Windkraftanlagen in Norwegen jetzt fast zur Hälfte in norwegischer Hand

48 Prozent der Windkraftanlagen gehören norwegischen Unternehmen. 88 Prozent der größeren Wasserkraftwerke befinden sich in öffentlichem Besitz.©NVE

Oslo, 19. August 2025. Nach einer aktuellen Übersicht der norwegischen Wasserressourcen- und Energiedirektion NVE zum Besitz von Solar-, Wind- und Wasserkraftwerken gab es in Norwegen in den vergangenen Jahren einen starken Anstieg des norwegischen Eigentums an Windkraftanlagen. Die Besitzverhältnisse im Bereich Wasserkraft haben sich nur wenig geändert. Ab diesem Jahr umfasst die Übersicht auch Freiflächen-Solarkraftwerke. Statkraft SF ist der größte Windparkbetreiber in Norwegen. Das Unternehmen hat einen Anteil an der Produktion von Windenergie von 32,9 Prozent, gefolgt von Hafslund AS und Å Energi AS.

„Mehrere Jahre lang gab es einen Trend, dass sich Windkraftanlagen zunehmend in ausländischem Besitz befanden. Dieser Trend hat sich nun umgekehrt, und unser jüngstes Update zeigt, dass der norwegische Anteil an Windkraftanlagen im vergangenen Jahr stark zugenommen hat. Ende 2023 lag er bei 33 Prozent und stieg bis Ende 2024 auf 48 Prozent“, sagt Carl Andreas Veie, leitender Ingenieur in der Abteilung Energie und Lizenzierung der NVE.

Folgende Akquisitionen haben zur Erhöhung des norwegischen Eigentumsanteils beigetragen:

  • Eviny in Vestland hat Guleslettene in Vestland und den Windpark Tellenes in Rogaland gekauft. 
  • Hafslund hat den Windpark Tonstad in Agder erworben.
  • NTE hat Kvitfjell und Raudfjell in Troms übernommen.
  • Sunnhordland Kraftlag und Fitjar Kraftlag haben die Windkraftanlagen Midtfjellet in Vestland übernommen.

88 Prozent der größeren norwegischen Wasserkraftwerke sind in öffentlichem Besitz. Bei großen Wasserkraftanlagen gab es in den letzten Jahren kaum Veränderungen in den Eigentumsverhältnissen. Bei kleinen Wasserkraftanlagen stieg der ausländische Eigentumsanteil von 18 Prozent im Jahr 2019 auf 29 Prozent im Jahr 2023 und ist seitdem stabil.

NVE hat erstmals auch Kennzahlen zum Eigentum an größeren Freiflächen-Solarkraftwerken mit einer Lizenz von NVE veröffentlicht. Stand August 2025 gibt es drei größere Freiflächen-Solarkraftwerke mit einer Lizenz von NVE (Buer, Engene und Furuseth). 65 Prozent der Solarkraftwerke befinden sich in öffentlichem Besitz, 20 Prozent im Besitz norwegischer Privatunternehmen und 15 Prozent in ausländischem Besitz.

NVE veröffentlicht jährlich Kennzahlen zum Eigentum an Kraftwerken. Die Übersicht basiert auf den Kraftwerksdatenbanken von NVE und dem Aktionärsregister der norwegischen Steuerverwaltung. Sie zeigt die Eigentumsverhältnisse Ende 2024 für Kraftwerke, die im Juli 2025 in Betrieb waren.

Die historische Entwicklung der Eigentumsverhältnisse finden Sie hier.

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