Norwegen im März mit rekordhohen Exporterlösen aufgrund hoher Preise für Rohöl und Erdgas

Entwicklung der Rohölexporte und des Rohölpreises: o Barrel in Millionen ––– Rohölpreis (Barrel in NOK)©SSB.no

Oslo, 15. April 2026. Norwegens Exporterlöse lagen im März 2026 nach Angaben der Außenhandelsstatistik bei 199,9 Milliarden NOK – ein Anstieg um 28,5 Prozent gegenüber März 2025. Dieser Zuwachs sorgte für einen Handelsüberschuss von 97,5 Milliarden NOK – der höchste Handelsüberschuss seit Januar 2023. Die Erlöse aus dem Export von Rohöl waren im März 2026 um 67,9 Prozent höher als im März 2025. Der Anstieg des Exportwerts ist auf gestiegene Preise und Mengen zurückzuführen. Der Durchschnittspreis lag im März bei 1.014 NOK pro Barrel und erreichte damit den höchsten monatlichen Wert seit September 2023. Gleichzeitig wurden 56,6 Millionen Barrel Rohöl exportiert, 27,3 Prozent mehr als im März des Vorjahres. Höhere Preise sorgten im März 2026 auch für einen Anstieg des Exports von Erdgas auf 69,3 Milliarden Kronen. Dies entspricht einem Anstieg von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und ist der höchste Exportwert seit Februar 2023.

Die Importe beliefen sich im März 2026 uf 102,5 Milliarden NOK, was einem Anstieg von 5,9 Prozent gegenüber März 2025 entspricht. „Zusätzlich zu den rekordhohen Öleinnahmen trugen auch sehr hohe Exporte vom Festland und hohe Gaseinnahmen zu diesem Exportwert bei“, sagt Jan Olav Rørhus, Seniorberater der norwegischen Statistikbehörde SSB.

Entwicklung der Handelsbilanz

o Gesamtexport o Gesamtimporte o Handelsbilanz©SSB.no

Der Export von Festlandwaren erreichte im März 2026 einen Wert von 73 Milliarden NOK, ein Anstieg um 16,1 Prozent gegenüber März 2025. Dies ist der zweithöchste jemals verzeichnete Wert. 

Exporte vom Festland

©SSB.no

Der größte Anstieg war bei elektrischen Maschinen und Maschinenteilen zu verzeichnen. Aufgrund des Re-Exports von Ausrüstung für ein Offshore-Windprojekt belief sich der Exportwert auf 5,7 Milliarden NOK, dem 13-Fachen des Wertes im März 2025. „Es wurde eine Stahlkonstruktion ohne technische Ausrüstung importiert, die in Norwegen als Konverterplattform fertiggestellt und im März in Betrieb genommen wurde“, erklärt Rørhus. 

Trotz des Krieges im Nahen Osten und der Stärke der norwegischen Krone entwickelten sich die Fischexporte positiv. Sie erreichten im März 2026 14,6 Milliarden NOK – ein Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Lachs und Schellfisch verzeichneten die größten Zuwächse. Der Exportwert von frischem Lachs mit Kopf lag bei 7,4 Milliarden NOK – 11,6 Prozent höher als im Vorjahr. Sowohl der Lachspreis als auch die Exportmengen von Lachs stiegen. 

Der Exportwert von Fisch nach China stieg im März 2026 im Vergleich zum März 2025 um 60,2 Prozent auf 1,3 Milliarden NOK. Der chinesische Markt verzeichnete in diesem Zeitraum somit das stärkste Wachstum. Frischer Lachs mit Kopf ist der am häufigsten nach China exportierte Fisch. 

Im März importierte Norwegen große Mengen Strom. Obwohl der Füllstand der Stauseen nahe am Median lag, führten der geringe Zufluss und der hohe Verbrauch im März 2026 zu einem Importvolumen von 2,4 Millionen MWh. Das ist das zweithöchste Importvolumen, das je gemessen wurde. Der Importwert von Strom hat sich im Vergleich zu März 2025 versiebenfacht und erreichte im März 2,1 Milliarden NOK. Dies ist der höchste Wert seit September 2022. Der Preis von 864 NOK pro MWh lag im März niedriger als im Vormonat, aber höher als im März 2025. 

Weitere markante Veränderungen innerhalb von zwölf Monaten

  • Im März 2026 importierte Norwegen rund 20.000 Elektroautos im Wert von 7,4 Milliarden NOK importiert. Dies entspricht 92,8 Prozent der Gesamtzahl der importierten Autos.  
  • Die Waffenexporte erreichten im März 2026 mit 2,1 Milliarden NOK einen Rekordwert. Sie bestanden hauptsächlich aus Bomben, Granaten und Werfern. Die drei größten Abnehmerländer waren Litauen, Australien und Polen. 
  • Die Importe von Industriemaschinen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 12,9 Milliarden NOK, 14,8 Prozent mehr als im März 2025. Zu diesem hohen Importwert trugen vor allem die Importe von Flugzeugtriebwerken, Baumaschinen und Landmaschinen bei. 

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