3.500-Tonnen-Modul am Haken über der Norwegischen See

Das Schwerlastschiff Seipem 7000 brachte das Gasverarbeitungs- und Verdichtungsmodul zur Plattform Heidrun und transportierte die Last sicher über die See.©John Ever Berg

Stavanger, 6. August 2019. Drei Stunden dauerte die Montage des Gasverarbeitungs- und Verdichtungsmodul, das am 3. August auf die Heidrun-Plattform in der Norwegischen See gehoben und dort installiert wurde. Mit 3.500-Tonnen zählt das Modul zu den schwersten Hubinstallationen auf eine bereits bestehenden Plattform in der Geschichte des Norwegischen Kontinentalschelfs. Die Aktion sei ein Meilenstein in der Entwicklung des Gasfeldes Dvalin, teilt Wintershall Dea, Betreiber des Gasfeldes, mit.

Das Gasfeld Dvalin wird als Unterwasserinstallation an die 15 Kilometer nordwestlich in der Norwegischen See entfernte Heidrun-Plattform angeschlossen. Rund 700 Werftmitarbeiter haben in zweieinhalb Jahren Bauzeit ein spezielles Gasaufbereitungsmodul für Dvalin gebaut.

„Das Dvalin-Team hat zielgerichtet darauf hingearbeitet, dieses riesige Modul sicher, zeit- und budgetgerecht fertigzustellen und zu installieren. Ich freue mich sehr, dass diese beeindruckende technische Leistung erfolgreich und ohne Zwischenfälle durchgeführt wurde“, sagt Hugo Dijkgraaf, Chief Technology Officer (CTO) und Vorstandsmitglied von Wintershall Dea.   

Das Dvalin-Modul wurde im Auftrag von Equinor, dem Betreiber der Heidrun-Plattform, in der Aibel-Werft in Haugesund, Norwegen, gebaut. Beim Bau hat Wintershall Dea eng mit beiden Unternehmen zusammengearbeitet, um eine reibungslose Lieferung des Moduls zu gewährleisten.

„Bislang wurden 3,5 Millionen Arbeitsstunden für das Dvalin-Projekt geleistet – ohne Zwischenfälle bei der Arbeitssicherheit. Auch wenn die Projektarbeit immer noch läuft, bin ich unglaublich stolz darauf, dass wir einen so klaren Fokus auf eine sichere Umsetzung gelegt und dabei gleichzeitig die engen Timings des Projektplans eingehalten haben“, so Thomas Kainer, Senior Vice President im Major Project Dvalin von Wintershall Dea.

Der Hubvorgang wurde mit dem Schwerlastschiff Saipem 7000 durchgeführt. „Für diejenigen von uns, die den Bau des Moduls verfolgt haben – vom ersten Stahlschnitt über das Verlegen von 100.000 Metern Kabel und dem Schweißen von 3.700 Verbindungen bis zu seinem jetzigen Platz auf der Heidrun-Plattform – war es eine großartige Erfahrung zu sehen, wie das Modul installiert wurde“, so Anita Albriktsen, Topside Host Manager, die während des Schwertransportes an Bord des Installationsschiffes Saipem 7000 war. 

Das Dvalin-Gasfeld in der Norwegischen See wird mit vier Unterwasserbohrungen entwickelt und wird an die von Equinor betriebene Plattform Heidrun angeschlossen. Das geförderte Gas des Dvalin-Feldes wird über eine 15 Kilometer lange Pipeline zur Heidrun-Plattform transportiert. Von dort aus erfolgt der Weitertransport über eine 7,5 Kilometer lange Pipeline zur Polarled-Pipeline, die das Gas zum Nyhamna-Gasterminal transportiert, wo es weiterverarbeitet wird. Als Trockengas wird das Gas dann über die Gassled-Pipeline in die Märkte verteilt.

Wintershall Dea ist mit einem Anteil von 55 Prozent Betriebsführer des Gasfeldes,  die Partner Petoro halten 35 und Edison zehn Prozent. Das Gasfeld verfügt über geschätzte Reserven von 113,3 Millionen Barrel Ölequivalent(boe).

Wintershall Dea ist mit einer täglichen Produktion von rund 150.000 boe der drittgrößte nichtstaatliche Operator auf dem Norwegischen Kontinentalschelf. Das Produktionsvolumen soll in den nächsten Jahren weiter gesteigert werden. 

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