Bauarbeiten am Windpark in Frøya werden fortgesetzt

Oslo, 6.Juni 2019. Trønder Energi darf die Bauarbeiten am Windpark in Frøya fortsetzen. Wie das Ministerium für Kommunalverwaltung und Modernisierung (KMD) am 6. Juni mitteilte, gebe es keinen Grund, die Entscheidung des Landkreis-Gouverneurs zu widerrufen. Das Ministerium habe keine Stellungnahme zur Windenergieanlage selbst abgegeben, sondern nur die Handlungsweise des Landkreis-Gouverneurs bewertet. Das Energieministerium erteilte Auflagen zur Veränderung der Planung.

“Mir war immer klar, dass es nicht Sache des Ministeriums für Kommunalverwaltung und Modernisierung ist, zu beurteilen, ob auf Frøya Windenergieanlagen gebaut werden sollen. Wir wurden gebeten zu entscheiden, ob der Gouverneur des Landkreises einen Fehler im Umgang mit dem Planungs- und Baugesetz gemacht hat. Wir haben nichts gefunden”, erklärte die Ministerin für Kommunalverwaltung und Modernisierung Monica Mæland.

Das Ministerium für Erdöl und Energie hatte der Windkraftanlage Frøya im August 2013 eine Lizenz erteilt, nachdem die norwegische Direktion für Wasserressourcen und Energie eine Lizenzentscheidung getroffen hatte. Die Genehmigung für Windenergieanlagen wird nach dem Energiegesetz behandelt.

Der Fall habe einige Fragen aufgeworfen, die auch für andere Windkraftprojekte von Bedeutung sind, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums weiter. “Wir hoffen, dass die Behandlung des Falls durch das Ministerium dazu beitragen kann, dass in ähnlichen Fällen keine Unsicherheiten bestehen”, so Mæland weiter.

Wie Bengt Eidem,  Kommunikationschef von Trønderenergi, gegenüber TU erklärte, werde das Unternehmen die Gemeinde Frøya für die finanziellen Verluste, die durch die Verzögerung der Bauarbeiten entstanden sind, verantwortlich machen.

Das Ministerium für Erdöl und Energie teilte mit, dass es aufgrund der Beschwerden über die Genehmigung des Detailplans und des Umwelt-, Transport- und Bauplans für den Aufbau der Frøya-Windturbinen mehrere Änderungen geben wird.

Die Turbinenabmessungen sollen verändert werden. Die neue Entwicklungslösung mit einer ungefähren Halbierung der Anzahl der Turbinen wirke sich positiv für Pflanzen und Tiere am Boden aus. Die Gebietseingriffe würden ebenfalls erheblich reduziert und somit die negativen Auswirkungen auf die  Landschaft verringert.

Das Ministerium hat das Unternehmen TrønderEnergi Vind AS beauftragt, einen alternativen Standort für Turbine 1 zu finden, die ursprünglich am Moor Røssvass-Myran stehen sollte. In ihrer Beschwerde hatte die Gemeinde Frøya unter anderem erklärt, dass diesem Bereich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse. Da dieser Turbinenpunkt entfernt wird, muss nach Ansicht des Ministeriums eine alternative Zufahrtsstraße zum Turbinenpunkt 3 in Betracht gezogen werden, bei der wertvolle Moore weiträumig umfahren werden müssen.

Das Ministerium hat auch dem Antrag der Gemeinde Frøya auf Anpassung der Turbinenpunkte 2 und 7 stattgegeben, damit Gebiete außerhalb der Plangrenze nicht betroffen sind. Der detaillierte Plan entspricht somit der Ausnahmebestimmung der Gemeinde.

Norwegen arbeitet gegenwärtig einen nationalen Rahmen für Windenergie aus. Die norwegische Direktion für Wasserressourcen und Energie (NVE) hat am 1. April 2019 einen entsprechenden Vorschlag vorgelegt, der jetzt breit diskutiert wird. Am 12. Juni findet das vierte von fünf regionalen Input-Treffen im Scandic Nidelven in Trondheim statt. Organisiert wird die Veranstaltung vom Ministerium für Erdöl und Energie.

Lesen Sie hier den Vorschlag der NVE zum Nationalen Rahmen für Windenergie.

Finden Sie hier mehr Informationen zum Windpark Frøya.

Weitere Informationen zum Nationalen Rahmen für Windenergie hier.

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