Statkraft erhält Umwelt-Genehmigung für erstes eigenes Windprojekt in Deutschland

Beim Bau des Windparks sollen die Turbinen auf Schad- und Sturmwurfflächen errichtet werden, sodass 0,4 Prozent der Fläche des Forstreviers belegt werden. Als Ausgleichsmaßnahme ist unter anderem ein nachhaltiger Waldumbau mit heimischen Edellaubbäumen im Forstrevier geplant. Die interaktive Web-Applikation auf www.statkraft.de/windpark-rappenhagen ermöglicht es, den Windpark aus unterschiedlichen Perspektiven bereits heute in 3D zu erleben.©Statkraft

Düsseldorf/Wesertal, 29. Juli 2025. Das norwegische Energieunternehmen Statkraft hat die Genehmigung für das Windprojekt Rappenhagen im hessischen Oedelsheim erhalten. Die Bauarbeiten sollen im Herbst 2026 beginnen, die Inbetriebnahme ist für Ende 2028 geplant. Rappenhagen ist das erste eigenentwickelte Windprojekt von Statkraft in Deutschland. Mit einer Gesamtleistung von knapp 41 MW und einem erwarteten Standortertrag von 90 Gigawattstunden pro Jahr soll der Windpark über 22.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen.

Er soll auf einer Forstfläche der Oberförsterei Oedelsheim in der hessischen Gemeinde Wesertal errichtet werden. Zum Einsatz kommen sechs Windkraftanlagen vom Typ Vestas V172 6.8 MW mit einer Gesamthöhe von 261 Metern.

Im Juni vergangenen Jahres hatte das Unternehmen die Antragsunterlagen für das Genehmigungsverfahren eingereicht. Nun erteilte das Regierungspräsidium Kassel die Baugenehmigung entsprechend dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG), das die Umweltanforderungen für ein solches Vorhaben regelt. Wie das Unternehmen mitteilt, wird Statkraft an einer der nächsten Ausschreibungen der Bundesnetzagentur teilnehmen.

Die Einnahmen aus der Kommunalabgabe für angrenzende Gemeinden, die Statkraft nach EEG §6 freiwillig leistet, können sich nach Angaben des Unternehmens auf insgesamt bis zu 180.000 Euro jährlich belaufen. Daneben sei eine Bürger-Windenergieanlage in Kooperation mit nordhessischen Energiegenossenschaften sowie die Beteiligungsmöglichkeit über Nachrangdarlehen geplant.

Der Windpark Rappenhagen markiert für Statkraft einen Meilenstein im Ausbau seiner Projektentwicklung, heißt es in einer Pressemitteilung. Derzeit arbeite das Unternehmen an einer Projekt-Pipeline von insgesamt rund 5.000 MW im Bereich Wind. Mit bundesweit 570 MW an Bestandsparks – viele davon mit Repowering-Potenzial – zähle die Windenergie zu den wichtigsten Wachstumssäulen des Unternehmens.

Vom 16. bis 19. September präsentiert Statkraft auf der Windenergiemesse HUSUM WIND am Stand A05 in Halle 2 seine aktuellen Projekte und seine Strategie für den deutschen Markt.

Das norwegische Unternehmen Statkraft ist Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energie. Der Konzern produziert Strom aus Wasser, Wind, Sonne und Gas, liefert Fernwärme und ist weltweit ein bedeutender Akteur im Energiehandel. Statkraft beschäftigt rund 7.000 Mitarbeitenr in mehr als 20 Ländern. Das deutsche Tochterunternehmen Statkraft Markets GmbH gehört zu den Top 10 der Onshore-Windparkbetreiber in Deutschland.

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