Norwegisches Forschungsinstitut SINTEF an EU-Wellenkraft-Projekt beteiligt

Die EU stellt 3,3 Millionen Euro aus dem Programm Horizon 2020 bereit, um die Entwicklung von Wellenkraftwerken voranzutreiben. Das norwegische Forschungsinstitut SINTEF ist an dem Projekt beteiligt.©SINTEF

Trondheim, 11. März 2021: Wellenkraft kann bis 2050 zehn Prozent der europäischen Stromerzeugung liefern, schätzt das Europäische Energieforum. Mit dem Projekt  IMPACT (Innovative Methoden zur Beschleunigung von Wellenenergiepfaden durch neuartige Kriterien und Tests) will die EU die Entwicklungszeit für neue Technologien und neue Geräte in Wellenkraftsystemen verkürzen und die Gesamtkosten für Tests und Entwicklung senken. Das norwegische Forschungsinstitut SINTEF wird sich mit SINTEF Energy und SINTEF Ocean an dem Kooperationsprojekt beteiligen und dafür einen Wellenenergiekonverter entwickeln. Das dreijährige Projekt hat ein Gesamtbudget von ca. 35 Millionen NOK, etwa 3,3 Millionen Euro, und wird aus dem EU-Forschungsprogramm „Horizont 2020“ finanziert.

“SINTEF Energy und SINTEF Ocean haben beide erheblich in die Erforschung erneuerbarer Energiequellen investiert. Das Wissen und die Erfahrung der beiden Institute über Tests und Testmodelle ergänzen sich und bieten diesem wichtigen europäischen Wellenkraftprojekt viel Wert”, sagt Hans Christian Bolstad, Mitglied des IMPACT-Lenkungsausschusses von SINTEF Energi.

SINTEF Energy analysiert Regeln für den Netzanschluss, modelliert das Stromnetz und definiert elektrische Spezifikationen für Tests, damit die Ergebnisse global verwendet werden können. SINTEF Ocean wird eine Auswahl relevanter Umwelttestbedingungen und neuer Testmethoden überprüfen. Sie definieren neue Berechnungen und überprüfen die Gesamtimplementierung der Testphase.

Die Nutzung von Wellenkraft für die Energieerzeugung werde gegenwärtig durch die Tatsache begrenzt, dass neben einer langsamen Entwicklung der aktuellen Technologie viele unterschiedliche Wellenkraftkonzepte entwickelt werden, teilt SINTEF mit. Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) der Europäischen Kommission nennt Kostensenkung und Zuverlässigkeit als die wichtigsten Herausforderungen für den Wellenenergiesektor, um die Wettbewerbsfähigkeit bei elektrischem Strom zu erreichen.

Neben SINTEF Energy und SINTEF Ocean nehmen nehmen folgende Unternehmen teil:

  • VGA, ein italienisches Ingenieurbüro, das sich auf das Design und die Entwicklung komplexer Systeme und Hightech-Prototypen wie Prüfstände, elektromechanische Aktuatoren, Speicherlösungen und Steuerungssysteme spezialisiert hat.
  • Yavin Four Consultants, ein portugiesisches Beratungsunternehmen mit Spezialisten für erneuerbare Offshore-Produkte, die technische, kommerzielle und strategische Beratung bieten.
  • University College Cork MaREI, ein irisches Forschungszentrum mit Spezialkenntnissen und Fachkenntnissen in Labortests sowie technoökonomischer und ökologischer Bewertung von wellenbasierten Stromrichtern.

Weitere Unternehmen können einbezogen werden. 

Das Projekt wurde aus Mitteln des EU-Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont 2020-Abkommen Nr. 101007071“ finanziert.

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