
Rotterdam, 24. September 2025. In seinem endgültigen Urteil wies das Rotterdamer Gericht alle Klagen gegen das Aluminiumunternehmen Norsk Hydro ASA und seine niederländischen Unternehmen ab. 2021 hatten der Verein Cainquiama und neun Einzelpersonen Klage wegen der Umweltverschmutzung eingereicht. Die Kläger forderten Schadensersatz für angebliche gesundheitliche und finanzielle Schäden, die durch Industrieaktivitäten des norwegischen Konzerns in der Gemeinde Barcarena entstanden waren.
Während des Verfahrens beantragte Hydro die Abweisung der Klage auf der Grundlage von Beweisen, die sich auf Expertenberichte und umfangreiche empirische Daten stützten. Die von den Klägern erhobenen Vorwürfe seien unbegründet.
Bei dem Verfahren geht es um die weltweit größte Aluminiumoxid-Raffinerie in Alunorte, die dem norwegischen Konzern Norsk Hydro zu 92,1 Prozent gehört. Am 16. und 17. Februar 2018 gab es in der Region um Barcarena, wo das Aluminiumwerk steht, starke Regenfälle. Die Auffangbecken liefen über. Das Wasser in einigen Flüssen und auf den Straßen der anliegenden Gemeinde verfärbte sich rot. Das Unternehmen wurde daraufhin von Anwohnern und Medien der Umweltverschmutzung beschuldigt.
