung für Offshore-Wind in Norwegen unterzeichnet. Die Partner wollen einen großen Offshore-Windpark in der norwegischen Nordsee in dem  Gebiet Sørlige Nordsjø II bauen. Den Antrag werden sie gemeinsam bei den norwegischen Behörden einreichen.

Das norwegische Ministerium für Erdöl und Energie hat insgesamt zwei Gebiete für Offshore-Windenergie ausgewiesen: Utsira Nord und Sørlige Nordsjø II. Derzeit arbeiten die Behörden am Genehmigungsverfahren für norwegische Offshore-Windkraftprojekte auf diesen Flächen. Das ausgewiesene Areal grenzt an das dänische Gebiet der Nordsee und ist ideal gelegen, um von dort aus verschiedene europäische Länder mit Strom zu versorgen.

Das Gebiet Sørlige Nordsjø II, mit Wassertiefen zwischen 53 und 70 Metern, verfüge weltweit über eine der besten Windressourcen. Das Areal besitze das Potenzial, eine beträchtliche Menge an klimafreundlich erzeugtem Strom an Länder zu liefern, die eine Umstellung ihres Energiemixes anstreben, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Unternehmen. Die EU und Großbritannien haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 die Offshore-Wind-Kapazität auf 300 bzw. 100 Gigawatt zur Erreichung ihrer Klimaziele auszubauen.

Sowohl Equinor als auch RWE haben bereits mehrere große Offshore-Infrastrukturprojekte realisiert, unter anderem den 385-Megawatt-Offshore-Windpark Arkona im deutschen Teil der Ostsee, der seit 2019 grünen Strom für umgerechnet rund 400.000 deutsche Haushalte liefert.

Der norwegische Aluminiumkonzern Hydro ist der drittgrößte Stromerzeuger aus Erneuerbaren Energien in Norwegen. Das Unternehmen bringe weitreichende Erfahrung in der Durchführung von Großprojekten und auf dem Gebiet der Industrialisierung sowie der Strommarkt-Optimierung in die Partnerschaft ein, teilen die Unternehmen mit. In den vergangenen Jahren sei Hydro weltweit einer der größten Abnehmer von Strom aus Erneuerbaren Energien gewesen und maßgeblich an der Erarbeitung kommerzieller Konzepte beteiligt, die zum Ausbau der Windenergie in Norwegen und Schweden beigetragen haben. Die Beteiligung von Hydro an der Partnerschaft werde durch die neu gegründete Gesellschaft für den Ausbau der Erneuerbaren Energien, Hydro REIN, organisiert.

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