Equinor macht “bedeutende Ölentdeckung” in der Nordsee

Bei Bohrungen im Blasto-Prospekt stieß Norwegens größter Energiekonzern Equinor auf den bisher größten Ölfund des Jahres auf dem norwegischen Festlandsockel.©Equinor

Oslo, 24. März 2021. Der norwegische Energiekonzern Equinor und die Partner Vår Energi, Idemitsu Petroleum und Neptune Energy sind vor der norwegischen Küste in der Nordsee auf ein Ölvorkommen im Umfang von zwölf bis 19 Millionen Standardkubikmeter förderbaren Öläquivalents gestoßen, was 75 bis 120 Millionen Barrel Öläquivalent entspricht. Dies sei der größte Ölfund in diesem Jahr auf dem norwegischen Festlandsockel (NCS), teilt Equinor mit. Die Explorationsbohrungen fanden im Blasto-Prospekt etwa drei Kilometer südwestlich des Fram-Feldes, elf Kilometer nordwestlich des Troll-Feldes vor Bergen statt. Damit die Entdeckung wirtschaftlich rentabel ist, wollen die Lizenznehmer sie eventuell mit anderen Entdeckungen und der vorhandenen Infrastruktur in der Region verknüpfen.

„Die Entdeckung belebt einen der ausgereiftesten Bereiche des NCS wieder. Mit Entdeckungen in vier von vier Bohrgebieten in der Region Fram in den letzten 18 Monaten haben wir Bestände nachgewiesen, die insgesamt einen erheblichen Wert für die Gesellschaft schaffen werden“, sagt Nick Ashton, Senior Vice President für Exploration bei Equinor.

Basierend auf der Qualität der Ressourcen und der Nähe zur vorhandenen Infrastruktur können die Entdeckungen im Einklang mit den Klimazielen von Equinor entwickelt und produziert werden, heißt es in der Pressemitteilung. Ziel des Unternehmens ist es, die Treibhausgasemissionen von betriebenen Feldern und Onshore-Anlagen in Norwegen bis 2030 im Vergleich zu 2018 um 40 Prozent zu senken.

Equinor bohrte diesmal zwei Brunnen. Im Blasto-Prospekt in Bohrloch 31 / 2-22 S wurde nach Angaben der norwegischen Erdöldirektion im oberen Teil der Sognefjord-Formation eine Ölsäule von etwa 30 Metern gefunden wurde, von der etwa 25 Meter Sandstein von guter bis sehr guter Reservoirqualität ist. Der zweite Brunnen 31 / 2-22 A, Blasto Vest, erwies sich als trocken.

Im vergangenen Jahr wurden im norwegischen Regal 14 Entdeckungen gemacht, vier Felder wurden in Betrieb genommen. Die Investitionen lagen auf dem gleichen Niveau wie in den Vorjahren.

Den größten Ölfund des Jahres 2020 in norwegischen Gewässern konnte das britische Öl- und Gasunternehmen Neptune Energy und seine Partneram Dugong-Bohrloch (PL882) vermelden. Das Volumen wird auf 6,3 bis 19,0 Millionen Standardkubikmeter (MSm3) förderbares Öläquivalent oder 40 bis 120 Millionen Barrel Öläquivalent (Boe) geschätzt. Das Unternehmen geht davon aus, dass in der Lizenz weitere Ressourcen im Umfang von 5,2 Millionen Standardkubikmeter (MSm3) förderbares Öläquivalent oder 33 Millionen Boe lagern.

Zum Jahreswechsel befanden sich im norwegischen Regal 90 produzierende Felder. In den letzten Jahren waren die Entdeckungen im Vergleich zu den großen Entdeckungen in den 70er und 80er Jahren relativ gering.

Für dieses Jahr erwartet das Norwegische Petroleum Direktorat NPD rund 40 neue Explorationsbohrungen.

Finden Sie hier eine Präsentation der NPD zu den Aktivitäten auf dem norwegischen Festlandsockel.

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